06.06. Ein ruhiger Montag!

Vormittags führe ich Jutta und Christof in das Segeln ein. Vor sechs Jahren haben sie hier ihren Grundschein gemacht. Bei drehendem, böigem Südoster nähern wir uns den Grundlagen an. Nachmittags kommt Meike aus Berlin dazu. Parallel segeln einige Verleihleute. Nach langer Zeit taucht Burkhard aus Lübeck mit einer kleinen Crew auf. Herr Rohde ruft mich später an, dass er sie in der Orther Bucht auf den Haken genommen haben ... Eine Damencrew mit zwei kleinen Kindern leiht einen Menhir, der später quer am Steg liegt, der Palstek hat wohl nicht gehalten. Steffi und Gerd segeln mit der Möwe. Michael sucht seinen Slipwagen, findet ihn im Seegrashaufen, segelt dann mit seinem Cat in der Bucht. Heiko gesellt sich mit seinem Zugvogel dazu. Dennis beglückt uns mit Wiener Schnitzel und Spargel.

Dann beginnt das Warten. Eine kleine Truppe von jungen Leute, die ihr freiwilliges soziales Jahr machen, soll ankommen. Die Wochenendgäste brechen auf – nur Heiko hält die Stellung. Das Wetter soll kritisch werden, so müssen wir den heutigen Tag – Dienstag – gut nutzen ….

05.06. Pfingstrosen auf dem Wasser!

Heiko und Jannis besuchen uns nach ihrem Törn. Cornelia und Jan beziehen ihre Hütte, während PC-Nils auf dem Steg schläft. Wir haben ein sehr gemischtes Programm: Acht Schüler von Well-Sailing sitzen vor der Tafel, Maddel betreut zunächst sechs, später acht OSG-ler; Gesa kentert mit Rahel; Janis, Kai, Manfred, Sven und Silvia sind auf Prüfungskurs. In der Ausbildung helfen: Nils, Jan, Dieter und Julian, nachmittags Matthias. Ich sitze nach dem Unterricht auf der Möwe, zeige Rahel und Gesa die Wendetechnik.

Abends gehen Jannis, Jan und Julian – die drei (J)ungs auf Fischfang, während der Rest dem Grillen anheim fällt. Kai – unser Chilene – produziert köstliche Pisco sour, Leonie feiert ihren Geburtstag sektisch, unsere Haustruppe – erweitert um das Hochzeitspaar Anita und Alf – frönt Aperol-O-Saft und World’s End-Rum. Nach langer Zeit kommen wieder meine Paprika mit Ingwer auf den Tisch.

Der Sonntag beginnt mit grauem Regenwetter, die Gleiter sind zögerlich, dann betreut Jannis zwei Laser in der Bucht, Maddel zwei Gleiter im Revier. Dennis taucht auf – er war auf einem Konzert in der Elbphilharmonie. Der Wind nimmt zu, wir rüsten teilweise auf Sturmsegel um. Gegen 13 Uhr läuft Axel ein – die Prfung beginnt, während die Anfänger gleichzeitig am Steg üben. Morgens habe ich noch die Bahn verkürzt, die Ostboje nach Westen verholt, bei Dauerberieselung die Grundscheinprüfung bei Benni abgenommen, weil Berit zum Seifenkistenrennen möchte, Theorie an die Tafel gezaubert und Fröhlichkeit gegen die Düsternis gesetzt. Unter Anspannung und kräftigem Wind zeigen die Prüflinge ihre Nervosität – Sven pfählt sich beim Ablegen, Janis zeigt Kamikaze-Halsen und selbst Manfred prescht forsch an den Steg. So kommt es zu einigen Wiederholungen. Die anlegenden Frischlinge werden tiefer an den Steg geleitet – Dieter herrscht über den Steg. In der Theorie gibt es leider einen Durchfall, bei der Scheinverteilung bürokratische Ärgerlichkeiten ... Axel und Dieter bekommen ihren verdienten Zaubertrank – Verabschiedung der Crew. Die Gleiter sind ausgepowert, machen sich ebenfalls auf den Heimweg, bis auf Ines und Boris – das Großfall des 505-ers ist ausgerauscht – hat der Zeppelinknoten doch nicht gehalten.

Das Wetter hat wieder ein Sommergesicht – bei blauem Himmel und vier Windstärken rüsten Springbok, eine Möwe mit Julian, eine mit Nils einhand, ein 470iger mit Jannis und Jan, ein zweiter mit Ines und Boris. Mit Dennis nehme ich das neue Motorboot – wir gehen auf Fototour – allerdings halten wir uns nicht lange genug in der Welle auf – Kritik von Stanzerl! – machen also nur gemäßigte Fotos. Deshalb legt sie noch einen Kopfstand auf dem Contender nach. Haben wir schon an Bord mit einem kleinen Imbiss begonnen, so führen wir ihn an Land fort. Bei mir setzt das große Gähnen ein – ab in die Koje, um am nächsten Morgen um 0430 Uhr den Walk in den Sonnenaufgang zu erleben ...

31.05. Abreise-Sonntag

Der Sonntag beginnt müde. Nur schleppend können sich einige aufraffen, in See zu stechen. Maria segelt Laser! Hobbit treffe ich am Morgen beim Start zu meiner Walkrunde. Er sitzt mit zwei weiteren Jungs am Rumtisch. Nach meiner Rückkehr sehe ich ihn noch einmal und er sagt: „Das ist so eine nette Gruppe. Ich solle mich nicht schämen, ihn zu fragen, ob er Ausbildung machen wolle.“ Es beginnt die große Abreise.

Stanzerl und ich sind fast allein, da meldet sich die Pinguin an. Der Einlauf verzögert sich, wir nehmen die Steuerschüssel und fahren ihnen entgegen. Anita und Alf legen ihr Hochzeitsboot – die Saling ist das Kreuz – vor Anker. Am Montag begrüße ich Silvia und Gesa – meine Schüler für die Woche - . Das Flaggenalphabet ist sortiert. Maddel bereitet die Gleiter vor, am Wochenende kommen die OSG, Prüflinge und Schnupperleute ...

02.06. Vögel, rudern, segeln und Flaggen!

Silvia und Gesa üben fleißig ihren Prüfungskurs, nachdem wir tags zuvor wegen Starkwind abbrechen mussten. Nachmittags segeln wir zur Osttonne, bei 4 Bft steht noch eine gute Welle, Gesa strahlt ob der Achterbahnfahrt. Alf ist wieder vor Ort, schleift an der Pinguin, säubert den Strand, es treibt ihn um. Maddel kämpft verzweifelt mit einer Curryklemme, deren Schrauben aufgrund einer verrosteten Stahlfeder den Lösungsversuchen lange Widerstand leisteten. Ich setze schon einmal das Flaggenalphabet von Eiche zum gelben Mast und weiter zur Mastaufrichtungsbirke. Maddel flucht abends, weil er mit seinem Laser mit dem Mast hängen bleibt. Matthias und Bollo schauen rein und helfen uns.

Heute herrscht schwacher Wind. Silvia wird ihre ersten Einhanderfahrungen auf dem Menhir machen, Gesa wird sich auf der Möwe vergnügen.

27.05. Schöner Segeltag

Am Freitag erkläre ich an der Tafel das An- und Ablegen, wir wollen die Boote selbstständig machen, so dass sie ohne Lehrer auskommen. Auch Springbok läuft aus. Cornelia – sie will im Juni helfen - und Jan besuchen uns, beziehen die hintere Hütte. Vom Boden hole ich die Flaggen – Vorbereitungen für die Hochzeit von Anita und Alf. Stanzerl kommt mit ihrem Contender zurück, zeigt uns ihren Kopfstand an Bord. Die Gleiter machen Ihre Erfahrungen, entdecken den „gemeinen Fahrrinnentaucher, der aufgrund eines genetischen Defektes ständig zu tauchen versucht, was sein natürlicher Auftrieb verhindert.
Gegen frühen Abend veranstalten Folker und Bernd ein weiteres Kentertraining. Stanzerl macht ihre köstlichen Nudeln mit Melone. Auf der Terrasse haben dann Katze, Laura, Stanzerl und ich eine Geheimsitzung.

Am nächsten Tag – es ist wenig Wind vorhergesagt – beschliessen wir eine Revierfahrt zum Dalben. Fast alle Menhir, Möwen und ein 420iger finden sich dort ein. Der Wind ist besser als gedacht, Gummiwurst und das neue Motorboot sind ebenfalls im Einsatz. Ich sitze auf der Steuerschüssel, habe mir aus einem Regen- einen Sonnenschirm gebastelt. Auf dem Rückweg kann ich einige Fotos vom Springbok schießen, Stanzerl versucht sich einbeinig im Trapez. Nachmittags legen wir einen Übungskurs in der Bucht aus. Acht Laser und die Menhir/Möwenflotte treiben sich herum. Ich besuche die Crew Kea und Dio, um ihnen das Auslegerhandling näher zu bringen. So geht ein schöner Segeltag mit hochsommerlichen Temperaturen zu Ende. 

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