27.08. Fehmarn, Prüfung und Nachdreh!

Axel prüft Bo und Mats, die ihre Sache auf der Möwe sehr gut machen. Besonders der Einsatz des Großsegels zum Stoppen bei BüB und beim Anlegen nötigt Respekt ab. Zwei Ostwindler und Roland segeln auf Menhir. Nach der Prüfung sitze ich mit Axel und Dieter im Senioreneck beim Zaubergetränk. Gegen 1630 Uhr erzähle ich den Schülern etwas über die Segelphysik. Später stößt Henning zu uns, es gibt gegrilltes Steak. Die Fehmeraner sind zurück, Bernd hat gut Fotos im Gepäck. Stanzerl und zwei Katamarane waren ebenfalls unterwegs.

Am Samstag wartet Dieter vergeblich auf Schüler, die trudeln erst am späten Nachmittag ein. Ich warte auf Caro und Ihre Filmcrew. Es gilt einen Nachdreh für Benjamin Asare zu machen. Mit dem Long-Boat geht es Richtung Dalben. Wegen des Lichteinfalles tuckere ich langsam auf eine Backbordtonne zu, die ich aber nicht sehen kann, weil im Vorschiffbereich die Action ist. Benji hängt drehbuchmäßig erschöpft über den Rand des Bootes, die Kamera direkt auf ihn gerichtet, während die Crew versucht, mit Tüchern und Pullovern das Licht abzuhalten. Dann geht es rückwärts Richtung Klärwerk. Zwei Stunden später sind die Aufnahmen im Kasten. Im Anschluss sitzen wir beim Grillen zusammen. Mit Benji und Caro gibt es am frühen Nachmittag einen Schluck Schlangenschnaps. Später sitze ich mit vier Leuten auf dem Motorboot. Bewundernd schaue ich Johanna und Gesa zu, die die Möwe ohne Ruderanlage meisterhaft bewegen, welch Freude sie mir damit machen ‡)

25.08. Möwewechsel

Das Kentertraining läuft, nachdem wir die Möwe gewechselt haben. Die erste ging fast unter, nach nur einer Kenterung hatte sie so gut wie kein Freibord mehr. Daniel musste so nett sein, mit uns zu tauschen. Nachmittags erkläre ich Ausweichregeln und das taktische Segeln. Julian weist die Schüler auf die Möwe ein. Ich schneide den Kenterfilm.

Am nächsten Morgen starte ich sehr früh zum Walken. Ziel ist der Beobachtungsturm der Nabu, leider verschlossen. Gerne würde ich dort den Sonnenaufgang erleben. Guter Wasserstand in der Bucht. Ich erkläre das BüB. Moritz und Maddel gehen mit ihrer Crew ins Revier. Nachmittags erkläre ich mit Folker die restlichen Knoten, um dann mit Bo und drei Studenten Motorboot zu üben. Abends zaubert Stanzerl leckeren Johannisbeer-Pfannkuchen. Der Laura erkläre ich noch den Augspleiß, dann ruft nach einem kleinen Botucal und einem Klönschnack mit Bruno über die Euterpe die Koje.

Am Freitag brechen acht Menhire Richtung Fehmarn auf. Zurück bleiben Mats, Bo, Ronald und zwei Ostwindler, die um 13 Uhr von Axel geprüft werden.

24.08. Ein Sommertag!

Nach zäher Wolkenauflösung wird uns ein sonniger Tag geschenkt. Die Bucht füllt sich mit den Booten. Contender, Katamarane, Laser 5000 und Flutschfinger geben sich ein Stelldichein. Bo und Mats bekommen endlich Gelegenheit, Laser zu segeln. Nach dem An- und Ablegen erkläre ich nachmittags die Halse und gebe abends die erste Einheit Gesetzeskunde. Die alte 505er-Plane wird ausgeschlachtet, aus ihren Resten, einer einfachen Abdeckplane und einer Dachlatte eine Behelfsplane erstellt. Jean schaut rein, will mit uns Doko spielen. Da Maddel nicht kommt, springt Julian ein.

Am nächsten Morgen nehme ich seit langer Zeit wieder meine Walkingrunde auf. Für Mittwoch planen wir Kentertraining, Möweeinweisung und für die Auffrischler eine Fahrt ins Revier.

22.08. Böiger Westwind!

Der Wind bleibt böig, doch die Möwen der Auffrischler halten sich tapfer. Am Steg gibt es zuweilen Konfusionen, den Menhiren gelingt es nicht, kurzräumig abzufallen. Die Großschot wird nicht ganz gelöst, die Steuerleute sitzen ihrer Pinne im Weg. Aufgrund der extremen Luvgierigkeit der Menhire, gelingt es nur, wenn das Großsegel ganz gefiert ist. Nebenbei suche ich noch Vorsegel für die 470iger. Ich werde fündig, wir  haben noch vier Stück in Reserve. Gleichzeitig habe ich noch eine Adresse in Kiel ausfindig gemacht, wo Segel verkauft werden ...

An einer Klampe hängt schon meine Kamera bereit, denn Stanzerl, Mareike und Stefan wollen sich den Böen stellen. Es ergibt ein paar schöne Aufnahmen. Stanzerl ist aber nach kurzer Zeit groggy, kann die Schoten kaum noch dichtholen. Als der Wind nachlässt, die Sonne durchkommt, gehen die Laser noch einmal heraus. Ab 17 Uhr ist Doppelkopf angesagt, mit Dennis, Stanzerl und Chrischi legen wir die Karten, bis die Hähnchen aus dem Ofen kommen. Unbedachter Weise wird Bratwanne mit den herrlich gebräunten Gockeln direkt auf den Tisch der Veganer gestellt. Erschrocken wechseln wir den Tisch, um uns dann den fleischlichen Genüssen hinzugeben. Beim Doko lösen uns Hobbit & Folker ab – die Koje ruft ...

21.08. Sonntagsausklang und Beginn der Studentenwoche

Die OSGler kommen gerade vor dem ersten Regen wieder rein. Eine Fock ist zerlegt. Nach einer längeren Mittagspause legen sie ein weiteres Mal ab. Wir wissen nie, ob das Gewitter und die Böen kommen, doch meist werden wir verschont. Mit Folker mache ich den ersten Listenvergleich. Einige Neukunden schauen ins Büro, wollen Montag vielleicht noch einsteigen.

Die Mädels wollen spielen – Fine, Cata und Stanzerl vollführen in ganz eigener Grazie Surfbrettpaddelyoga. Danach sitzen sie in den Kajaks, ihre Augen verbunden, über Smartphone verdrahtet, bekommen sie von Dennis und Chrischi Anweisungen, ob sie links oder rechts paddeln müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen: Motto: Man(n) spricht – Frau tut! 1845 Uhr kann ich den entsprechenden Videofilm zeigen. Gegen 19 Uhr Hausbesprechung. Die Tochter von Steffi tanz vor mir dabei auf dem Tisch. Im Smoker werden acht Hähnchen gegart – nur drei können wir vertilgen. Die Studentengruppe hat derweil den Grill angeworfen.

Am Montag warten wir auf die Neuen, haben 10 Minuten vor 9 Uhr eine kleine Segellehrerbesprechung bei mir oben. Die Anfängergruppe  wird nach dem Unterricht auf die Menhire verteilt: Nele, Dieter, Klaus, Bernd und Julian sind die Schiffsführer. In der Auffrischungsgruppe, die dann doch 17 Personen umfasst, werden Maddel und Moritz von Merle und Hobbit unterstützt. Die Urlauber – Steffi, Cata, Chrischi, Ben, Mary und mein Stanzerl – sitzen der Wetterunbilden wegen noch auf der Lästerbank, spielen mit der Tochter von Steffi – lassen den Tag dahingleiten.

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