29.07. Lebendige Wetterverhältnisse!

Donnerstag trainiere ich noch einmal mit den Prüflingen auf Crescent. Die Optis buntpunkten die Bucht. Die Gleiter machen sich nachmittags auf den Weg, als plötzlich Böen aufkommen. Es kommt zu rasanten Startmanövern: Melissa fährt plötzlich allein mit dem 470iger im Kreis, ein Laser startet – der Rudergänger liegt bäuchlings auf dem Schiff und schießt parallel zu Tina und Barbara raus. Von der Veranda aus kann ich das Treiben beobachten. Ein weiterer Laser kämpft sich von einer Kenterung in die nächste. Der Rest der Gleiter schafft es in die Dalbenbucht. Steuerschüssel, Crecent, Schlauchboot und Long-Boat sind vor Ort. Spannende Nahschifferfahrungen soll es in der Fahrrinne gegeben haben – so der Bericht von Birthe. Maddel wollte ihr wohl eine Leine zuschmeißen, die nirgends fest war. Mit Martin im Schlepp kommt sie zum Steg. Glücklicherweise kommt die Flotte ohne größere Schäden zurück, obwohl Maddel beständig basteln muss.

Abends gibt es noch einmal Motorenkunde und die Piratenralley: es klebt noch Mehl in den Antlitzen der Liekedeeler, stolz berichten sie von ihren Raubzügen, was sie für ein Appel und ein Ei errungen haben. Der Freitag zeigt sich mit Aprilwetter. Wolkengebirge ziehen über die Bucht, Gewitterdonner, starke Böen, Regenschauer. Die Prüfungen laufen: 10 Optis, neun Junioren, 2 Grundler und zwei Binnler, auf fünf verstärkt durch Ostwind. Bei strömendem Regen nimmt Axel die Motorprüfung ab, Scheinvergabe im Freisitz, weil der Raum besetzt ist.

Mit Birthe und Stanzerl laufen wir beim Chinesen ein, sitzen anschließend bei Markuswein auf der Lästerbank. Niklas serviert schön drapiert Cocktails. Sonja und Jens haben mit ihren Kindern – zurück vom Törn – kurz reingeschaut. Wolfgang aus Berlin lässt sich kurz blicken, ihm ist es zu trubelig hier. Die Segelschule ist auf den Hund gekommen, überall Fallstricke ihrer gespannten Leinen.

Der Samstag beginnt mit leichtem Regen. Niklas hat zwei Schnupperer zu betreuen. Aufräumen und Abreise der meisten Piraten. Stanzerl räumt die Hütte auf, kurze Zeit später liegen wieder Westen herum. Ein ständiges Kommen und Gehen im Büro, Restzahlungen, Bootsverleih ... endlich kommt am späten Nachmittag die Sonne durch, schön, sie wieder spüren zu können ...

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