22.06. Abschied!

Die Bad Pyrmonter legen an – gerade machen sie ein Abschiedsfoto. Die Gruppe um Meike hat schon Gestern die Segel gestrichen. Der Vormittag verläuft noch bei Sonnenschein und handigem Wind. Eigentlich will ich mit meinen Leuten an den Dalben. Da ich zuvor aber abfrage, was bei einer Kenterung zu tun sei, beschließen sie in der Bucht zu bleiben. Nachmittags soll es eine Regatta geben, doch da kippt das Wetter. Ich verhole mich mit der Steuerschüssel als Wendemarke zur Werft, da fegen die Böen über das Wasser, werfen kleine Schaumkronen auf ...

Der darauf einsetzende Dauerregen lässt keine Motivation aufkommen, die Menhire werden verholt und eingeparkt. Das Unwetter zieht nördlich an uns vorbei, malt dabei dramatisch in den Himmel. Neu hinzugekommen ist Florian, er füllt die Crew mit Ralf auf. Beide sitzen im Unterricht bei mir: taktisches Segeln.

Am Freitag: das Wetter ist besser als gedacht: vier Möwen und einige Menhire gehen aufs Wasser. Die Grundscheinprüfung ist erfolgreich. Jetzt tummelt sich ein Menhir in der Bucht, Volker kommt mit dem Laser hinzu.

21.06. Fehmarntörn

Gerhards Gruppe will es: bei Südwestlage nach Orth. Meikes Crew und die Grundscheinler bleiben lieber vor Ort. Dieter kann am Vormittag noch Aufsicht führen. Begleitet von der Yacht und dem Motorboot der AG, flankiert vom Long-Boat und Gummiwurst, stechen sechs Menhire gen Fehmarn in See. Es wird eine Schaukeltour, Kabbelwelle vor der Insel. Gute Fotos sind nicht möglich, reine Glückssache bei Serienaufnahmen einen Treffer zu erzielen. Kurz hinter der Werft treffen wir wieder auf die Gänseansammlung. Maddel hat beobachtet, wie ein Seeadler angegriffen hat. Nach der schnellen Überfahrt liegen die Menhire hinter dem Long-Boat vor Anker. Der Schuttledienst bringt uns in den Hafen. Plötzlich Winken von einer Yacht. Renate und Rolf bitten in der Cockpit ihrer“ LaLaguna“ zum Kaffee. Beeindruckt vom Wellengang und den Schaukelbewegungen der Menhire gebe ich für die Rückfahrt Sturmsegel vor. Später ärgere ich mich ein wenig – Normalsegel wären auch verträglich gewesen. Der Wind hat leicht auf West gedreht, doch die Schiffe werden Richtung Brücke abgetrieben – so werden sie auf die letzten Meter geschleppt. So sitze ich Stunden später – der Rücken durch den Seegang gemartert – im Büro. Da sehe ich, dass drei Boote noch verholt werden müssen – es ist Meikes Crew, die hier noch etwas dazulernen muss.

20.06. 38 Schüler!

Die Segel-AG läuft mit 26 Leuten ein, zwei Grundscheinler kommen noch hinzu. Maddel ist verunfallt, sein Fahrrad hat ihn abgeworfen. Glücklicherweise kann er noch die Theorie machen. Ich versuche, einen Termin für ihn bei Feldhoff zu machen, kümmere mich gleichzeitig um die Verteilung der Schiffsführer: Claus, Dieter, Volker, Markus, Dennis, Holger nehmen sich der Neulinge an, während ich die Fortgeschrittenen im Freisitz versammle. Mit einigen Möwen und einem Menhir geht es Richtung Dalben, wo der böige Südwester in die Segel bläst. Nachmittags reist Meike mit den Sozialpädagogen an – neun Mädels sitzen vor der Tafel. Und – welch Freude: Dennis, Claus und Volker nehmen mir die Praxis ab. Gemeinsam mit ihnen sitze ich abends auf der Veranda.

Der Dienstag wird noch windiger, die Böen nehmen zu. Meikes Gruppe ist leider nicht sehr motiviert, sie werden keinen Grundschein ablegen und vielleicht einen Mädeltag am Strand geniessen. Es sind aber auch schwierige Wetterbedingungen. Meine Gruppe segelt eine kleine Regatta zur Osttonne, das Motorboot der Segel-AG begleitet uns.

18.06. Windreher und Böen!

Am Sonntag erwartet die Schüler ein zickiger Südwester. Am Vormittag erreichen wir noch einmal Vollbetreuung. Dennis übernimmt die Gruppe von Markus, ich steige an Bord von Maddel’s Crew – erkläre noch einmal das Spiel der Windfäden in der Fock. Der Dreieckskurs beginnt mit einem Raum- bis Vorwindkurs, durch die Winddreher sind Halsen unvermeidlich – grobe Ansage: Segel auf und Kopf runter. In der Kreuz werden sie gefordert, die Böen spielen dabei unvermittelt ihren Tusch. Für die Ausbildung eine der schwierigsten Ausgangslagen, deshalb muss ich die Leistungen vor den Augen der Schüler ausrichten: wenn Ihr es grob schafft, den Kurs zu segeln und heil am Steg ankommt, seid Ihr gut. Alle Schiffe segeln selbstständig, Henning und Volker gehen aber als Beruhigungspille noch einmal an Bord.

Parallel macht Gelbfieber seinen ersten Ausflug, sucht später seine Boje. Gerd und Stanzerl versuchen sich auf dem Laser. Später ziehe ich mit Henning, Dennis und Stanzerl zur Seebrücke. Dank Fußball ist es sehr ruhig. Auf der Wulfschen Veranda beenden wir den Abend.

17.06. Gelbfieber und Gewitter

Annabell segelt mit Markus ihre Prüfung unter den Augen von Dennis. Cata und Christian kümmern sich um „Carstens yellow dream“ – er ist wieder da und liegt am Steg. Bernd und Dennis gliedern sich ins technische Support-Team ein. Stanzerl schaut mitgenommen aus der Wäsche, nachdem sie „Daisy“ mit einem neuen Unterwasseranstrich versehen hat. Im Schulungsraum sitzen 15 Neulinge, die auf sechs Menhiren dem Wind auf die Spur kommen sollen. Erfreulich: zwei neue Schiffsführer von Fehmarn – Edu und Markus helfen mit der gewohnten Crew um Maddel, Volker, Dieter, Henning, die Ausbildung an zu schieben.

Post von Maik: 26 Grundscheinprüfungsbögen zum Korrigieren. Eine Wiederholung – doch fallen wieder sieben Leute durch. Die Führerscheine müssen vorbereitet und gestempelt und die Passbilder den Personen zu geordnet  werden, weil die Beschriftung nicht immer eindeutig ist. Es fehlen noch Daten.

Es liegt in der Luft – Dieter hat es schon angekündigt – ein Böenkragen kündigt ein kurzes Gewitter an. Gerade zum Ende der Ausbildung werden die Crews geduscht. Im Motorboot nähere ich mich einem Menhir, der noch weiter vom Steg entfernt ist. Maddels Crew, klar, dass er sich nicht abschleppen lassen will. Nachdem alle Boote verholt und vertäut sind, Gelbfieber ein neues Bugstrahlruder hat, erlaben wir uns an einer leckeren Tomatensuppe, bevor die Karten sprechen. Acht Böcke müssen abgearbeitet werden – so klingt der Abend aus.

14.06. Allein mit Annabell!

Nachdem ich am WE meine drei Damen in einem seglerischen Reifungsprozess habe erblühen sehen, haben wir mit Anita und Alf ihren ersten Hochzeitstag gewürdigt. Genau vor einem Jahr haben sie in der Segelschule das kirchliche Ja-Wort einander gegeben. Am Abend bringt Anita Alf und zwei weitere Leute nach Kiel. Hier werden sie ein traditionellen Fischkutter übernehmen und nach Heiligenhafen überführen. Der Westwind treibt sie – zwei Schothörner reissen – eine Patenthalse – jetzt liegen sie sicher auf der Slipanlage von Holger.

An diesem Montag schalte ich von 40 auf einer Schülerin herunter – Annabell – unsere dritte Solokünstlerin in diesem Jahr. Westwind drängt nun böig in die Segel. Wir wagen uns kurz zum Dalben. Auf der Rückkreuz Perlenkette von vorn und achtern. Düse – plötzliche Windabdeckungen – da gilt es unter Sturmsegeln auf wenige Meter Fahrt zu machen, um die Wende zu schaffen. Werftseitig kreuzen wir auf engstem Raum – einige Yachten zollen dem kleinen tapferen Menhir, der seine Luvmeter erkämpft, Respekt. Der Himmel belohnt uns mit Sonnenschein. Meine Schülerin zeigt sich erfreulich gelehrig – ihre kleinen Waterloo-Punkte: Klampe belegen, ein Muster, welches sich ihr nicht erschließen will. Wahre Wunderwerke zeigt sie bei der Vergewaltigung des Kreuzknotens – habe ich in 48 Jahren Segelschule so noch nicht erlebt.

Am Dienstagnachmittag segeln wir in den Yachthafen,  die Yacht ihrer Eltern liegt dort. Wieder die Herausforderung aus den Sturmsegeln in kürzester Zeit Fahrtpotential für die Wende zu erwirtschaften – Windlöcher und Kurzböen geben den Takt an. Zwischendurch entwickele ich den Aufgabenbogen für die Nachprüfungen durch Maik in Lüneburg. Der See mit acht Stegen mit Aufschießerkalkulation unter der Verwendung der Begriffe: anluven, abfallen, die jeweiligen Segelstellung unter der Berücksichtigung der Notwendigkeit zu Wenden oder zu Halsen. Dazu kommt noch eine kleine Ausweichspezialität und eine Verständnisfrage bezüglich Stellung der Segel und Kursänderungsverständnis. In der Praxis zigmal Vollzogenes in die Zeichnung umsetzen – Überbau im Sinne der Nachhaltigkeit ‡).

Abends erholen sich Andrea, Jean, Matthias – kurz auch Marina – beim Doppelkopf. Maddel zieht sich leider früh zurück – Sonne und Wind erzeugen eine gute Müdigkeit. Wir spielen bis kurz vor Mitternacht. Andrea erstrahlt in einem bombastischen Punktestand. Eine Serie von durchgehenden Herzstichen spottet jeder Wahrscheinlichkeit. Eine stille Hochzeit musste ich, da Jean schmeißen will, in ein Trumpfsolo verwandeln. Zweimal gibt es die 30-iger-Falle. Ich freue mich für Andrea ...

Am Mittwoch bleibt mein Blick aus dem Fenster an den Menhiren hängen: wer treibt dort um 0830 Uhr sein Unwesen? Es ist der Holger aus Lübeck, der nach längerer Zeit wieder als Schiffsführer helfen will. Welch ein Wandel – kann ich doch nun die Schülerin auch richtig beobachten, denn Holger will, um wieder hereinzukommen, den Tag mit uns verbringen. Zum Vormittag serviere ich die Halse, am Nachmittag kommt das „BüB“ als Dessert dazu. Chile wird ca 50 Mal gefischt. Zuweilen wird das Abfallen durch kurzfristiges Anluven getarnt, die Kuhwende in eine verständnislose Halse verwandelt … es dauert. Doch als ich endlich von Bord gehe, funktioniert es besser. Ich denke: das ist es, das Ausprobieren, denn meine Anwesenheit übt einen Druck aus, so finden die Manöver aus dem Fenster meines Büros betrachtet Anerkennung. Das Schöne ist, sie will lernen, Holger will sich wieder einspielen, das macht schon Freude … doch musst Du Dich auch zurücknehmen, um Entwicklung zu zulassen.

Nebenbei – ein Verleih! Familie hat schon mal bei uns gesegelt. Frage: wo dürfen wir segeln. Meine Erinnerung hakt: na, ja – bis zum Dalben, Fehmarn verbiete ich. Um 14 Uhr Richtung Insel starten. Mißtrauisch verfolgen wir den Start der vierköpfigen Crew. Meine Telefonnummer haben sie eingespeichert. Mit dem Fernglas beobachte ich ihre Wenden. Schon bei halbem Wind killen die Segel – das kann nichts werden. Einige Zeit verbringen sie auf Grund. Nach zwei Stunden klingelt mein Telefon – sie schaffen die Kreuz zurück nicht. Also rausfahren, auf den Haken nehmen. Holger ist so nett, das Schiff mit den Leuten zu klarieren. Im Nachhinein ärgere ich mich, hätte ich sie doch vorher auf einen Übungsschlag in der Bucht verpflichten sollen. Holger kündigt sich für den nächsten Tag wieder an, so kann ich mich um das Büro kümmern, wo beständig Anfragen eintrudeln ....

10.06. Die erste Schlacht!

…ist geschlagen. Leicht böiger Westwind treibt zehn Menhire, 37 Schüler und 11 Helfer an. Fine bei mir an Bord, vier Schülerinnen üben Kurshalten, Vorwindkurs und Kreuzen … nachmittags lässt die Konzentration dann schon merklich nach – die Theorie im Freisitz zerbröselt in der Ablenkung. Das Klarmachen der Schiffe zieht sich hin. Maddel schnappt sich meine Damencrew, während mir ein Problemschiff bleibt: drei Jungs, die sich vehement im Weg stehen, können erst nach einer Stunde auf die Bahn gebracht werden. Mangelnde Konzentrationsfähigkeit und pädagogische Taubheit fordern mich heraus …

Am Dienstag fahre ich mit dem Motorboot Sicherung – die Theorie läuft komplett in einem Raum. Nach 16 Uhr wollen einige noch segeln – ich freue mich über das Engagement, erkläre die Windsituation am Steg. Doch dann werden meine Nerven strapaziert – mit dem Ausdruck größter Unschuld krachen zwei Menhire gegen den Steg. Sie sollen die Manöver gleich wiederholen.  Molenlieger – Vorliek des Großsegels wird nicht in den Mast eingeführt es reicht – ich breche die Ausbildung ab ….

Am Mittwoch beruhigt sich die Lage, die Theorie wird ausgebaut – zwei Stunden lang wiederholt Maddel fast den gesamten Stoff. Maddel und Jan arbeiten noch direkt an Bord. Jan verlängert extra um einen Tag, nimmt dann als Bonbon auch noch nacheinander einige Jungs auf den 470iger mit. Trotz aller Appelle wollen die Schüler Grundscheinprüfung machen. Maik gibt sich voll in diese Aufgabe, möchte seine Gruppe nach vorne bringen.

Am Freitag übernimmt Herr Dennis die Begutachtung der gewonnenen Fähigkeiten. Es zieht sich hin, nachdem drei Gruppen ihre Theorie geschrieben haben, nehme ich die Knoten ab. Just in der Zeit schläft der Wind fast ein. Er kommt erst wieder am Ende der Prüfung, ich nutze es zur Wiederholungsprüfung von zwei Wackelkandidatinnen. Leider fallen viele in der Theorie durch, einige müssen sich auch einer Nachprüfung unterziehen, die Maik aber in Lüneburg machen wird. Erschreckend oft wird angekreuzt, dass der Wind beim Segel setzen von hinten kommen soll, der Unterschied zwischen Wende und Halse, die Abfolge beim Ablegen, die Ausweichregeln ….

Eine anstrengende zum Schluss aber auch erfreuliche Woche geht zu Ende. Für den fleißigen Prüfer gibt es Steakstärkung. Zuvor hat er sich noch mit einigen Schülerinnen fotografieren lassen, die sich auf den Laufsteg des Flirtens begeben haben. Am Samstag betreue ich drei Damen auf dem Menhir, nehme am Vormittag einen zukünftigen Hilfssegellehrer mit und am Nachmittag Rolf, der eine Reviereinweisung bekommt. Flutschfinger ist zum Sonnenaufgangssegeln mit Hobbit, Flo und Steffi unterwegs gewesen. Dennis führt das Long-Boat aus und stellt seine Aufenterfähigkeiten unter Beweis, während Stanzerl im Kajak einen rosa Flamingo kapert ....

03.06. Ostwindlage

Schnupperleute am Wochenende. Dieter und Maddel sind im Einsatz, frische Winde bringen gute Erfolge. Drei Damen aus dem Hamburger Raum, ein Pärchen und zwei stattliche Herren aus Fehmarn. Am Montag gibt es wieder eine Überraschung: Anna kommt als Einzelschülerin – von Franky empfohlen. Sie hat nun abwechselnd einen Maddel- und einen Ralphtag. Der Oster baut sich nachmittags immer auf, in der Düse an der Werft und vor der Brücke verschärft er sich – dabei immer die Sonne ....

Am Donnerstag geht es in die Welle, gemeinsam mit den Yachten, die für die SKS-Prüfung üben, kreuzen wir Richtung Osttonne. Zwischen den Zeilen der Tage entsteht der Boden für das Optizelt. Große Hilfe kommt von Heiko, der mit Blumen eingelaufen ist. Parallel hole ich das Zeltgestänge aus dem Schlafraum. Es ist ja nummeriert, doch die Logik, von mir vor Jahren entwickelt, will sich uns nicht erschließen – erst Maddel kann das Rätsel lösen.

Am Freitag segelt er mit Anna nach Fehmarn – die Alternative „Kentertraining“ wird umschifft. Auf dem Rückweg bricht der obere Mastbolzen, die Oberwanten fallen aus – doch glücklich laufen sie wieder ein. Abends zaubern Henning und Micha einen Spargelsalat, wir essen Reste von ihrem Törn, der bei dem Wind gut gelaufen ist.

Am Samstag sitzen fünf Schüler vor mir. Ich segle zunächst mit einer lustigen, aber pädagogisch fordernder Damencrew. Büb ist angesagt. Anna ist vormittags mit dabei, nachmittags wechselt sie zum Segelverein – Warderregatta. Später kommt sie wieder zu uns, Kentertraining ist angesagt. Nils ist mit einem Jungen zu Besuch, der Kameraführung lernen soll. Er geht auch mit an Bord der Möwe. Hier zeigen sich die Grenzen der Kondition. Ähnliches Manöver vollziehen Antja und Hans, den Menhir vor Anker, versuchen sie vom Wasser aus an Bord zu klettern. Inzwischen steht das Zeltgerüst, das neue Dach passt. Laut Maddel nicht, weil es viel zu sauber aussieht, verglichen mit den anderen Planen.

Abends gibt es Heikonische Gemüsepfanne – sehr lecker – danke! Am nächsten Tag stellt sich heraus, das neue Dach ist doch anders, die Seitenteile können nicht angehängt werden, so muss das Alte auf das Neue ... Heute segelt die Hamburger Kentercrew auf der Möwe – die Damencrew erfährt eine Einweisung auf dem Motorboot, legt dann mit dem Menhir für den Übungskurs ab. Julian bastelt an Flutschfinger, ein Verleih geht raus. Antje und Hans segeln gen Fehmarn – gerade laufen sie am Steg ein.

Erste Vorboten der Schulklasse, Dennis legt mit seinem Bulli an, Stefan, den wir über Peter kennen, kommt als Begleiter der Waldorfschule, die erst gegen 19 Uhr eintreffen wird. Langsam habe ich genügend Schiffsführer beisammen, wenn denn alle kommen, denn Morgen müssen 10 Menhire in den Einsatz. Zuvor folge ich mit Dennis einer Einladung von Fine, die auf dem Graswarder zum Essen geladen hat.

25.05. Ein flautiger Morgen!

Erschrocken stelle ich fest, die Badeplattform ist besetzt. Zwei Männer, zwei Flaschen Bier, wahrscheinlich war auch noch eine Frau dabei, die mir am Anfang der Brücke entgegen kam. Ich gehe also in meine Übungsstellung, sehe ich doch einen großen Strahl, der im Bogen von der Plattform ins Blaue schießt. Endlich machen sich die Männer auf den Weg. Es ist 0530 als ich meine Sonnenbegrüßungsrituale an meinem Lieblingsplatz machen kann. Zurück ist auch schon Stanzerl auf: gleißendes Licht und Vogelgeräusche haben sie geweckt.

Hinter mir liegen 3,5 Tage Einzelunterricht. Unzählige BüB’s mit St. Lucia auf Motorboot und Ghana auf Merkur später kommt am Freitag die Prüfung: sie macht SBI und See, ist gut vorbereitet und motiviert. An Hand der Karteikarten gehen wir schwierige Fragen durch – es geht um Begrifflichkeiten ... Zwischendurch kommt ein Paar mit einer kleinen Jolle,  die Hilfe beim Aufriggen brauchen. Mit zwei Kindern sitzen sie nach einer Weile im Boot, können nach mühsamen Start einige Schläge in der Bucht machen. Dann kommt der frische Wind aus Ost. Wir setzen jetzt Sturmsegel, mein Knie meckert bei den Wenden. Wind und Sonne lassen mich abends müde in die Welt schauen.

Axel ist von der Prüfung angetan, gute Kreuz, sichere Kommandos, gute Halsen, gelungenes BüB bei Welle – meine Schülerin wird den Anforderungen mehr als gerecht. Heute muss sie in Lübeck ihre See-Theorie schreiben. Hoffentlich kommt sie wieder, um die Möwe und andere Jollen zu segeln – sie hat Talent. Abends kommen Henning und Micha, die auf Törn gehen wollen, Stanzerl gesellt sich zu uns – nach Grillgut und Weinprobe liegen wir lesend im Bett.

22.05. Pfingstmontag

Der Ostwind baut sich langsam auf. Chaos beim Ablegen der Möwen. Zu wenig  Schwert, zu wenig Leekrängung, die Segel zu dicht. Besonders die Sturmsegel verzeihen das nicht – Querlieger am Steg. Im Westen nichts Neues, wer den Menhir nicht ganz in den Wind bringt, beutelt den Steg, wer den Aufschießer zu eng fährt, bleibt vor ihm stehen, driftet mit Glück noch hin oder fällt zur Landseite ab. In einem Fall kommt es zur Pfahlhalse, die Großschot verklemmt dort. Wir kommen jedoch ohne Molenlieger davon.

Es ist aber auch der Laserwind: Gerd segelt an seine Grenzen und darüber hinaus, Dennis , Stanzerl, Maddel, Mareike und Stephan preschen durch das Blau des Wassers. Die Menhire mit Normalsegeln können sich kaum noch aufrecht halten. Herr Dennis verbringt mit Helfern seinen Kat an den Steg. Dazu Sonne, Sonne, Sonne …..

Abends sind die Helden dann müde – der weiter auffrischende Wind heult in den Bäumen, gibt ein Pfeifkonzert im großen Yachthafen, die Masten der Yachten bilden die Orgelpfeifen. Eine schönes Pfingsterlebnis. Mit leichten Winden beginnt es, baut sich langsam auf.
Kentertraining, Fehmarntörn und eine kernige Brise zum Abschied. Optimales Wetter und dank Dieter, Maddel, Folker, Julian, Dennis und Heaven klingt in schöner Atmosphäre der Montag aus.

21.05. Saisonstart

Mit fast zwanzig Prüflingen für den Sportbootführerschein See beginnt die Saison. Viele Stunden verbringe ich auf dem Motorboot, Navigationsnachhilfe. Leider fallen vier Leute in der Theorie durch – ich denke über weitere Konzepte nach, die dem Ankreuzverfahren gerecht werden können.

Ostern zeigt sich nass und kalt. Doch dann kommt eine gute Wetterperiode, die bis Heute anhält. Erste Schnuppersegler und eine kleine nette Studentencrew aus Darmstadt bringen Leben in die Schule. Ende April kommt die Segelsparte des FC St. Pauli – Henning ist als Fan dabei – hilft mir sehr viel. Im Mai kommt Sonja mit ihrer Schulklasse aus Lüneburg, zwanzig Jugendliche wollen in fünf Tagen den Sportboot Binnen erwerben. Sehr viel in kurzer Zeit, das bedeutet Stress und Überstunden, ich frage mich, ob die Schüler nicht mit einem Grundschein besser bedient wären.

Für den ersten Tag kann ich genügend Schiffsführer finden, die Schwachwindlage unterstützt den Einstieg … Maddel, Dieter, Henning, Julian und Johannes sind dabei …. Nach der Prüfung kommen ein paar ersehnte ruhige Tage. Maddel bringt fleißig einen Menhir nach dem anderen und einige Möwen zu Wasser. Ich schleife an einem Tag acht Unterwasserschiffe und streiche sie am nächsten Morgen. Meine Füße sind blau, durch die Schuhe und Socken ist der Staub bis auf die Haut gedrungen. Langsam nehme ich meine Walkrunden wieder auf. Der Besuch bei einem Schmerztherapeuten in Hamburg hat geholfen.

Der Steg füllt sich, Flutschfinger, Lothar, zwei Motorboote drängen sich auf der Westseite …. Christian will Gelbfieber wieder zum Segeln erwecken … Pfingsten strömen 25 Osnabrücker in die Schule. Nach ersten Einweisungen und Kentertraining haben wir Gestern einen Fehmarntörn gestartet, mit dabei das Long-Boat unter Segeln. Herr Dennis hat dem Boot wieder Leben eingehaucht – er schnitzt einen Besanmast und –baum, dessen Segel für einen See-Kurs bei einem Segelmacher entsteht. Mit sechs Menhiren gehen wir an der Mole von  Orth vor Anker. Auf dem Rückweg belebt sich der Wind, wir landen bei strahlend blauem Himmel an.

20.05. Sri Lanka

Mitte Januar brechen Stanzerl und ich Richtung Sri Lanka auf. Wir besuchen Mirja und Felix in Colombo, reisen per Bus, Bahn und Tutuk zu unserem Strandziel. Die Unterkunft liegt direkt neben einem Windrad, die hier die Gegend bevölkern. Delfintour schließt sich an. Die folgen den Thunfischen, so jagen die Touristenboote rücksichtslos über die Wellen, fragen zwischendurch die Fischer. Steißbein und Rücken freuen sich. Dafür erleben wir einen großen Schwarm der silbernen Sympathiefische. Weiter geht es zu einem Baumhaus, das vor einem solchen steht.

Mit dem Jeep geht es auf Safari: Elefanten, Büffel, Krokodil, Schildkröte und wir haben das Glück, einen Leopard zu sichten. Im Norden wohnen wir in einem indischen Hotel, das Gebiet der Tamilen, die dem verschnörkelten Hinduismus frönen. Er passt in die Buntheit, die wir hier erleben. Selbst die Tuktuks sind maximal geschmückt und verziert. Die heiligen Kühe werden verehrt, sie dürfen sogar in die Geschäfte hinein. Wir wollen eines der Forts besichtigen, die hier an der ganzen Küste verteilt sind. Portugiesen, Holländer und Engländer haben sich die Klinke in die Hand gegeben, Spuren hinterlassen. Von dort geht es in das Hochland, eine alte Kaiserstadt wollen wir erleben.

Unsere Unterkunft gehört einem deutschen Affenforscher. Wir sitzen direkt am See, wo uns zwei Elefanten erscheinen, die von einer Insel aus Richtung Land geschwommen sind. Sie sind zu einem Problem für die Bevölkerung, weil ihr Nahrungsbedarf auch vor deren Feldern keinen Halt macht. Fast überall sind deshalb Elektrozäune gespannt. Die Affen, die besonders in den kleinen Läden klauen, versuchen die Leute mit Böllern zu vertreiben, neben dem allgemeinen Hundegebell ein weiterer Grundton, der uns an die Ohren spült. Glücklicherweise besuchen wir die Ruinenstadt am früheren Morgen – so entkommen wir den Scharen der anderen Besucher. Immer wieder kehrendes Bild: Mönche in orange oder burgunderrot zwischen den Zeugnissen der Kaiserzeit. Doch schon vor 1000 Jahren haben die Regenten erkannt, wie wichtig die Wasserversorgung ist. Bis Heute gibt es über 16 000 künstliche Seen, die in der jeweiligen Regenzeit das kostbare Nass aufnehmen, so die Reisernte auch verdoppelt haben. Viele alte Anlagen scheinen auch Heute noch zu funktionieren.

Eine Elefantensafari: wir sehen eine ganze Herde, es sind aber nur wenig Stoßzähne zu sehen. Durch die intensive Bejagung sind sie quasi weggezüchtet worden. Der Rüssel, die verlängerte Nase, verfügt über mehr als 40 000 Muskeln, dient als Tast- und Riechorgan, deren Fähigkeiten die des Menschen um ein Vielfaches übersteigen. Wir erleben zwei Exemplare bei einem ausgedehnten Rüsselkampf oder – Liebesspiel, manche sollen ihn aus zum Masturbieren verwenden – Sachen gibt’s ….

Im Zahntempel Buddhas haben wir unsere Schuhe kostenpflichtig zur Verwahrung abgegeben, kommen aber nicht hinein, weil wir kein Ticket haben, welches für uns nicht ersichtlich ganz unten am Eingang hätte gekauft werden müssen – wir verzichten. In mir regt sich auch eine gewisser Widerwille gegen diese Reliktverehrung, die es wohl in fast jeder Religion gibt – ich erinnere mich an die Hype um die Bundeslade in Äthiopien. Diese Dressur der Gläubigen wird in der Prozession vervollkommnet, bildet eine emotionale Wucht, die gerne auch in die falsche Richtung laufen kann…

Über viele Serpentinen schrauben wir uns in das Hochland, erreichen nach einem kleinen Marsch Lands-End. Eine Abbruchkante, die einen schönen Blick auf die Hügel und Berge frei gibt, uns auf dort wabernde Wolken wandeln lässt.  Idyllische Eindrücke vermitteln uns die Teeplantagen, die zur gemütlichen Wanderung einladen. Lipton’s  Seat – unser Ziel. Der Engländer gilt als Erfinder oder zumindest als Verbreiter des Teebeutels, in denen aber zumeist nur mindere Qualität landet. Eine Teafactory will uns diesen Prozess, der Teeveredlung näher bringen. Im Verkaufsraum kostet die billigste Ladung zum Mitnehmen immerhin 20 €. Vor dem Hintergrund, dass die Teepflücker zumeist Tamilen sind, die einen Geringstlohn empfangen, schmeckt auch der goldene Tee etwas fade….

Rücksturz zur Küste, wir landen nun in einem wirklichen Baumhaus. Die Äste schlängeln sich durch den gesamten Raum. Vor dem Klo hilft eine Astgabel beim Aufstehen. Wir wollen Wale sehen, obwohl ich Bedenken habe, ob die auch uns sehen wollen, landen wir auf einem Schiff mit ca 60 Touristen, die auch noch von anderen Booten begleitet wurden. Gemischte Gefühle: wir sehen Pilot-, Grau- und Blauwale. Oft nur die Rücken, zuweilen aber auch die majestätisch aufragenden Schwanzflossölen beim Abtauchen. Bei den Mengen an Zuschauern heißt es dann: vorne hinknien, damit die zweite Schicht etwas sehen kann. Zwischendurch Schnorchelgänge: Seeschildkröten schweben vor uns – Stanzerl macht wieder tolle Aufnahmen….Rochen, einige bunte Fische – nicht ganz die Pracht von Galapagos, doch schon, im kleinen Rahmen, in diese Erlebniswelt abzutauchen. Im Schlussakkord treffen wir Mirjam und Felix wieder, wollen einen schönen Abend verbringen, doch aufgrund der Kommunalwahlen wird nirgends Alkohol ausgeschenkt. Wir nehmen Abschied von einer kleinen, schönen Welt mit verschiedenen Kulturen, schönen Landschaften und sehr lieben Menschen, wobei die Erosion durch den Massentourismus seine gewohnten Spuren zieht.

Ein- und Ausblendungen können eine gute Bilanz ziehen. So wird kurz nach unserer Abfahrt Frei, das Kind von Felix und Mirja geboren – sie haben uns inzwischen besucht – das neue Lebenslicht mit einem kleinen Menhirtörn besiegelt. Zum Schluss die kleine Zigarettengeschichte: ein Fischer bittet uns an Bord seines Schiffes. In seiner Erzählung glänzen die Deutschen durch ihre Hilfsbereitschaft während der Tsunami-Katastrophe. Besonders privat hätten sie viel geholfen. Nachdem wir erfahren haben, das frischer Fisch vorher über Monate in den Kühlräumen der Boote gelagert haben, dann mit Flugzeug als „ganz frisch“ nach Japan transportiert werden …. ja, wollte er eine Zigarette. Stanzerl hatte nur noch eine in der  Packung. Da meinte unser Fischer, das gehe aber nicht, weil er ja auch noch Freunde hätte, die ….. Mit ihm im Gefolge suchen wir einen entsprechenden Laden. Dort einig, er wollte ja ein ganze Packung, kommt die schelmische Bemerkung: es könnte ja auch zwei sein ….. Tja, da habe ich nein gesagt ….

15.01. Sylvester in Venedig!

Der liebe Dennis hatte die Idee.
So finden sich Stanzerl, Bettina, Heiko, Philipp, Dennis und mein kleines Ego zusammen. In unserer Wohnung, die wohl einem Architekten gehört hat, gibt es ein Klavier – abgeschlossen - , Kunstgegenstände und goldene Armaturen im Bad. Auf dem kleinen Balkon machen wir unsere Rauchpausen. In einem Theaterbau verbirgt sich ein Supermarkt, der unsere Grundversorgung sichert. Den Wein gibt es in einem kleinen Laden direkt in Plastikflaschen abgefüllt.

Wir erschlendern die Altstadt, verirren uns im Gassenlabyrinth, genießen die geschichtsträchtigen Fassaden. Die Touristenströme umgeben uns, doch es gibt kein Drängeln, die Atmosphäre ist angenehm entspannt. Leider will keiner mit mir auf die Gondel, deren Rudertechnik mich fasziniert: der asymmetrische Rumpf gleicht den einseitigen Antrieb aus.  Die Brücken fordern mein Knie heraus, sie haben alle einen hohen Bogen, damit die Schiffe drunter durch fahren können. Neben den Gondeln gibt es Wassertaxis, private Motorboote und einen gut ausgebauten Fährverkehr.

Wir kehren in ein Steakrestaurant ein: T-Bone für zwei Personen, sonst wird selbst gekocht. Philipp zaubert dünnes Kalbsfilet mit Minze in Weißweinsauce. Der Höhepunkt ist die Fahrt mit dem Wassertaxi zum Markusplatz. Es fährt mit uns in die kleinen Kanäle. Hier müssen wir beim Passieren der Brücken die Köpfe einziehen. Es ist eine wunderschöne Tour, die wir nur jedem empfehlen können. Am Canale Grande stehen wir inmitten der Menge, die das Feuerwerk mit lauten Ausrufen kommentiert. Sonst gibt es keine Feuerwerkskörper in der Stadt, wahrscheinlich wegen Brandgefahr. Stanzerl, Philipp, Dennis und ich beenden die Feier in einer Disco ….
Bei leichter Überschwemmung reisen wir am nächsten Tag wieder ab.

31.10. Absegeln 2017

Laura, Steffi und Katze – unser Discotriumvirat - zauberten ein Orga-, Deko- und Kostümfest. Segelnd in der Bucht galt es Fähigkeiten an der Kreuz und im Rückwärtssegeln zu zeigen. Im Outfit ging es dann zu Netto, galt es doch einen Melonenigel zu garnieren. Da haben die Leute schon geschaut, fragten zuweilen, von welcher Veranstaltung wir denn kämen.

Selbst die Polizei grüßte freundlich, stand ich dort im Silberanzug, pinkfarbene Perücke, rosa Balletröckchen, Jesusshirt, Fellstiefeln und Adidaslatschen! Ich musste mich ein wenig hergeben, da sonst der Maddel drohte, nicht mitzumachen. Denn es war sein Geburtstag, den wir feiern wollten.
Dennis war für die Gulaschgrundlage verantwortlich. Maddel wurde beehrt durch eine Bauchtänzerin. Dann haben wir ihn zu Wasser und in die Luft gehen lassen, versorgt mit intellektueller Naturkost. Ein berauschendes Fest und ein würdiger Abschluss für die Saison!

15.09. Wieder eine wechselvolle Woche

Die Stadt hat Ernst gemacht. Drei Halteverbotsschilder stehen gegenüber der Segelschule. Die Woche bietet Regenschauer, starke Winde und Böen. Doch am Mittwoch nimmt der Sturm seinen Anlauf. Während Dieter mich nach Bad Schwartau zur MRT fährt, ziehen sich die Wolken zusammen. Regengüsse und plötzliche Fallböen rasen über das Wasser.

Am nächsten Morgen – Ebbe soweit das Auge reicht – erspähe ich den ersten Wattwanderer. Doch Heute, am Freitag, ist das Wasser wieder zurück. Südwest mit Böen bis 7 Bft bilden den Hintergrund für die bevorstehende Prüfung.

08.09. Eine wechselvolle Woche

Am Samstag feiert Stella ihren Geburtstag an der Segelschule. Tagsüber habe ich 19 Wochenendschüler begrüßt, die ich dank der Hilfe von Maddel, Dieter, Olaf, Ina und Magdalena gut verteilen konnte. Gleichzeitig verabschieden sich die Studenten, Stanzerl und Cata reinigen danach die Küche und entsorgen viel Abfall. Immer hat mich noch die Erkältung im Griff. Am Sonntag kann ich mit Stanzerl, Cata, Dennis und Chrischi einen kleinen Ausflug zur Seebrücke unternehmen.

Am Montag stehe ich vor fünf neuen Schülern. Am Montag und Dienstag nutzen wir die Zeit mit Maren, Meryem, Ralf, Dani und Daniel, segeln solange es geht. Ab Mittwoch kommt der Regen, teils sehr böiger Wind.

Am Donnerstag gebe ich an Maddel ab, denn Dieter fährt mich zur Zahn-OP nach Neustadt, dort muss er über eine Stunde warten, bis Meißel und Fräse ihr blutiges Werk getan haben. Schon im Vorfeld hat Dieter zwei Kühlpacks für mich besorgt. So schaue ich auch nur aus Entfernung auf die Prüfung. Maren besteht ihren Grundschein, Dani und ein Ostwindler den Sportboot Binnen. Das Stück wird von Axel geleitet vor dem Hintergrund südwestlichen Flachwassers im böigen Regenkleid. In der Hand hält er aber nun das absolute Klemmbrett: pinkfarben und mit Wetterdach.

02.09. Einen Tag Wind!

Am Mittwoch baut Maddel eine kleine Laserregatta. Folker und ich wachen über die Schülerschar, checken an Bord das BüB. Die Erkältung kommt zurück ...

Der Donnerstag bringt dann endlich mal Wind. Die Gleiter sind begeistert, gekentert. Bernd erzählt, wie sie auf „Verfolgungswahn“ kurz den Spi gezogen haben, die Bugwelle hinter den Mast gewandert ist. Yogi legt mit einer Yachthalse den Menhir fast auf die Seite. Krängung, Böen – sie machen das Segeln plötzlich wieder aufregend. Abends bekomme ich Besuch von einem Nachbarn, der sich über die Lautstärke beschwert, die am Abend zuvor von einigen Personen aus dem Senioreneck ausging. Ich mache eine Ansprache. Daraufhin ziehen einige los, sich zu entschuldigen. So kann hoffentlich Wind aus den Segeln genommen werden. Irgendein Nachbar scheint sich gegen die Schule verschworen zu haben. Moritz zieht mit seinem Wohnwagen ab, alle Autos parken nur noch auf einer Seite.

Am Freitag wieder schwächerer Wind – mit Folker berate ich den möglichen Prüfungskurs. Fantasievolle Schnittchenkreationen entstehen, ein Apfelkuchen schickt seinen Duft voraus. Herr Dennis nimmt ab 11 Uhr die Grundscheinprüfungen ab. Gegen 1230 Uhr laufen Frank und Axel ein. Drei Ostwindler sind auf Übungskurs. Folker moderiert, es zieht sich bei dem Leichtwind. Bei der Motorenausbildung wird bemängelt, dass die Schüler keine Kreuzpeilung erklären können. Das ist berechtigte Kritik. Endlich die Schüler bekommen ihre Scheine, bis auf die arme Gesa, deren Führungszeugnis noch nicht eingetroffen ist. Laura bekommt von mir ein Büchlein über Knoten, Spleißen, Takeln. Solche selten gewordenen Interessen müssen unterstützt werden. Am Stegkopf versammeln wir uns zum Gruppenfoto.

Meine Erkältung hat mich im Griff, Stanzerl schläft allein – so hoffe ich doch – in ihrer Hütte. Paprika mit ganz viel Ingwer und Knoblauch sollen mich wieder auf den Damm bringen. Gerne hätte ich noch mit den Leuten zusammen gesessen, doch am Samstag warten zwanzig neue Leute auf mich ...

31.08. Leichtwindwoche!

Am Sonntag herrscht noch einmal ein Bilderbuchtag, wer kann, nutzt den Wind. Ole liegt mit seiner kleinen Yacht am Steg. Unsere Schüler dagegen machen eine künstlerische Pause. Flutschfinger legt mit großem Besteck ab. Stanzerl und Tine lasern – Christian schaut rein, er will mit seinem Finn wieder anlanden. Dieter übernimmt die Ausbildung von Yogi und Lennart.

Am Montag kommen vier neue Grundschüler. Maddel übernimmt mit Moritz die Gleiter – die Javelin wird wieder aktiviert. Abends zeigt Johanna ihre Performance – Kopfstand auf dem Surfbrett, auch dann noch als Maddel sie mit dem Long-Boat schleppt. Der Wind bleibt eher schwach – gerade für die Gleiter nur eine geringe Ausbeute.

So bleibt es auch am Dienstag – da überkommt mich eine Erkältung. So krieche ich abends früh ins Bett – wann hatte ich meine letzte Sommergrippe? Das Ordnungsamt tritt auf den Plan: es gibt große Diskussionen. Die Stadt will keine Wohnwagen, -mobile und Camper dort stehen haben, außerdem darf seit Mittwoch nur noch rechts gegenüber der Segelschule geparkt werden. Die Stadt will ihre Grünflächen, die an meinem Zaun liegen frei haben. Ihr wisst, die von Brennesseln überwucherten Flächen, die Stanzerl und Cata mühsam bereinigt haben. Moritz kassiert den ersten Verwarnungszettel. Ich werde nicht umhin können, einige Stellplätze auf dem Gelände einzurichten. Dora und Asterix müssen im nächsten Jahr wieder ins Wasser, damit wir Platz bekommen. Ich bin voller Rotz und Schleim, doch der Rachen kratzt nicht mehr so, die erste Pfeife geht schon wieder.

So mache ich am Mittwoch leise Grundscheintheorie, segele dann bei Gesa und Johanna, bei Maria und Franz, schließlich bei Laura, Ann-Kristin und Tobias. Segeltheorie mit Yogi, mit Laura das gleiche Thema danach und: der Rückspleiß, den sich Malte auch mit anschaut. Dann wieder früh in die Koje, obwohl ich noch gerne unten bei den Leuten wäre. Mareike ist kurzfristig auf Besuch gekommen.

Der Mittwoch hängt im Nebel, statt der angesagten drei Windstärken spiegeln sich die Vögel im Wasser – wo ist der Schalter???

27.08. Fehmarn, Prüfung und Nachdreh!

Axel prüft Bo und Mats, die ihre Sache auf der Möwe sehr gut machen. Besonders der Einsatz des Großsegels zum Stoppen bei BüB und beim Anlegen nötigt Respekt ab. Zwei Ostwindler und Roland segeln auf Menhir. Nach der Prüfung sitze ich mit Axel und Dieter im Senioreneck beim Zaubergetränk. Gegen 1630 Uhr erzähle ich den Schülern etwas über die Segelphysik. Später stößt Henning zu uns, es gibt gegrilltes Steak. Die Fehmeraner sind zurück, Bernd hat gut Fotos im Gepäck. Stanzerl und zwei Katamarane waren ebenfalls unterwegs.

Am Samstag wartet Dieter vergeblich auf Schüler, die trudeln erst am späten Nachmittag ein. Ich warte auf Caro und Ihre Filmcrew. Es gilt einen Nachdreh für Benjamin Asare zu machen. Mit dem Long-Boat geht es Richtung Dalben. Wegen des Lichteinfalles tuckere ich langsam auf eine Backbordtonne zu, die ich aber nicht sehen kann, weil im Vorschiffbereich die Action ist. Benji hängt drehbuchmäßig erschöpft über den Rand des Bootes, die Kamera direkt auf ihn gerichtet, während die Crew versucht, mit Tüchern und Pullovern das Licht abzuhalten. Dann geht es rückwärts Richtung Klärwerk. Zwei Stunden später sind die Aufnahmen im Kasten. Im Anschluss sitzen wir beim Grillen zusammen. Mit Benji und Caro gibt es am frühen Nachmittag einen Schluck Schlangenschnaps. Später sitze ich mit vier Leuten auf dem Motorboot. Bewundernd schaue ich Johanna und Gesa zu, die die Möwe ohne Ruderanlage meisterhaft bewegen, welch Freude sie mir damit machen ‡)

25.08. Möwewechsel

Das Kentertraining läuft, nachdem wir die Möwe gewechselt haben. Die erste ging fast unter, nach nur einer Kenterung hatte sie so gut wie kein Freibord mehr. Daniel musste so nett sein, mit uns zu tauschen. Nachmittags erkläre ich Ausweichregeln und das taktische Segeln. Julian weist die Schüler auf die Möwe ein. Ich schneide den Kenterfilm.

Am nächsten Morgen starte ich sehr früh zum Walken. Ziel ist der Beobachtungsturm der Nabu, leider verschlossen. Gerne würde ich dort den Sonnenaufgang erleben. Guter Wasserstand in der Bucht. Ich erkläre das BüB. Moritz und Maddel gehen mit ihrer Crew ins Revier. Nachmittags erkläre ich mit Folker die restlichen Knoten, um dann mit Bo und drei Studenten Motorboot zu üben. Abends zaubert Stanzerl leckeren Johannisbeer-Pfannkuchen. Der Laura erkläre ich noch den Augspleiß, dann ruft nach einem kleinen Botucal und einem Klönschnack mit Bruno über die Euterpe die Koje.

Am Freitag brechen acht Menhire Richtung Fehmarn auf. Zurück bleiben Mats, Bo, Ronald und zwei Ostwindler, die um 13 Uhr von Axel geprüft werden.

24.08. Ein Sommertag!

Nach zäher Wolkenauflösung wird uns ein sonniger Tag geschenkt. Die Bucht füllt sich mit den Booten. Contender, Katamarane, Laser 5000 und Flutschfinger geben sich ein Stelldichein. Bo und Mats bekommen endlich Gelegenheit, Laser zu segeln. Nach dem An- und Ablegen erkläre ich nachmittags die Halse und gebe abends die erste Einheit Gesetzeskunde. Die alte 505er-Plane wird ausgeschlachtet, aus ihren Resten, einer einfachen Abdeckplane und einer Dachlatte eine Behelfsplane erstellt. Jean schaut rein, will mit uns Doko spielen. Da Maddel nicht kommt, springt Julian ein.

Am nächsten Morgen nehme ich seit langer Zeit wieder meine Walkingrunde auf. Für Mittwoch planen wir Kentertraining, Möweeinweisung und für die Auffrischler eine Fahrt ins Revier.

22.08. Böiger Westwind!

Der Wind bleibt böig, doch die Möwen der Auffrischler halten sich tapfer. Am Steg gibt es zuweilen Konfusionen, den Menhiren gelingt es nicht, kurzräumig abzufallen. Die Großschot wird nicht ganz gelöst, die Steuerleute sitzen ihrer Pinne im Weg. Aufgrund der extremen Luvgierigkeit der Menhire, gelingt es nur, wenn das Großsegel ganz gefiert ist. Nebenbei suche ich noch Vorsegel für die 470iger. Ich werde fündig, wir  haben noch vier Stück in Reserve. Gleichzeitig habe ich noch eine Adresse in Kiel ausfindig gemacht, wo Segel verkauft werden ...

An einer Klampe hängt schon meine Kamera bereit, denn Stanzerl, Mareike und Stefan wollen sich den Böen stellen. Es ergibt ein paar schöne Aufnahmen. Stanzerl ist aber nach kurzer Zeit groggy, kann die Schoten kaum noch dichtholen. Als der Wind nachlässt, die Sonne durchkommt, gehen die Laser noch einmal heraus. Ab 17 Uhr ist Doppelkopf angesagt, mit Dennis, Stanzerl und Chrischi legen wir die Karten, bis die Hähnchen aus dem Ofen kommen. Unbedachter Weise wird Bratwanne mit den herrlich gebräunten Gockeln direkt auf den Tisch der Veganer gestellt. Erschrocken wechseln wir den Tisch, um uns dann den fleischlichen Genüssen hinzugeben. Beim Doko lösen uns Hobbit & Folker ab – die Koje ruft ...

21.08. Sonntagsausklang und Beginn der Studentenwoche

Die OSGler kommen gerade vor dem ersten Regen wieder rein. Eine Fock ist zerlegt. Nach einer längeren Mittagspause legen sie ein weiteres Mal ab. Wir wissen nie, ob das Gewitter und die Böen kommen, doch meist werden wir verschont. Mit Folker mache ich den ersten Listenvergleich. Einige Neukunden schauen ins Büro, wollen Montag vielleicht noch einsteigen.

Die Mädels wollen spielen – Fine, Cata und Stanzerl vollführen in ganz eigener Grazie Surfbrettpaddelyoga. Danach sitzen sie in den Kajaks, ihre Augen verbunden, über Smartphone verdrahtet, bekommen sie von Dennis und Chrischi Anweisungen, ob sie links oder rechts paddeln müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen: Motto: Man(n) spricht – Frau tut! 1845 Uhr kann ich den entsprechenden Videofilm zeigen. Gegen 19 Uhr Hausbesprechung. Die Tochter von Steffi tanz vor mir dabei auf dem Tisch. Im Smoker werden acht Hähnchen gegart – nur drei können wir vertilgen. Die Studentengruppe hat derweil den Grill angeworfen.

Am Montag warten wir auf die Neuen, haben 10 Minuten vor 9 Uhr eine kleine Segellehrerbesprechung bei mir oben. Die Anfängergruppe  wird nach dem Unterricht auf die Menhire verteilt: Nele, Dieter, Klaus, Bernd und Julian sind die Schiffsführer. In der Auffrischungsgruppe, die dann doch 17 Personen umfasst, werden Maddel und Moritz von Merle und Hobbit unterstützt. Die Urlauber – Steffi, Cata, Chrischi, Ben, Mary und mein Stanzerl – sitzen der Wetterunbilden wegen noch auf der Lästerbank, spielen mit der Tochter von Steffi – lassen den Tag dahingleiten.

20.08. Prüfungen, OSGler und Schichtwechsel!

Die Schnittchen stehen bereit. Südliche Schwachwinde mit Abdeckungsbereich. Die Grundschüler sitzen unter den wachsamen Augen von Herr D. an ihren Prüfungsbögen. Axel kommt gegen 14 Uhr, lässt auch zunächst schreiben und steht dann bei flottem Nieselregen am Stegkopf. Dieter übernimmt die Betreuung, so kann ich mich um die Liegenschaften im Büro kümmern. Ostwind ist wieder mit einer Person dabei. Endlich kann ich die Zaubergetränke bereiten. Ich bedanke mich bei beiden Prüfern für ihre Geduld dem Regen und Schwachwind gegenüber. Schon heißt es wieder Abschied nehmen, einige Schüler rüsten zum Aufbruch. Es war eine nette, angenehme Gruppe. Abends zaubert Dennis im Smoker Rippchen. Das Dinner findet durch den Regen bedingt in unserer Bootshalle statt. Wohl befüllt  suche ich vor der Neige der Linie die Koje auf.

Samstagmorgen, mein Puls schnellt hoch, steht doch ein Kat mitten in der Einfahrt. Während der Walkingrunde lege ich mir eine Strategie zurecht. Mit Ulis Hilfe bugsiere ich den Kat auf die Straße und schließe das Tor ab. Es sind halt breite Boote, die für nur zwei Personen unheimlich viel Platz beanspruchen – schnell wird das Gelände wieder zugestellt. Doch Ben ist einsichtig, legt sein Schiffchen vor Boje, entsorgt den Trailer ... Der OSG ist mit seinen Gleitwilligen vor Ort. Vormittags – Böen 7 Bft angesagt - segeln sie unter der Regie von Moritz in der Bucht, nachmittags suchen sie den Dalben auf. Mein liebes Stanzerl mäht den Rasen. Ich räume Hütte, mache Listen für die nächsten beiden Wochen. Die letzten Schüler verabschieden sich, neue treffen schon wieder ein. Nachmittags Spaziergang zur Seebrücke, Eis und ein Frauenpaar, das an der Strandbar standesamtlich getraut wird. Abends gibt es Restrippchen mit einer tollen Barbecue-Brombeersauce, während ich unter dem Beisein von Stanzerl und Dennis ein weiteres Zukunftsgespräch führe.

Am Sonntag letzte Hand an die Hütte legen. Maddel und Moritz bereiten bei Flachstwasser einen Ausflug in die Bucht vor. Starke Böen sind angesagt und nachmittags Gewittergefahr…..

18.08. Vor dem großen Regen

Am Donnerstag lasse ich mich vom Farbenspiel des Sonnenaufganges und dem Flug der Gänse faszinieren. Taktisches Segeln und Knoten zur Vorbereitung auf die Prüfungen werden geboten. Dann erwartet uns ein zickiger Südwester. Die Pfadfinder sind zum größten Teil auf die Möwen umgestiegen. Da einige kein Deutsch verstehen, lernen sie mehr oder weniger intuitiv. Dafür machen sie ihre Sache gut. Nur Volker hat seine liebe Not, einer gekenterten Jolle Anweisungen zum Aufrichten zu geben. Alina, Mareike, Philipp und Michael kommen ohne Kenterung durch. Andreas aus Martins Gruppe der einzige, der Prüfung machen will, segelt mit Nikolas und Lukas. Ich erkläre an Bord noch einmal die Halse. Ulrich trainiert mit Kristina, Vera hat leider Rücken. Mats und Bo versuchen, ihre Jolle ohne Ruder zu steuern.

Zwischendurch lande ich beim Friseur – 15mm bitte! Abends sitzen wir beim Doko im Freisitz: mit Philipp, Christel, Volker und später auch noch Esther wird es ein sehr lustiges Spiel – die Toleranzgrenzen werden ausgetestet. Kräftiger Regen geht nieder. Am Freitag südliche Wind mit stark flautigem Charakter. Wir wiederholen die Knoten, teilen die Crews ein.
Dennis, der gestern Abend schon eingelaufen ist, hat Rippchen im Smoker vor. Doch erst einmal muss die Prüfung laufen ...

17.08. Die Schule ist gut gebucht...

Am Montag findet die Einweisung der Neuschüler an zwei Plätzen statt. Im Freisitz versammelt Maddel die Pfadfinder – 14 Leute, während Merle mit ca. sechs Optis im Zelt arbeitet. Bei mir im Raum sind mehr als 20 Schüler, Studenten aus Kassel und einige Familien. Insgesamt kommen wir auf mehr als 40 Schüler für die Woche. Matthias, Dieter, Claus, Volker, Nele, Julian, helfen Maddel und mir bei der Ausbildung. Nachmittags kommt noch eine fünfköpfige Familie dazu, der arme Michel wird verhaftet, zu helfen. Ein fliegender Start, ad-hoc-Entscheidung sind zu fällen – es läuft. Allein Dieter muss leiden, weil er mit mehreren Aspiranten unterwegs ist, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ich habe eine nette Familie aus Bayern an Bord, die zunächst nur halbtägig gebucht hat, dann aber mit drei Personen upgradet.

Am Dienstag hilft uns Nils, Schüler von der letzten Woche. Wir trainieren das An- und Ablegen. Ich muss einen Menhir von der Mole bergen – Dieter bekommt eine andere Crew. Es gibt einen Crash mit Wunde ... Merle geht mit sieben Kindern auf einen Menhir, der Wind zu stark für die Optis ... Später gibt es Kentertraining mit Video. Danach noch Theorie mit Bo und Mats – Aufräumen – groggy.

Der Mittwoch lockt mit Fehmarnmöglichkeit – sieben Menhire stechen in See, während vier Menhire und eine Möwe im Revier bleiben, von mir und Nele betreut werden. Meine Crew, die ich am Vormittag trainiere, hat mittags einen Aufnahmeerschöpfungszustand. Sie segeln nachmittags mit Nele, die ein dickes Lob einfährt. Die Fehmarncrew kommt ohne Kreuz zurück. Mit Alina und Mareike übe ich auf der Möwe die Auslegerwende. Habe zwischendurch den Kenterfilm fertiggestellt. Segelphysik mit Bo und Mats ... und nun will ich 2050 Uhr den Film zeigen, um dann schlafen zu gehen. Es gibt dann doch noch einen kleinen Rum mit Christel, die uns wieder besucht. Da auch viele Andere probieren möchten, bleibt die Flasche gleich unten ….

14.08. Eine bunte Woche!

Lorenz und Merle machen ihre Sache gut, die Ausbildung läuft. Das Wetter treibt Schabernack mit uns. Trotzdem kann am Mittwoch die Fehmarntour stattfinden. Mal Sonne, viele Wolken – Wetterwechsel bestimmt das Geschehen. Merle versucht, ein Optiballett zu organisieren – ein schönes Bild, wenn sich die leuchtenden Segel in der Wende gleichzeitig drehen. Abends verzückt uns ein wunderschöner Regenbogen mit Spiegelbild im Wasser. Lorenz und Jojo belagern meinen Balkon, gilt es doch ein neues Großfall einzuziehen. Es gelingt, nachdem der Mast mit dem Handy ausgeleuchtet wurde.

Am Freitag wird es garstig, Südwest bis West mit Regenschauern ... schnell übergebe ich Nele den Koffer für die Scheinausstellungen – allerdings ohne Ösen, denn für mich heißt es, Aufbruch gen Neustadt, die Zahnklinik warte, die Wurzel allen Übels soll genommen werden. Steffi hat mich mit Kügelchen nach der OP versorgt. Mit Navi-Unterstützung, der aber nicht vertraut wird, gelange ich rechtzeitig in die Behandlung. Nein, es wird nicht geschnitten – der Termin wird auf September verschoben. Die Untersuchung des Rachenraumes ergibt keine Beunruhigung, für einen Raucher normal. Sollte besser aufhören .. So kann ich noch Theo und die anderen Prüfer begrüßen, zwei Seeprüfungen Praxis laufen, so kommt das neue Modell in Fahrt: mit einer Prüfung eineinhalb Scheine machen. SBI komplett und See-Praxis, die für den Binnenschein-Motor-Praxis anerkannt wird. Damit ergeben sich neue Perspektiven für die See-Kurse.

Am Samstag übernimmt Dieter zwei neue Schüler: Michael, der einen CD-Kurs absolviert und Jörg, der Mann von Maria, die ich vor vielen Jahren in Chile kennen gelernt habe. Ich räume in der Hütte auf, entsorge viele Neos und kaputte Westen, sortiere ... Am späten Nachmittag wollen die Segellehrer und Helfer eine Optiregatta veranstalten. Als es soweit ist, regnet es – und es wird so bleiben. Doch Lorenz, Jan, Michel, Sebastian, der Mann von Steffi, Laura, Nele und Julian sind dabei. Ein Le Mans-Start. Auf Kommando rennen sie gen Ufer, die Sprit einhaken, den Opti zu wässern, einsteigen, paddeln und los ... Auf dem Stationsboot: Volker hat sich als Fahrer zur Verfügung gestellt, Steffi mit Kind und die Freunding von Jan – in meiner Hand – die Kamera. Jan von vorne weg in Führungsposition. Unangetastet siegt er in beiden Läufen, die zum Dalben mit Raum- bis Halbwind führen und zurück nach Neustart bis zum Steg, wo Kreuz und Schwachwind warten. Laura arbeitet sich auf einen beachtlichen zweiten Platz vor.
Gleich versuche ich den Film zu überspielen, schneiden und tunen, dann die erste Kopie funktioniert nicht. Die DVD-Lade klemmt, stundenlang versuche ich mit Schraubenzieher und Ähnlichem die Notöffnung zu aktivieren. Nach einigen Stunden gebe ich auf – wäre ein schöner Abschluss gewesen. Doch am nächsten Morgen geht es weiter. Schließlich nehme ich ein Drahtstück von der Hängekartei – es klappt – die nächste Kopie gelingt.

Doch der Sonntag hat schon begonnen. Vorausschauend mache  ich Unterricht mit Philip und Esther sowie nachmittags mit Katja und Sascha aus der Altgruppe, weil wir am Montag wohl wenig Zeit für sie haben werden. Es wird ein Bilderbuchtag – sieben oder acht Menhire und zwei Optis gehen in den Verleih. Alle wollen den kleinen Sommer nach den beiden Regentagen genießen. Jannis hat seine Mutter mit zwei Freundinnen auf dem Menhir eingeführt. Jojo und Lorenz ziehen eine neue Topnante in den Verfolgungswahn. Hardy, Maddel und Volker segeln eine Runde Laser. Steffi und Gerd, Thomas H. und Sohn reihen sich in den bunten Reigen der Boote ein. Jans Mutter ist mit Julchen auf Kurzbesuch. Merles Eltern kommen mit Kuchen – Apfel und Pflaume. Dann kommt der große Abschied: Laura, Lorenz, Jan fahren nach drei Wochen ab. Es kommen aber schon die Neuen. Martin rückt mit seinen Pfadfindern an, die Studenten aus Kassel treffen ein. Gegen 19 Uhr halten wir eine Hausbesprechung ab. Im Hintergrund versuche ich genügend Schiffsführer für den Montag zu rekrutieren. Wir beenden den Abend mit einer kleinen Dokorunde im Freisitz. Jetzt guckt gerade die Sonne über die Kimm ‡)

08.08. 505er + Smoker

Am Sonntag kommen Philip und Dennis direkt von Wacken. Ich freue mich über sie, schenke ihnen das Buch „Feuer und Flamme - 100 Grillrezepte“. Wir klönen über Südafrika und die Zukunft der Segelschule. Merle, Jan, Lorenz, Laura und Lucia stecken in 3xl-Sweat-Shirts, sind mit Flyern bewaffnet, um eine Werbeaktion zu starten.

Jojo und Lorenz wollen meinen 505er segeln – böiger Südwester – ich kann ihren Wunsch verstehen, habe jedoch ein mulmiges Gefühl. Das Großsegel ist nicht hoch genug gesetzt, da fehlen noch 10-15 cm, wodurch der Großbaum extrem niedrig ist. Und dann – ich kenne das ja von mir, von früher – wollen sie einen Kavalierstart hinlegen. Der Spi wird gezogen – leider fehlt, wie Lorenz mir erzählte, die Toppnante, so kommt die Blase nicht zum Stehen. Der Spi verschwindet wieder in der Trompete.

Ich widme mich meiner Büroarbeit. Da erreicht mich ein Anruf von Michelle: der 505er ist hinter dem Dalben gekentert. Mit Merle, Lucia und Daniel machen wir Crescent klar. Da kommen sie uns aber schon entgegen. In der Abendsonne sieht der 505er gut aus, ich verspüre Lust, ihn mal wieder zu segeln, wenn die Schmerzen im rechten Bein endlich nachlassen.

Die Jungs schreiben ihren Bericht:
Wir hatten heute Gelegenheit, den 505er „Vervolgungswahn“ auszuführen. Die Freude über das gut laufende Boot erhielt jedoch einen frühen Dämpfer, da auf dem ersten Schlag aus der Bucht heraus das Fockfall riss. Segel und Vorschoter fielen über Bord. Nach dem Bergung reagierten wir mit einer Reduzierung der Riggspannung und der Umfunktionierung  von Spifall (als Vorstag) und Toppnant (als Fockfall). Da wegen Seegang das Vorschiff unzugänglich war, landeten wir dafür am leeseitigen Ufer hinter Strandhusen. Der Toppnant hielt jedoch nicht lange in seiner Klemme, dann kam die Fock abermals herunter.
Nun ohne Möglichkeit, sie wieder  zu setzen, begannen wir die Kreuz zurück zur Segelschule, nur unter Groß. Trotz des Verlaufs der Fahrt sind wir zufrieden, da wir Schäden am Material und Kenterungen vermeiden konnten.
.... Lorenz / Jojo

Interessant wird das Wiedereinfädeln des Tauwerkvorläufers für die Fock. Denn augenscheinlich ist das Fall mit dem Tauwerkauge in den Haken gehängt worden – das kann nicht halten. Fazit: sie waren mit der Technik überfordert, hätten ruhig an Land alles überprüfen sollen. In der Hoffnung auf ihre Lernfähigkeit bin ich froh, das Crew und Schiff nix Schlimmeres passiert ist.

Später verhole ich mich an das Lagerfeuer. Daniel, Lucias Freund, hat sich an den abgestorbenen Holunderbaum gemacht. Resultat: jede Menge Zunder.

Am Montag sind wir dann 30 Schüler, Lorenz leitet die Gruppe, Maddel, Ole, Volker und Jan Laisse helfen in der Ausbildung. Dennis und Philip haben das Projekt Smoker und die Umsetzung des ersten Rezeptes aus Grillbuch ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich führe ich ein nettes Gespräch mit Herrn Gabriel von der HVB. Um dem Ordnungsamt meine Willigkeit zu demonstrieren habe ich ein Schild installiert: In der Straße darf nur noch links geparkt werden, keine Wohnmobile und –wagen mehr.
Abends – das Essen ist die Wucht – sitzen wir mit Maddel beim Doppelkopf, bis mich die Müdigkeit in die Koje verweist….

05.08. Höhepunkt und Abschluss des Piratencamps II

Am Donnerstag läuft alles ganz gut, die Schüler trainieren fleißig, da kommt gegen 15. Uhr eine schwarze Wand auf, schnell breitet sie sich über den ganzen See aus. Die Jollen legen an. Der Regen schüttet uns zu. Schauer peitschen über das Wasser. Belohnt werden wir mit tollen Bildern, einem Regenbogen. Ich bin kurz beim Sportarzt, komme mit einem Zink-Leim-Verband zurück und beginne den Unterricht für die Segelphysik.

Im Hintergrund läuft die Piratenralley – schon Gestern lief das Tauwerkziehen mit zwei Menhiren. Die Affenfaust muss durch einen aufgehängten Rahmen geworfen werden, zwei Piraten nebeneinander, die Innenfüße werden zusammen gebunden, dann heißt es laufen, wobei sie nicht links und rechts an einem Pfeiler vorbeilaufen können; am Strand müssen sie an ausgestreckten Armen ein Optischwert so lange wie möglich halten, es gilt einen Stiefel so weit wie möglich ins Meer zu schleudern; aus einer mit Mehl gefüllten Schüssel sollen sie ein Weingummi mit dem Mund fischen, später werden sie mit der Wasserpistole gereinigt; weiter geht es in die Ostkurve der Bucht, dort warten zwei Optis und Menhire, die aufgebaut und möglichst schnell zum Steg zurück gekreuzt werden müssen; irgendwo gab es zwischendurch noch ein Salzstangenschnellessen.

Währenddessen arbeite ich am Film, zwei Langzeitaufnamen von der dunklen Wolkenfront und eine 35minütige des Stegkopfgeschehens werden auf eine Minute gerafft, davon 30 Sekunden für den Film gespeichert. Lucia hilft beim Ausstellen der Führerscheine. Der Freitag – Opti-, Junior- und Binnenprüfungen stehen an. Südwest drückt das Wasser aus der Bucht. Die zickigen Windverhältnisse machen den Schülern das Segeln schwer. Leider gibt es einen Durchfall in der Theorie, der Schüler hatte nach zwei Wochen noch nicht alle Fragen durchgearbeitet.  

Ich arbeite wieder mit Hochdruck am Film, der Schnitt fertig, mache ich mich an die Betitelung. Die greift erst als ich nach langem Suchen die Bildschirmauflösung vergrößert habe, dann kommt die Musik. Kontrollgucken und nach dem Abendessen wird den Kindern ihr Film gezeigt. Hervorragende Luftaufnahmen dank der Drohne von Morris. Nils läuft noch einmal zur Hochform auf: der chinesische Ball, Dosen mit am Gürtel hängender Kartoffel puschen, Personen auf Zeit in Klopapier einwickeln – da muss selbst ich ran - es wird ein langer lustiger Abend.

02.08. Piratencamp II

Am Sonntag reisen die neuen Piraten an. Heaven, Merle und Nele starten zur sonnengetränkten Hafenrundfahrt – die Drohne ist mit ihnen. Fast vierzig Schüler stehen am Montag parat, werden von Lorenz eingeführt, während Maddel die Altgruppe übernimmt. Merle hat zehn bis zwölf Optikinder zu betreuen, sie wird von Lucia unterstützt. Die Küchenlast liegt bei Elisabeth und einer externen Kochhilfe für den Abend. Am Montag wird sie noch von Pia und Anna unterstützt, die uns leider schon am Dienstag verlassen müssen. Diese Lücke wird von den verbleibenden Helfern nur unwillig gefüllt. Doch leichte Winde und besseres Wetter lassen die Ausbildung und das Camp ganz gut laufen. Nils hält seine Kinder mit vielen Spielen gut auf Trapp.

Am Dienstag schöne Doppelkopfrunde mit Sören, Heaven, Matthias und Christel im Freisitz. Der Mittwoch steht im Zeichen der Fehmarnfahrt. Markus übernimmt Crecent, Maddel und Lorenz das Schlauchboot.  Die Rückkehr dauert bei leichtem Südost sehr lange. So verschiebe ich meinen Binnenunterricht auf Donnerstag. Zwischendurch gilt es Passbilder zu machen, Anmeldekarten zu sortieren, Anfragen zu beantworten, Gespräche zu führen, Besorgungen in der Stadt, Planung für die nächsten Wochen, Film schneiden ...

29.07. Lebendige Wetterverhältnisse!

Donnerstag trainiere ich noch einmal mit den Prüflingen auf Crescent. Die Optis buntpunkten die Bucht. Die Gleiter machen sich nachmittags auf den Weg, als plötzlich Böen aufkommen. Es kommt zu rasanten Startmanövern: Melissa fährt plötzlich allein mit dem 470iger im Kreis, ein Laser startet – der Rudergänger liegt bäuchlings auf dem Schiff und schießt parallel zu Tina und Barbara raus. Von der Veranda aus kann ich das Treiben beobachten. Ein weiterer Laser kämpft sich von einer Kenterung in die nächste. Der Rest der Gleiter schafft es in die Dalbenbucht. Steuerschüssel, Crecent, Schlauchboot und Long-Boat sind vor Ort. Spannende Nahschifferfahrungen soll es in der Fahrrinne gegeben haben – so der Bericht von Birthe. Maddel wollte ihr wohl eine Leine zuschmeißen, die nirgends fest war. Mit Martin im Schlepp kommt sie zum Steg. Glücklicherweise kommt die Flotte ohne größere Schäden zurück, obwohl Maddel beständig basteln muss.

Abends gibt es noch einmal Motorenkunde und die Piratenralley: es klebt noch Mehl in den Antlitzen der Liekedeeler, stolz berichten sie von ihren Raubzügen, was sie für ein Appel und ein Ei errungen haben. Der Freitag zeigt sich mit Aprilwetter. Wolkengebirge ziehen über die Bucht, Gewitterdonner, starke Böen, Regenschauer. Die Prüfungen laufen: 10 Optis, neun Junioren, 2 Grundler und zwei Binnler, auf fünf verstärkt durch Ostwind. Bei strömendem Regen nimmt Axel die Motorprüfung ab, Scheinvergabe im Freisitz, weil der Raum besetzt ist.

Mit Birthe und Stanzerl laufen wir beim Chinesen ein, sitzen anschließend bei Markuswein auf der Lästerbank. Niklas serviert schön drapiert Cocktails. Sonja und Jens haben mit ihren Kindern – zurück vom Törn – kurz reingeschaut. Wolfgang aus Berlin lässt sich kurz blicken, ihm ist es zu trubelig hier. Die Segelschule ist auf den Hund gekommen, überall Fallstricke ihrer gespannten Leinen.

Der Samstag beginnt mit leichtem Regen. Niklas hat zwei Schnupperer zu betreuen. Aufräumen und Abreise der meisten Piraten. Stanzerl räumt die Hütte auf, kurze Zeit später liegen wieder Westen herum. Ein ständiges Kommen und Gehen im Büro, Restzahlungen, Bootsverleih ... endlich kommt am späten Nachmittag die Sonne durch, schön, sie wieder spüren zu können ...

26.07. 3 Tage Piratencamp

16 Optis und 40 Jollenschüler treffen auf Merle, Lucia, Birthe, Niklas, Maddel, Dieter, Nele/Laura, Ole und mich. Wir haben eine Überhanggruppe von der letzten Woche, Neuanfänger, Auffrischler, ca. 10 Gleiter und die Optis. Thomas leitet das Camp souverän, Annette schmeißt die Küche, unterstützt von Elisabeth und vielen Helfern. Ein schönes Wettergebilde umwölbt den ersten Tag. Bei mir an Bord: Tina, Tobi, Timo und Lisa, die ihre ersten Schritt gut umsetzen. Abends der erste Theorieunterricht meinen SBIlern.

Am Dienstag kommt der große Regen. Vormittags können wir noch gut Ausbildung machen, am Nachmittag legt der Wind derart zu, dass nur noch Theorie möglich ist. Einige unverzagte trauen sich dennoch aufs Wasser. Ein Reporter der Lübecker Nachrichten macht einige Fotos, will einen Bericht darüber schreiben. Abends das erste Gespräch über die Zukunft der Segelschule.

Der Mittwoch zeigt sich sonnig – der Sommer kehrt für einen Moment zurück: die Gleiter fahren in die nächste Bucht, die Optis können wieder segeln, die Menhire trainieren das BüB. Nachmittags gibt es ein zähes Kentertraining für die Möwewilligen, während ich mit drei Schüler auf Crescent sitze, um die Motorausbildung zu bewältigen, die gestern bei der Welle kaum zu bewältigen war. Abends Theorie, dann brechen einige zur Mittwochsregatta auf, die Piraten bekommen ihre Pizza, Morris spielt mit seinem Quadrocopter, Ole sticht dem Long-Boat und einigen Nichtpiraten in See, um die Regatta zu beobachten…

Das Piratencamp I beginnt!

Am Samstag verabschieden wir Christiane und Andreas, unter Segel erleben wir sie leider nur auf Entfernung. Nach der Filmgeschichte wollen Stanzerl und ich noch das Hafenfest besuchen, vielleicht noch eine Kleinigkeit essen. Wir erleben auf dem dänischen Kriegsschiff eine Trompetensignal, sehen das beleuchtete Riesenrad, werden dann vom Regen eingedeckt. So finden wir uns im Senioreneck ein. Hier tummeln sich schon die Leute – das Piratencamp formiert sich. Annette, Thomas, Pia, Anne und Claudia mit Arvid sind schon eingetroffen. Nach einem kleinen rühmlichen Klönschnack gehen wir in die Koje.

Der Morgenwalk ist grau – es scheint wieder Regen zu geben. Ich begebe mich auf den Boden, um die Piratenzelte und Friteuse zu finden, muß einiges umräumen. Mit Thorsten sortiere ich die Flaggen, wir bilden eine Reihe und verstauen diese sowie das Partyzubehör in den hinteren Kisten. Auf einem Rollbrett versuche ich, meine Fortbewegung auf dem Kriechboden zu perfektionieren. Papierkram sortieren, Überblick für die Woche verschaffen. Wir haben eine Gleitergruppe, eine SBI-Gruppe, ca. 18 Optis, Rest Schnupper, Junior und Grund. 

Abends, die Piraten sind fast vollständig, legen drei Motorboote zur Hafenrundfahrt ab. Mit Stanzerl und Birthe sitzen wir auf der Terrasse, bewundern den schönen Sonnenuntergang – das Wetter hat endlich ein Einsehen – und warten auf das Feuerwerk. Mein heutiger Morgenwalk wird mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.

23.07. Filmteam!

Der Samstag beginnt Regen und dem Beladen eines Menhirs mit der Ausrüstung eines Film-Teams. Eine Riesenkamera – Listenpreis um die 70000 € - mehrere Stative, Taschen mit Wechselobjektiven, Filtern werden ab Bord verstaut. Ein kräftiger Regenschauer verzögert die Abfahrt. Endlich heißt es „Leinen los!“ Bei mir an Bord: Caro, ein weiterer Kameramann, der Regisseur – das Gepäck,  fast vollständig in der Kajüte verstaut – geht es in die Kreuz nach Osten. Es gilt die Warderspitze zu runden. Das Storyboard sieht vor, dass Benji – ein Newcomer in der Hamburger Musikszene – vor dem Hintergrund des Meereshorizontes – Seewasser mit der Hand schöpft, entkräftet über Bord fällt und wieder auftaucht?

Der kräftige Ostwind mäßigt sich, wir drehen bei. Kamera und Stativ werden aufgebaut, dabei hängt aber die Großschot im Rücken von Caro. Ich muss sie dichter holen, ohne dabei in die Wende zu kommen. Spitzer Winkel zum Wind, da muss ich mit der Pinne austarieren. Birthe führt fatalistisch grinsend das Long-Boat. Benji scheint mit einem schönen Lachen zu jeder Schandtat bereit. Bühnenreif zeigt er zwischendurch auf das Logo des Segelschulpullovers, den er trägt. Aufnahmen aus verschiedenen Entfernungen, dann wieder störende Schiffe am Horizont, immer wieder neue Anläufe von Birthe, die auf Kommando Leerlauf schaltet und sich unsichtbar macht. Es klappt nicht immer, da ist ihr Kopf noch zu sehen, ihr Arm ... Beiliegend vertreiben wir geschwind gen Westen, müssen zurück kreuzen, dabei nicht zuviel Krängung, die Kamera muss gestützt werden. Wieder beidrehen, den richtigen Winkel finden und halten!

Die Zeit zieht sich – ich bin innerlich darauf eingestellt, einzig die kalten Füße nerven. Die Gesichter des Teams unterliegen einer gewissen Veränderung – schleichendes Unwohlsein und Harndrang. Doch wir nähern uns dem Finale. Zweimal muss Benji von Bord gleiten, bleibt aber nicht lange genug unter Wasser, weil ihm die Luft aus den Lungen gepresst wird! Beim ersten Mal stemmt er sich mühelos ins Long-Boat, das zweite Mal sieht schon mühsamer aus. Endlich runden wir den Graswarder, in der Bucht entdecken wir vier kleine Jollen: mein Stanzerl, Mareike, Stefan und der Vater von Birthe trotzen dem grauen Himmel. Die Filmcrew wechselt auf das Long-Boat. Ich segel mit großem Metallkoffer und Stativ meinen Merkur.

Regen setzt wieder ein und den Beteiligten zu – da kommt das Signal: Rücksturz zur Erde. Auf Vorwindkurs mit durchgehendem Schmetterling passiere ich die Optiinsel, lasse das Schwert sausen und werde von Birthe in Empfang genommen. Während ich mich umziehe, die erste Bratwurst vom Grill verzehre, legt unsere tapfere Birthe von Orleans mit dem Filmteam noch einmal aufs Wasser ... Zum Abschluss gibt es Gegrilltes – müde aber hoffentlich zufriedene Gesichter umgeben mich.
Alle sind sich einig, eine sympathische Truppe haben wir bei uns gehabt. Jetzt sind wir auf das Musikvideo von Benji gespannt ǃ-)

21.07. Bilderbuchtörn und Yachten im Hafen!

Am Dienstag ruft das Wetter zu einem Fehmarntörn auf. Leichter Ostwind lässt sieben Menhire aus der Bucht kreuzen. Mit Crecente und Gummiboot besichern wir die kleine Flotte. Cornelia bei mir an Bord kann das Steuer übernehmen, so kann ich mich der Kamera, dem Buch und der Sonne widmen, allerdings macht unser Boot seinem Ruf als Schaukelkasten alle Ehre. Unter strahlend blauem Himmel erreichen wir die Orther Bucht, lassen den schweren Pflugscharanker fallen. Mit den Motorbooten shuttlen wir die Schüler an die Mole, legen uns dann an den kleinen Steg vor dem Grill, um die gewohnte Curry-Wurst zu verspeisen. Birthe manövriert die Crecent ... Für den Rückweg entscheiden wir Sturmsegel – eine gute Entscheidung. Geschwind queren die Schiffe den Sund ... ein guter Törn geht zu Ende.

Abends mache ich mich auf den Weg in den Kommunalhafen, dort sollen die Yachten vom Verein nach ihrer Mittwochsregatta einlaufen. Viel zu schnell – es ist kurz nach 20 Uhr – laufen sie ein, vorneweg der Star mit Heiner und Maddel. Später erzählt er mir, dass sie sich mit dem Spinnaker am Olifanten eingefädelt hatte und Befürchtungen um den Mast hatten.

Am Donnerstag droht Regen, doch dieser kommt erst spät am Nachmittag. So können die Schüler noch in Ruhe trainieren. Meine Andreasgruppe segelt bis zum Mittag. Eine Schülerin verzweifelt am Kreuzen. Ich gehe an Bord und kann sie etwas beruhigen. Eventuell will sie im Sommer sogar wiederkommen, was mich freuen würde. Andreas verlässt die Schule, deshalb habe ich mich mit Eva unterhalten, die die Segelgeschichte weiter tragen will. Abends gibt es noch Motorentheorie mit Cornelia und Jutta.

Der Freitag beginnt mit Sonnenschein und leichten Winden. Gegen 13 Uhr haben wir zwei Binnler, drei Ostwindler, zwei Grund-, einen Junior- und vier Optiprüfungen.

19.07. Ruhiger Wochenstart

Es sind nur zwanzig neue Schüler, die am Montag zu uns kommen. Merle bekommt sieben Optimisten. Dabei sind die Kinder von Katze und ME, von Birthe und Thorsten, der nach langer Zeit wieder in der Segelschule aufgeschlagen ist. So kann ich mich heraushalten, mit Dieter einkaufen und abends die erste Binnentheorie mit Cornelia und Jutta machen. Gegen 19 Uhr taucht noch ein See-Schüler zu einer Einzelstunde auf.

Am Dienstag übernehme ich dann die Gruppe von Andreas, der mit acht Schülern hinzukommt. Thorsten, Birthe, Niklas, Maddel und Nele helfen in der Ausbildung. Bei mir an Bord: Joy und Simon, die schon im letzten Jahr dabei waren, sowie Eva, deren Freund eine Yacht hat. So habe ich relativ leichtes Spiel. Auf Raum-  und Vorwind geht es bis zur Ansteuerungstonne, um auf dem Rückweg zu kreuzen. Nachmittags üben wir das An- und Ablegen. Ab 16 Uhr sitze ich mit Michael, Jutta und Cornelia auf der Steuerschüssel – praktische Motorenkunde. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Bei leichten Winden und blauem Himmel genießen wir das Leben.

16.07. Grüppchensegeln und Molenkrach!

Am Freitag Abend merke ich zum ersten Mal die Saison: den ganzen Tag werde ich immer wieder aufgehalten und gestoppt, es sind aber auch viele nachträgliche Geburtstagswünsche dabei, Anfrage auf Anfrage wird an mich gerichtet: eine Frau möchte anfragen, ob ein Katamaran bei uns anlanden kann, ein anderer will einen Trailer bei uns abstellen, Anmeldungen und Nachfragen ... abends bin ich erschöpft. Habe ich doch tagsüber sechs Leute aus einem Verein aus Wedel, die bei uns die Jolle kennenlernen wollen. Sie haben in Ihrem Verein nur zwei Kieljollen. Abends veranstalte ich noch ein Kentertraining mit ihnen.  

Bettina und Heiko haben sich erfolgreich Mühe mit Flammkuchen gemacht, da erst bemerke ich meinen Hunger, habe ich doch bisher an dem Tag nur ein Brot gegessen ... Ich muss mich zurückziehen, muss mal für mich allein sein. Am Samstag geht meine Gruppe auf die Möwe. Nach Landerklärung mit Auslegerbedienung gehe ich auf die Schiffe. Zwischendurch habe ich Gelegenheit, eine Mütze Schlaf zu nehmen. Denn am Abend steigt das Dinner auf der Optiinsel – Mark-Ennos Geburtstag gilt es zu feiern. Birthe und Stefan sind samt Kinder dabei. Die Kinder paddeln mit einem Opti umher, haben schon nachmittags bei Fastflaute meine Möwe verfolgt, um sich dort anzuhängen. Max hat das große Kommando.  Dennis besorgt Grappa und Linie. Die Jugend will zum Angeln. Es bleibt nur die Steuerschüssel – sie diskutieren, kommen dann mit dem Optischlauch zu uns, um zu tauschen, denn mit einem Schlauchboot kannst Du doch nicht angeln!!!

Wir verholen uns nach dem Abbau auf die Lästerbank. Kaum in der Koje bei Stanzerl, wird es draußen laut. Die Jugend spielt Flunky-Ball beschallt mit einem Ghettoblaster. Ihre Lärmentwicklung stellt die Autokraft in den Schatte und beweist: „Oropax“ hilft nicht bei dieser Belastung. Am nächsten Morgen zieht mein Donnerwetter über sie her – es dauert, bis sie sich entschuldigen .... hoffentlich muss ich das nicht so bald wiederholen. Maddel betreut seine 470iger-Damen und Niklas zwei Laserfrauen. Niklas hat Gestern zwei Anfängerinnen betreut, von denen eine am Nachmittag lieber mit Ihrem Partner auf Möwe segeln wollte, die andere aus persönlichen Gründen nach Hause musste.

Das war ein ganz schönes Wunschkonzert mit den OSGlern ... einige sind dann am Sonntag garn nicht erschienen. Hier müssen wir etwas ändern, sonst ufert es aus. Vormittags bin ich mit meiner Gruppe am Dalben, habe einen Regenschirm installiert, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Der 470iger zieht unter Spi vorbei. Mittags mach Klaus seine Binnenprüfung. Nachmittags wollen wir zur Nordtonne ... Daraus wird nix, die Gruppenleiter wollen auf 470iger, die anderen in der Bucht üben. Abends, die meisten Leute sind schon abgefahren, kommen die neue, die auch im Haus schlafen wollen. Gegen 19 Uhr gibt es die Hausbesprechung ... Zu diesem Anlass gibt es von Merle, Nele und Niki einen Apfelkuchen mit durchgestrichenem Lautsprecher :-))

14.07. Ein schöner Geburtstag!

Der erste Walk in neuen Lebensjahr. Kurz vor 5 Uhr bekomme ich einen roten Himmel zu sehen. Ich walke durch die Geisterstadt des Hafenfestes, das sein erstes Warm-up hinter sich hat. Ich treffe auch nur Sicherheitsleute. Kurz vor 24 Uhr habe ich die Koje aufgesucht, nachdem es eine nette Doppelkopfrunde gegeben hat: Stella, Jean, Matthias, Marco, der die H-Jolle von Detlev gekauft hat, Thomas sitzen mit mir im Freisitz. Jean in voller Bocklaune bringt uns zu exzessiven Ergebnissen. Beim Fünferbock auf keine 6 gereizt und verloren schießt mich in die endlosen Weiten des Negativen. Doch der Kampf geht weiter, da wird mein Endspurt jäh unterbrochen – Nele, Merle und Niklas tauchen mit einer Erdbeertorte auf, dich ich kurzerhand, unter viel Gelächter zu Brei schneide. Dabei ist es schon die zweite Torte des Tages, die erste hat Bettina mir überreicht, die ich zusammen mit ihr, Heiko, Wolfgang aus Berlin und der Tochter von Matthias – die mir drei Pralinen schenkt – vertilgt. Zwischen diesen Schlemmerstücken liegt ein leckeres Schnitzelessen aus Cornelias Händen. So geht dieser Tag mit vielen Wünschen, Telefonaten und ein wenig Segeln dahin.

Aus Urzeiten der Segelschule kommt ein Segelschüler, der 1983 mit der Uni aus Frankfurt bei mir war. Franziska und Evelyn besuche ich auf der Möwe, der Ausleger, dein Freund und Helfer. Klaus und Irmela bekommen Sondertraining von Dieter. Morgens habe ich noch die Ausbildung abgesagt, doch ab Mittag lässt der Wind nach. – es kann wieder gesegelt werden. Zwischendurch versuche ich verzweifelt, meine HDV-Cassetten zu überspielen. Nach unzähligen Versuchen, bekomme ich es einigermaßen hin.
Ein runder, schöner Tag….:-))

13.07. Wolken, Wind und Wellen!

Der Sonntag klingt mit lauen Winden aus. Herr Dennis kommt ins Schleudern, Wasserbomben fliegen durch die Luft. Wir unternehmen einen Ausflug zur Seebrücke und zum Futterkutter am Kommunalhafen.

Am Montag kommen neue Schüler, Merle geht mit drei Optischülern an den Start. In meiner Gruppe sind noch Stefan und Kimmo von letzter Woche sowie Irmela und Klaus vom Samstag. Neu kommen Evelyn und Franziska hinzu, die ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Bei Maddel, Cornelia und Niklas versammelt sich eine Gruppe von Schnupperleuten, Juniorseglern und Grundscheinlern. Zunächst haben wir südliche Winde, dann Regen und ein Gewitter überrascht die Boote. Gestern durchgehender Pladderregen. Auf meinen Walkrunden tolle Sonnenaufgänge, seltsame Lasterversammlungen und Wellen…..

09.07. Zwei schöne Segeltage!

Am Freitag kann ich mich um Stefan und Kimmo kümmern. Wir beginnen mit Knotenkunde, gehen zur praktischen Motorenkunde über und deckeln alles mit einem spaßigen Kentertraining. Stanzerl macht ihr Homeoffice. Immer wieder hören wir die Nachrichten über die Demos in Hamburg. Cata-Christian, Steffi, Henning, Matti und Tine, Bernd aus Lübeck, Josephine sie alle finden sich beim gemeinsamen Grillen wieder, das die Überreste der Schulklasse vertilgt. Mit Dennis habe ich das Mastenlager durchforstet – wir sind fündig geworden: der Mast von Roland IV ist wieder da, ein neuer Mast für die Optiinsel gefunden, von Dennis begradigt und gemeinsam aufgestellt.

Am Samstag sitze ich mit Regine, Irmela, Klaus und Hakan vor der Tafel, um sie später Dieter in die Hände zu geben.  Aus zwei OSGlerinnen werden vier, ein 470iger und eine Möwe werden in Marsch gesetzt. Josefine geht mit Walter  auch auf die Möwe. Immer mehr Segler aus dem Umfeld machen sich aufs Wasser. Cata und Christian starten mit ihrem Katamaran, Stanzerl segelt zunächst Springbok, später ihren Laser. Steffi nimmt den gleichen Weg. Dennis segelt mit Mattis einen Menhir. Mareike und Stefan segeln Laser, später ihren Hobby. Tine hat ihr Debüt auf dem Laser. Maddel gesellt sich dazu. Fantakai gibt ein Zwischenspiel, bevor er zur Weltmeisterschaft nach Sonderborg weiterreisen will. Ein schönes Bild mit den vielen Gleitjollen zeichnet sich am Strand ab. Die Mittelmeerjolle unter der Leitung von Cornelia und Niklas erleidet einen kleinen Ruderschaden. Dennis entwirft ein Werbeplakat für die Bretterbude. Auf der Suche nach einem geeigneten Bild, kommen wir auf die Idee, ein neues aufzunehmen.

Mit Crecent legen wir ab, um Tine und Mattis auf der Möwe vor die Linse zu bekommen. Stolz überreicht mir Herr D. später sein Werk, allein der Werbespruch ist mir ein wenig peinlich. Da erreicht uns ein Anruf: Der 470iger mit Leonie und Yvonne ist durchgekentert in der Dalbenbucht. Mit Niklas und dem roten Schlauchboot starten wir zur Rettung. Die Lage hat sich entspannt, das Boot liegt auf dem Wasser, die Ruderanlage hat sich ausgehängt. Die beiden Seglerinnen sind etwas erschöpft. Ein kleines Motorboot beim Familienangeln hat sich ihrer angenommen, sie zu Fisch und Nutella eingeladen. Niklas zieht sich um, er will den 470iger mit Yvonne nach Hause segeln. Mit Leonie auf dem Schlauchboot bleibe ich in der Nähe, bis der 470iger die Werft passiert hat. Abends produziert Cata mit einigen Helfern Spaghetti für die Truppe. Ingwer und Knoblauch gebe ich als Extra bei mir hinzu. Dann endet der Abend mit einem Doppelkopfspiel, das Christian mit zwei Traumsoli dominiert.
Damit endet ein wunderschöner Segeltag.

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