25.09. Ein schwieriges WE!

Am Freitag fallen die Böen ein, das Wasser wird aus der Bucht gedrückt. Antje und ein Überraschungsgast von Ostwind wollen ihre Prüfung ablegen. Aus Sicherheitsgründen findet der Ablauf direkt in Stegnähe statt. Nur unter Sturmgroß und Maddel als Sicherheitsoffizier an Bord. Es geht gerade noch gut. Abends kommt Henning mit zwei St. Paulanern. Danke für die Verpflegung – es ist wieder sehr lecker ....

Am nächsten Morgen ist das Wasser endgültig weg – unsere fünf hölzernen Achterpfähle liegen im Trockenen, zwischen den Fahrrinnen erhebt sich eine kleine Insel, die die Vogelwelt zum Dinner einlädt. Anna-Lena ist angekommen, der Stimme wieder mächtig, möchte sie segeln. Nachmittags wagen sie es: Henning und Björn übernehmen zwei Menhire unter Sturmgroß. Da kommt eine Böenfront, Henning hat es noch an den Steg geschafft, doch Björn muss da durch. Der erste große Herbststurm kündigt sich an, spricht für Montag von 11 Bft in Böen. Doch der Sonntag schaltet sich relativ entspannt dazwischen – unsere beiden Menhire können noch einen schönen Segelausflug genießen.

Dann gibt der Wetterbericht endlich eine kleine Entwarnung, nur noch Böen bis 8 Bft aus Nordwest. Glück gehabt, alle Schiffe sind noch heil am Steg, wenn ich auch eine Möwe verholen musste, die den Wind zu sehr von der Seite bekommen hat und ständig kentern wollte. Die Steuerschüssel liegt auch unglücklich in der Box, nimmt Kontakt zu den Nachbarbooten auf ... Ich komme mit Maddel überein, die Möwen herauszuholen.

Abends See-Unterricht mit dem alten Overheadprojektor. Damit lässt sich das Kursanlegen noch am besten für eine größere Gruppe vormachen. Die ersten Übungsstunden werden vereinbart ....

20.09. Saisonausklang!

Donnerstag schaut Dennis rein, eigentlich wollen wir Doppelkopf spielen, doch es fehlt die vierte Person. So schnacken wir bei Kümmelbrot + Co. über dies und jenes.

Am Freitag übernimmt Maddel meine beiden Schüler. Büroarbeit wartet auf mich. Abends kommen Stanzerl, Heike und Nils zu Besuch. Dieter übernimmt Jens, Arne und Mich in der Motorenausbildung, so kann ich mit Stanzerl das Rasenprojekt - Düngen, Säen und Bewässerung - übernehmen. Letzteres gelingt nur durch Jan, der als Ingenieur, die neuen Geräte zum Laufen bringt. Er bildet mit Jojo den Kern der KWA – der Katamaranwiederaufbereitungsanlage. Melissa und Laura fahren nach Lübeck,  bestehen dort die See-Theorie und bringen für Stanzerl lecker Marzipan mit. Mit ihr mache ich einen schönen Spaziergang zum Graswarder. Wir treffen auf eine Loriot-Denkmal und besteigen den Aussichtsturm der Nabu: eine ganz neue Perspektive erschließt sich uns. Auf dem Gelände steht inzwischen die Kote der Pfadfinder – Beate ist mit ihrer Schar eingetroffen. Thomas H. führt seinen Menhir aus. Maddel macht mit Stephan ein kleinen Laserausflug. Mit ein paar Fischern, die hirnlos ihr Netz von der Mole bis zum Stegkopf legen, wechsle ich einige wütende Worte – ihnen fehlt die geistige Kapazität, über den Tellerrand hinaus zu schauen, die Bedürfnisse anderer zu sehen ...

Heute kommt Jan von Fehmarn, um die praktischen Prüfungen ab zu nehmen. Eine dringende Nachricht wird mir übermittelt, die Gummiswurst im Dienste der KWA will nicht mehr – sie brauchen Schlepphilfe. Ich finde sie an einer Steuerbordtonne festgemacht! Später kontrolliert Bollo den Motor – er kann nix feststellen. In der kommenden Woche segeln Janina und Jörg noch halbtags.

Am Dienstag spielen wir mit Jean, Andrea, Matthias und Maddel eine nette Runde Doko. Jan, Jojo und Gefolge sind noch einmal zurück gekommen, um ihren Kat zu segeln. Am Mittwoch habe ich noch zehn Leute im Seekurs. Der Fischer hat übrigens sein Netz wieder weg genommen und grüßend das Feld geräumt. Derweil wird der Rasen gesprengt – ein Anliegen von Stanzerl. 

Jetzt am Donnerstag hat Jörg sein BüB wiederholt, Dieter mit Antje und Hans dasselbe eingeübt. Ein Verleih hat Schwierigkeiten bei kräftigen Böen aus Südwest wieder in Stegnähe zu kommen. Ich segle mit Janina und Jörg dort hin und steige über. Nur unter Groß kann ich den Menhir zurückbringen – Böen mit Drehern um 20° stellt für Anfänger eine zu große Schwierigkeit dar. Während ich diese Zeilen schreibe, tönt im Hintergrund der Rasenmäher unter Hardy’s Führung ... Sonst ist es ruhig – der Wasserstand soll Morgen um einen Meter fallen – ein schwieriges Wochenende erwartet uns ….

10.09. Fehmarntour – Prüfung und ruhiges WE!

Noch unsicher, ob der Wind ausreichend ist, starten wir mit vier Menhiren, Long-Boat und Schlauchboot Richtung Osttonne. Der Wind stabilisiert sich. Unter dem strahlenden Blau des Himmels ziehen die roten Menhirleiber durch die leicht gewellte Ostsee, erhalten auf der Höhe der Brücke eine kleine Winddüse, die uns an die Westmole von Orth trägt. Bei mir an Bord: Sebastian. Er steuert zuweilen – so kann ich mich den Fotos widmen. Bilderbuchwetter – vor meinem Inneren sehe ich ideale Reklamebilder entstehen. Nach einer sehr schönen Rücktour will ich erwartungsvoll die Bilder sehen, muss aber feststellen: keine Speicherkarte im Gerät (hat auch keinen internen Speicher) ...

Dafür gibt es am Donnerstag beim Kentertraining und Buchtsegeln rund 800 Bilder, von denen ich einige auswähle. Der Freitag beginnt mit Nieselregen – glücklicherweise kommen wir auf die Idee, die Gruppe mit Surfbrettern paddeln zu lassen. Nachmittags nehme ich bei Jasper, Tobias und Philipp die Grundscheinprüfung ab. Abends kommen Stanzerl un Henning.

Der Samstag zeigt sich garstig, der Südwester drängt das Wasser aus der Bucht. Mit Minimalschwert rutschen Christoph, Uwe und Jens, Arne über Grund, trainieren das BüB. Gut, dass keine Gleiter vom OSG aufgetaucht sind, wir hätten sie nicht segeln lassen können. Abends zaubert Henning eine leckere Pilzpfanne. Maddel baut mit Henning das Optizelt ab, das Schlauchboot hängt wie zum Ausbluten an der Birke. Das Saisonende naht. Stanzerl und ich verbringen einige Zeit mit der Vorbereitung unserer Iranreise.

Auf meinem Morgenwalk treffe ich im Hafen auf eine Gruppe von Traditionsseglern, imposant: die Germania VI.

14.09. Wochenstart!

Harter Südwester fegt die Bucht leer, drehender mit starken Böen durchsetzter Wind erschwert die Ausbildung. Meine beiden neuen Schüler – Jörg und Janina – müssen da durch. Maddel arbeitet an den Möwen und Menhiren. Besorgnis erregen die vielen Wanten, die ihren Geist aufgeben. So sollen nun bei den Kajütjollen 4mm-Wanten neu angebracht werden. Meine Crew wird auf einen ersten Törn ohne Lehrer geschickt. Doch kaum aus der Abdeckung heraus, schlagen die Böen zu – da ist schon mal das Schwert zu sehen. Schnell ins Motorboot, den Menhir zum Steg lotsen ... wir brechen die Ausbildung ab.
Abends schauen zwei Leute mit ihrer H-Jolle herein, sie wollen eine Nacht am Steg liegen und zelten. Sie haben die dänische Südsee mit ihrer Jolle besegelt.

Am Mittwoch entspannt sich die Lage etwas. Malina kommt mit an Bord, wir segeln zum Dalben. Alles läuft gut, bis plötzlich eine Front mit Regenschauern über uns hinweg zieht, den größten Teil des Rückweges führe ich die Pinne. Ziemlich durchfeuchtet erreichen wir den Steg. Nachmittags – der Wasserstand hat sich erholt – segeln wir in der Bucht An- und Ableger. Beim Segel setzen wird der Kopf unten angebracht, erst bei den letzten Stagreitern fällt es auf! Zum Schluss können sie ohne Lehrer auf Kurs gehen. Abends trudeln Melissa und Laura ein, sie wollen am Samstag und Sonntag ihre Prüfung ablegen. Um 19 Uhr startet mein Informationsabend – 17 Leute sitzen im Raum – der Kurs beginnt am nächsten Mittwoch.

 

05.09. Nette Hamburger und Wochenstart

Dieter, Maddel und ich weisen die Neulinge ein. Bei mir an Bord: ein IT-ler, eine Architektin und ein Jurist für Seerecht. Ideale Wetterbedingungen verwandeln die Arbeit in ein gemütliches Segeln. Im Umfeld Heiko, der seinen Zugvogel als schönen Bildpunkt ins Wasser zeichnet. Stanzerl ist zunächst im Kajak, später auf Springbok unterwegs. Swantje und Hobbit bringen ihr Neugeborenes zur Aalkate, Moritz mit an Bord. Abends Klönschnack bei Grappa und Rum. Am Sonntag frischt der Wind etwas auf, steigert sich nachmittags zu einem tollen Segeltag, den wir bis zur Osttonne ausdehen. Bei Welle üben wir die Halse ein, während Springbok und Flutschfinger ihre Bahnen ziehen.

Am Montag kommt Martin mit seinem Jugendtreff aus Erlangen und zwei Grundscheinler, zeitweise eingesprenkelt: Malena, die ihre Kenntnisse auffrischen will. Der kräftige Ostwind legt sich am Dienstag, drei Möwen kämpfen sich vom Steg frei. Sie wollten nicht rauspaddeln sondern einen Boxenstart hinlegen. Zurücktreiben und Verstrickungen in der Vorleinen der anderen Schiffe die Folge. Am Nachmittag segeln fast alle schon selbstständig, während Dieter den Gründlern die Halse und BüB zeigt. Nach der Ausbildung begleitet Maddel den Martin, der sich auf dem Laser versucht.

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