09.05. Im Durchschnitt mäßiger Wind!

Am Freitag herrscht noch Starkwind, produziert mit seiner Ostmelodie drei Molenküsse. Karin und Sandra wechseln ihr Segelkleid auf Sturm, um dann Axel und Frank Hagen zu zeigen, wie ein Panzer fährt ... Jens fährt als Stabilisator mit. Unter Motor müssen sie bei Seitenwind durch ein Bojentor zirkeln und ungewohnt einen Kopfanleger durchführen, obwohl der Wind auf Stegparallel plädiert. Der Segelschein wird dann ausgiebig gefeiert, das Segeln am nächsten Tag hintenan gestellt.

Am Wochenende herrscht Schwachwind: Henning, Dieter, Maddel und ich übernehmen unsere Well-Sailing-Starter-Crews. Evelyn übt mit Jens auf der Möwe. Es ist eine lustige Gruppe: „Was hast du im Täschchen? – Mein Einkaufstäschchen!“ Abends brennt ein kleines Lagerfeuer, von Henning entfacht, der uns auch kulinarisch vorzüglich versorgt, zum Spargel auch den passenden Wein präsentiert. In der Crew sind auch zwei Chilenen und Benji, der in Bogota gelebt hat – Stoff für Klönschnack.

Hobbit ist mit seiner Helfercrew am Flutschfinger: Julian, Willi und Bernd legen Hand und Geist an. Ich bedauere, dass es noch keine ferngesteuerten Laminierroboter gibt, die sich auch in die kleinsten Winkel vorarbeiten könnten. Seglertonsur: meiner Crew erkläre ich den neuesten Trend: im Nackenbereich wird 5 cm über dem Kragen ein kreisrundes Loch rasiert, um den achterlichen Windeinfall besser spüren zu können.

Am Sonntag schwächelt der Wind: Manfred und Kai: beide konnten ihre Vorkenntnisse nicht geheim halten, finden sich auf der Möwe wieder. Nachdem der Sturm der letzten Woche unseren neuen Eduard gefällt hat, umgebe ich die Optiinsel mit einem Bauzaun, in der Hoffnung, den Fäkalienbelag zu minimieren. Der Montag zeigt wieder Starkwind: mit Jens auf der Möwe – Wendetechnik ohne Standphase und Halsen ohne Krängung, nachmittags segelt er allein unter Großsegel…..

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