22.08. Osnabrück/Illmenau

Dank Folkers Orga läuft alles nach Plan. 18 Leute für Sportboot Binnen, vier Grundscheinler, eine spontane Juniorin und nachmittags zwei Jungs, die mit Dennis segeln, lieber aber Motorboot fahren wollen. Die Oma steht aber beherzt dahinter, kann aber einen HD nicht erschüttern. Ich betreue fünf Auffrischler und dazu Lisa und Marco. Unterstützt werde ich von Julian.

Am Dienstag gehen wir bei böigen 5 Bft zum Dalben, da erleben die Schüler ihre Grenzen. Eine Durchkenterung beim Laser dauert länger ... Sichtlich gezeichnet versuchen wir die Gruppe wieder aufzubauen. Lisa und Marco haben für sich das Möweeinhandsegeln entdeckt. Am Mittwoch gibt es ein großes Kentertraining ... und Sonja läuft mit ihrer Schülergruppe ein – sie werden 3 ½ Tage bei uns bleiben, um die Grundlagen des Segelns zu erlernen.

Am Samstag kommen dann 20 Schnuppersegler und drei CD-ler dazu. Da heißt es zu organisieren – Hilfssegellehrer zu besorgen. So habe ich Gestern Gerome eingewiesen, ein Student, der mir von seiner Mutter empfohlen wurde. Heute kommt auch Johannis zur Unterstützung der Ausbildung. Zum Glück spielt das Wetter einigermaßen mit.

17.08. Böse Überraschung!

Die Woche verläuft ruhig, zwei Regen-Niesel-Tage lassen die kurze Hose zur Herausforderung werden. Maddels Truppe bereitet sich auf die Prüfungen vor. Lisa und Marco segeln noch einmal mit Ellen. Dennis übernimmt den Grundscheintest bei meiner Stuttgarter Familie, die sich endlich frei gesegelt hat. Nur ein einziges Mal sind wir aus der Bucht herausgekommen - es war auch ein Sonnentag. Bis zur Spitze des Graswarders haben wir die Halse geübt. Auf der Rückkreuz kann ich auf Höhe der Werft die Pinne übernehmen.

Am Freitag kommt Axel als Geburtstagskind, bekommt gleich von den Schülern ein Ständchen. Dennoch ein Schüler wird nicht zur Prüfung zugelassen, hat er sich doch nicht in Lübeck angemeldet, war der Meinung, das würde automatisch durch die Segelschule geschehen, obwohl ich ihm einen Antrag habe zukommen lassen. Trotz telefonischem Direktkontakt zu Herr Budahn gibt es kein Erbarmen. Ansonsten bestehen die zwölf Prüflinge, wobei die Motorenprüfung am längsten dauert. Abends gibt es dann Lammkeule unter der Federführung von Chaterine. Folker reist an und nimmt seine Hütte in Beschlag. Wir werden Heute den Osnabrücker Kurs planen.

12.08. Gute Entscheidung!

Freitag herrscht zunächst Flaute, die Prüflinge sind sichtlich nervös. Doch pünktlich zur Praxis setzt ein schöner Ostwind mit 3 Bft ein. Die Schnittchen stehen stolz bereit. Ulli Finke unterstützt Axel, der gleich mit drei Praxisdamen startet. Es wird ein glatter Durchgang, die Prüfer sind zufrieden. Jan hat Besuch von vier Freunden, die das WE hier verbringe wollen. Catherine und Ulli helfen mit Stanzerl bei den Vorbereitungen für die neue Woche.

Am Samstag stechen ich mit sechs Möwen in See – Kurs Dalben. Sie werden bei böigen Winden gefordert. Das Aufkreuzen und Anlegen am Stationsboot wird zur Aufgabe. Gegen Mittag schleppe ich zurück zum Steg. Die Möwen dürfen an ihre Plätze paddeln, die Segel legen wir gemeinsam in der Hütte zusammen. Sie sind sichtlich erschöpft, segeln am Nachmittag nur mit kleiner Belegung in der Bucht. Maddel hat derweil drei neue CD-Schüler. Abends gehe ich mit Stanzerl zum Gay-Fest an der Seebrücke. Dort treffen wir auf Chatherine und Ellen, die sich gut verstehen.

Am Sonntag – es segeln nur noch kurz Vincent und Laurin – mache ich mit Stanzerl einen Ausflug an den Weststrand von Großenbrode, verholen uns dann an den Südstrand, wo wir – welch Zufall – in einer Eisdiele auf Catharina und Klaus treffen. Wie der Zufall es will, hat er Montag in einer Woche Zeit, wieder ein Schiffsführer mehr :-).
Für nächsten Freitag planen wir die Prüfung, es kommen drei See-Prüfungen hinzu.

09.08. Prüfung verschoben!

Aufgrund der Wettervorhersage haben wir die Prüfungen von Sonntag auf Freitag vorgezogen. Dadurch strafft sich die Ausbildung – Fehmarntörn wird nicht möglich sein. Nur einmal bin ich zusammen mit Michel am Dalben, ansonsten arbeitet meine Truppe in der Bucht. Maddel führt mit Dieter und Andreas die Anfänger. Beide Gruppen kommen über das Kentertraining zum Möwesegeln.

Gestern: Gewitter mit starken Böen unterbricht die Ausbildung, während meine Prüflinge weiter trainieren. Ulli, Michel und Gert gehen danach mit Laser Richtung Dalben. Auch der Kat legt ab – die Jugend macht gerade eine relativ freie Woche in der Segelschule – Jojo, Jan, Laura und Jannis wollen sich in der Bucht beim Katsegeln abwechseln. Bei einer Kenterung bricht leider der Ausleger, mit dem Long-Boat schleppen sie ihren Doppelrümpfer zurück. Sie haben sich durch schlampigen Werkzeuggebrauch ein Werkstattverbot eingehandelt. Diese bleibt jetzt verschlossen. Sie haben das Gespräch gesucht und verstehen diese Reaktion. Abends laden sie mich zum Tapa-Essen ein.
Getreulich walke ich morgens um den Binnensee, wecke mit verschiedenen Tieren – einige sind nicht amused!

05.08. Ein nettes Wochenende!

Dreizehn Schüler warten auf mich. Für Andreas springen kurzfristig Jan und Lorenz ein. Zwei Versprengte vom OSG wollen um 11 Uhr einen Gleitjollenkurs haben. Wir müssen die Zusammenarbeit neu überdenken. Schließlich gehen die Beiden auf einen Menhir, vergessen allerdings die Windunsicherheit und Weite der Ostsee. Abend müssen wir sie von einer Yacht, die sie in Schlepp hatten, übernehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir gemütlich an Stegkopf gesessen und mit den Familien um Laura, Katze und Rüdiger sowie Ulli Wraps gegessen.

Der Sonntag wird windarm. Trotzdem ziehen wir unser Programm: An- und Ablegen sowie die Halse durch. Jannis ist auf Besuch da. Unsere Jugend trifft sich. Sie wollen uns zum Essen einladen, doch Stanzerl hat schon ihre leckeren Melonennudeln gemacht. Danach sitzen wir in der Lästerecke zusammen, drei weitere Schüler für Montag treffen ein.

Am nächsten Morgen, seit drei Tage walke ich wieder trotz der Erkältung, fotografiere ich eine Cocktailbar im Ferienzentrum, die noch auf hat. Daraufhin kommen drei Leute heraus, die meinen Fotoapparat haben wollen. Ihre Fahnen umhüllen mein Gesicht. Ich mache Ihnen klar, dass ich nur Werbung für sie machen möchte. Nach kleinen Handgreiflichkeiten legt mir einer die Hand auf die Schulter: „Alles klar, Alter!“ so kann ich meinen Weg fortsetzen, den Sonnenaufgang geniessen. Nach langer Zeit wecke ich in den Räumen mit dem singenden Elefanten.

02.08. Prüfungen

Acht Grundscheinler und fünf Optis stehen zur Prüfung an. Lorenz und Heaven sind in Prüferlaune. Gegen 16 Uhr werden wir die Scheine verteilen. Laura, Max, Jan, Lucia, Lutz mit Sohn, Katze mit ganzer Familie, Nils, Rüdiger mit Sohn, Sören, Linus, Katie und zum WE Laura, Lorenz – sie alle säumen mit Vertrautheit das Umfeld der Segelschule. Lena und Skadi bekommen ihren extra Rolandschein. Es war eine ruhige Woche, vom Regen weitgehend verschont. Der Fehmarntörn fällt allerdings der Windarmut zum Opfer.

Gestern dann im Freisitz ein legendäres Dokospiel. Schon am Anfang schicken uns Sören und Rüdiger tief in den Keller – Heaven und ich als Looserpaar. Doch Stück für Stück beginnt der Wiederaufstieg, ich nähere mich der Nullmarke – da fällt mir ein Jahrhundertsolo in die Hände: sechs Buben – darunter die vier höchsten, zwei Asse – das Spiel kann nicht verloren gehen. Sören reizt auf 9, ich gehe locker mit, ziehe den ersten Buben, da kommt von Heaven das Himmelsgeschenk: ein entschlossenes Kontra sprudelt über seine Lippen. 120 Punkte spülen mich auf den Thron der Spielenden. Nele und Familie sind nach einem leckeren Abschiedsessen mit ihrer Yacht zum Törn aufgebrochen..

29.07. Laserdamen und Wochenbeginn!

Am Sonntag – ich krebse noch mit der Erkältung herum – machen sich Nele, Katze und mein Stanzerl bereit, dem frischen Ostwind zu trotzen. Gekonnt gleiten sie durch das Blau der Bucht. Abends spiele ich mit Dennis, Heaven, Sören und Jean Doppelkopf, bin aber noch angeschlagen und verabschiede mich gegen 23 Uhr in die Koje.

Am Montag ein ruhiger Wochenstart: Andreas übernimmt mit Lucia die Optis, Katie kümmert sich um Lena und Skadi, während bei mir in der Theorie zwölf Neulinge der Einführung lauschen. Verteilt auf Maddel, Dieter, Linus und Linn gehen sie an Bord. Hardy, der neben Maddel auch an Erkältung leidet, nimmt sich der Modelljolle an, hat aber auch noch die Lasermastteile im Blick. Dennis teilt Kornelia auf Anfrage mit, der Strand könne gesäubert werden. Für den Abend hat unsere Gourmet-Küche (Saza) toskanisches Platthuhn angekündigt.

28.07. Abschied und Prüfungen!

Am Donnerstag verabschieden wir Jun, die wieder nach China fährt, im nächsten Jahr aber zum Jubiläum bei uns sein will. Nele hütet die Gleiter, während der Rest gen Fehmarn unterwegs ist. Außerdem sind fast alle Optis auf dem Wasser, malen ein schönes Bild. Am Freitag kommen drei Leute von Ostwind und vier Leute von Jeske dazu, mit meinen vier Prüflingen sitzen wir oben im Büro. Uta versucht die letzten Junior- und Grundscheine fertig zu stellen. Leider kommt es zu sechs Falschausstellungen, die wir aber noch korrigieren können. Ich sitze am Finish für den Piratenfilm – 32 Minuten. Die Fertigstellung hat mich voll in Anspruch genommen. Mit Katrin berede ich, wie wir vielleicht in Zukunft das Projekt schmaler gestalten. Bei den zahlreichen Prüfungen gibt es drei Durchfälle: es sind die Nerven und die frische Brise, die dazu führen.

Am Samstag verhindert Starkwind aus Ost jegliche Segelaktivitäten. Einer gründelnden Yacht versuchen Dennis und Jan zu helfen, können eine Leinenverbindung zu dem kleinen Seenotrettungskreuzer herstellen. Nils und Saza bleiben noch ein paar Tage. Swantje und Hobbit sind mit Kind zu Besuch. Laura bleibt mit Ihren Kinder noch eine Woche bei uns. Mit den Segellehrern gehen wir zur Seebrücke, Eis essen. Danach möchte Stanzerl mit mir an die Steilküste, Dennis begleitet uns. Dort treffen wir auf Sabine und Lothar. Nach der Rückkehr gibt es abends Resteessen und meine Erkältung macht sich wieder bemerkbar, so suche ich früh die Koje auf.

25.07. Das zweite Piratencamp!

20 Piraten kommen in den Genuss des Feuerwerks, mit dem die Heiligenhafener Festtage enden. Eine Nachtwanderung, in deren Verlauf einige Kostümtiere auftauchen wird leider durch ältere Expiraten kolportiert. Es beginnt am nächsten Morgen regnerisch. Die Auffrischler und Gleiter – 14 bis 16 Personen verbringen den ersten Tag auf der Möwe. Laura und Melissa dirigieren 20 Optis, während Maddel 30 Jollensegler in die Grundlagen einführt. Zwei Expiraten kommen zu spät zur Einführung an der Landmöwe, später vergessen sie ein Paddel mit zu nehmen. Sie reagieren nicht bzw. zu spät auf Neles Anweisung – es gibt Stress! Ich höre mir die Geschichte von einigen Leute an, sammle Umfelddaten. Ich gebe den beiden eine Empfehlung: am Mittwoch reisen sie dann ab.

Am Montag gibt es ab Stegkopf ein chinesisches Mahl von Jun, die sechs Stunden lang alles vorbereitet hat. Ein lauer Sommerabend umgibt das Geschehen mit rötlichem Schimmer. Wir – die Europäer – bedanken uns am nächsten Abend mit einem Fischgericht, nachdem die Crew um Katze, Cata, Stanzerl von ihrem Reitausflug zurück sind. Nele gibt eine Lasereinweisung, die von Haeven sehr gelobt wird. Wir haben mehr Segler als Laser – ein Umstieg auf 470iger gestaltet sich schwierig, die erste Crew ist damit überfordert. Inzwischen ist auch Andreas mit Verstärkung für die Küche angereist. Stanzerl kommt endlich dazu, Springbok zu segeln.

Abends beginnt die Schlacht um den Olifanten: Mit drei Motorbooten nähern sich die Piraten und können nach feuchtem Kampfe das Schiff entern. Später können wir endlich Doko spielen, da die Damen einen Ausflug an den Strand machen – sie nehmen Jun mit. Ineke kommt hinzu, sie übernimmt meine Stelle, da sich bei mir eine Erkältung anbahnt. Am Donnerstag bricht das Gros der Segler gen Fehmarn auf.

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Aktuelles

1. Piratencamp 19. bis 25. Juli 2020
2. Piratencamp 26. Juli bis 01. August 2020

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