12.06. Die Hochzeit:

Das nächste Gewitter kündigt sich an, welch ein Glück haben wir doch mit dem Wetter gehabt. Außer einigen wenigen Regentropfen herrschte eitel Sonnenschein mit wolkigen Abschnitten. Die erste kirchliche Trauung am Stegkopf. Auf der Optiinsel spielt die Band die Wunschweisen des Paares, allein der Kontrabass stehe auf dem Steg. Ringe tauschen, Gebete und die Fürbitten einiger Freunde geben der Sache den feierlichen Rahmen. Dann wartet schon das Long-Boat – Jule und Dennis haben ein „just-married-Segel“ samt Mast und Drehvorrichtung gebaut. Mit Anita am Nebelhorn schallt die Verlautbarung ihrer Eheschließung über das Wasser – die meisten grüßen freudig zurück.

Schon vorher gab es einen tollen Sektempfang mit zwei taffen Damen. Für die Kinder hülle ich mich in das Eisbärenkostüm, um Eis zu verteilen. Vor dem Zelt wird die tolle Bettina-Torte angeschnitten. Es gibt lecker italienische Pasta. In der Hütte spielen die Musiker auf – gute Musik findet auch Dennis – gute Sängerinnen, sowohl am Steg als auch hier. Ein kleines Lagerfeuer wird entfacht, die Kinder grillen ein Würstchen ... In der Dunkelheit zeigt sich Stanzerls Wirken: auf dem Gelände leuchten unzählige Ballons mit LED-Lichtern. Der Steg wird zur Landebahn, hat sie doch noch mehr Windlichter gebastelt, die den ganzen Steg illuminieren – mögen hier Anita und Alf einfliegen. Hier hat Stanzerl ein kleines Kunstwerk geschaffen.  Ein Feuerwerk unterstreicht die Glückswünsche. An der Getränkebar geht es – unterstützt vom Schlangenschnaps – weiter bis in den frühen Morgen. Ich bade in den Lobgesängen der Gäste, welch ein besonderer Platz dies doch sei – sie gehen in der Atmosphäre auf. 51 Meldungen zum Lichterlotto, das erst möglich wurde, weil die Erkenntnis sich durchsetzte, dass es einen Anschalter gibt. Dennis vermarktet die Aktion, allerdings gibt es ein Licht zuviel, was Stanzerl huldvoll zugetragen wurde.

0230 im Bett geht es um 7 Uhr auf den Walk. Kleines Frühstück – ich beginne die Schiffe zurück zu bauen, Flaggen runter, drehen, wobei mir Felix, der Sohn von Anita viel hilft. Viele Gäste möchten dann doch segeln – Alf, sein Sohn, Dieter und Matthias helfen, zwischendurch ein Verleih und die Schüler der Vorwoche. Südliche, böige Winde, Anlegen mit Paddel. Immer mehr wollen segeln, so müssen auch Dennis/Jule und Stanzerl dran glauben – sieben Menhire sind zeitweilig mit der netten Gesellschaft unterwegs. Ich versuche die Vorhochzeitordnung der Schiffe wieder herzustellen. Die Rückkehrer werden eingewiesen, sich bündig am Steg zu vertäuen. Bernd aus Lübeck kommt mit Freunden, können einen Menhir gleich übernehmen. Zwischenzeitlich baue ich die Möwen zurück: Kenterbälle neu justieren, Flaggen bergen, pützen und alles Tauwerk hochbinden ... Stanzerl kommt leicht gestresst zurück – Ausbildung ist nicht ihr Ding – da fehlt halt die Routine...

In der ganzen Zeit arbeiten Alf, sein Sohn und Anita unermüdlich, unterstützt von vielen Gästen, die hier eine große Kompetenz an den Tag legen. Fast alle betonen, dass sie durch die Atmosphäre meiner Schule sehr beeindruckt sind. Es wird viel geschwommen, gebadet und mit herzlicher Geste Abschied genommen. Abends kommen Lothar und Peter auf Kurzbesuch, die H-Jolle nimmt Kurs auf den Dalben. Ich nehme im Strandkorb eine Mütze voll Schlaf, sichte die Videoaufnahmen, kann sie nach einigen Schwierigkeiten auf den Rechner überspielen ....

Mit Jule, Stanzerl, Dennis und Lothar nehmen wir bei großer Schwüle Kurs auf die Seebrück – ein Eis lockt. Wir alle hängen nach dem großen Fest etwas durch – doch das war es wert. Die Gruppe, die ab Montag bei uns segelt, meldet sich – das Wetter soll eine unwirtliche Richtung nehmen – ich plane schon den nächsten Tag. Ich glaube, wir haben dem Brautpaar ein schönes Event ermöglicht. Sie haben alles technisch gut vorbereitet – doch Flaggenparade, Illumination und zum Teil Schiffsführer können wir gerne für uns verbuchen.
Es war ein schönes Erlebnis !!!!!!!!!!!!

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