13.08. Wochenende

Das Wasser ist zurück, aber heftige Winde sind angesagt, deshalb versuchen wir die Anfänger optimal zu versorgen. Auf einen Schiffsführer kommen zwei Schüler. Jojo und Maddel betreuen 10 OSG-ler. Der Vormittag ist noch segelbar. Doch dann sollen Böen bis 8 Bft kommen, deshalb macht Jannis Gruppe Theorie, während drei Laser bald ihre Grenzen erfahren. Dafür zeigen sich tolle Wolkengebirge am Himmel. Unsere Spezialschülerin – Anita – kommt erst gegen Mittag. Wir beschließen, erst am nächsten Tag mit ihr zu segeln. Stattdessen besuchen wir mit ihr und Alf die Steilküste.

Am Sonntag hat sich das Wetter beruhigt: ich weise Anita ein, versuche in der Theorie Vorhandenes frei zu spülen. Mit Louisa geht sie an Bord, Stanzerl mit dabei. Schnell zeigt sich, sie kann Kurs halten und die Schräglage mit der Großschot im Griff halten. Louisa ist schon souverän, legt bei dieser Gelegenheit auch ihre Prüfung für den Grundschein ab. Laura ist zu Besuch, mit Ihr, Anita, Alf + Stanzerl machen wir ein gemeinsames Abendessen auf der Veranda. Unsere Studenten kommen gut vorwärts und wollen schon am Montag das Kentertraining auf der Möwe machen. Heike hat sich kurzfristig entschlossen, noch eine Woche zu bleiben und den Binnen-Schein zu bestehen. Mit in der Gruppe auch Lea, die schon einmal bei uns war.
Am Montag wandern dann fünf Leute zum Arzt, um ihre Atteste zu bekommen. So werden am nächsten Sonntag 14 Leute in die Prüfung gehen.

11.08. Die Woche!

  • Wo liegt der Koppelort – Der Schüler macht sich auf die Suche nach einer Ortschaft.
  • Warum ist die Besteckversetzung immer negativ – weil der Bindestrich negativ interpretiert wird ¦)

Drei Leute möchten plötzlich die See-Theorie in Lübeck ablegen. Nach einer kleinen Einführung in die Navigation lernen sie selbstständig. Der PA zeigt sich erstaunlich entspannt, nimmt die Kandidaten noch auf, obwohl die Papiere noch nicht vollständig sind. Maddel repariert bei großer Hitze Gleiter, laminiert unter der Maske im Inneren eines 470igers. Derweil führe ich meinen Komprimierungstanz im Container der gelben Säcke auf. Um der allgemeinen Unordnung Herr zu werden, räume ich den Waschmaschinenraum frei von privaten Dingen, nehme trockene Wäsche ab, stopfe Altkleider in Säcke … Am Dienstag  Abend noch einmal eine schöne Runde Doppelkopf  mit Anja, Ralf, Sören und Heaven.

Mittwoch -  leichte südliche Wind sind angesagt – noch einmal die Chance für einen Fehmarntörn. Es wird dann doch ein Anlieger bei Nordwest. Unter der Führung von Nils und Heaven: das Long-Boat – die Großschotführung hakt noch.

Am Donnerstag entscheiden wir, die praktischen Prüfungen vor zu verlegen, denn für den Freitag ist böser Wind angesagt. Stefan übernimmt die Rolle des Prüfers. Schon am Abend macht sich der Menhir von Thomas H. samt Grundbefestigung auf die Reise. Es ist dann nicht der Wind, der das Segeln vereitelt, es ist das fehlende Wasser, in kürzester Zeit fallen die Schiffe trocken, stehen die Schwäne im Wasser. Der Abend wird dann noch sehr schön, das warme Abendlicht zaubert wunderschöne Bilde in das spiegelglatte Wasser. Für das Wochenende sind viele Leute angesagt: zehn neue Jollenschüler und 12 OSGler.

04.08. Das zweite Piratencamp 2018!

Unser Nils hat sein Camp wie schon in der Woche zuvor Thomas H. mit Bravour geleitet. Badetemperaturen, leichte Winde erleichtern der Crew die Arbeit, wenn auch die Küche Unmengen an Wasserflaschen organisieren muss. Es ist gut, dass die Kinder soviel trinken. Eine große Hilfe: Elisabeth regelt den Einkauf. Für einige Tage kommt uns auch Solveigh besuchen. Andreas aus Lübeck zaubert gelassen das Essen in der Küche – Caro und Saza stehen beratend und eingreifend zur Seite. Mit den Externen befinden sich rund 45 Schüler in der Ausbildung: sechs Gleiter von Maddel und Jojo geführt, zwölf Optimisten mit Merle und Laura, der Rest: Junioren und Grundscheinler unter den Fittichen von Lorenz und Jannis. Claus und Manfred unterstützen in den ersten beiden Tagen, über die Woche zusätzlich Ole und Michel. Auch Melissa und Luise beteiligen sich in der Ausbildung und ambesonders am Piratencamp.

Am Mittwoch entscheide ich an der Seebrücke bei leichter Brandung und Wind aus Nordwest: Fehmarntörn ist möglich! Elf Menhire stehen gestiefelt und gespornt am Steg – ein schönes Bild. Der Olifant begleitet die Flotte. Mir bleibt die Filmarbeit. Hast sich doch das Schnittgerät verabschiedet. Eine Neuinstallation führt zum Verlust der Sonderfunktionen. Auch hier helfen die Leute aus Kiel, übersenden mir einen Freischaltcode für das DVD-Brennen. Das Filmen übernimmt Finn, ein Ablatus von Nils. Er bemüht sich, generiert vor allem viel Material – über 1000 Szenen darf ich schneiden. Fast 40 Minuten bringt das Werk auf den Schirm, denn zum Kürzen bin ich nicht mehr gekommen. Da wird es wohl noch eine Menge Nacharbeit geben. Finn hat sich als Kameramann ganz gut entwickelt.

Donnerstag Abend bringt mir Saza nach alter Tradition wieder seine Frikadellen, die meinen Magen bedenklich füllen. Über die Woche begleiten uns Cata und Christian, die sich inzwischen mit ihrem Gelbfieber sehr verbunden fühlen. Thomas H. segelt mit seiner Frau seinen eigenen Menhir, mit dem er zwei Wochen in Schweden gewesen ist. Steffen und Björn – Schüler aus den 80igern – kommen zu Besuch. Mein Schnittgerät berechnet über vier Stunden die DVD.

Freitag gibt es am Vormittag noch ein Kentertraining – dann kommt die große Prüfung. Mit L. habe ich die Führerscheine vorbereitet. Verwirrend nur, dass mein Unterschriftenstempel unter dem Passbild der Prüflinge erscheint. Tipp-Ex und Überkleben ist angesagt, Namensverwechslung und Fehlausstellungen kosten Zeit und Nerven. Stefan Roseland nimmt die Prüfungen ab, gegen 1630 Uhr können wir die Scheine übergeben. Nach dem glücklich fertig gestellten Piratenfilm, hebt wiederum ein Grillen an, Stanzerl läuft ein, begierig, die Gelbfieberstory zu hören. Der schönste Platz bei diesen Temperaturen ist die Terrasse der Wulf-Schanze, so ein leichter Wind weht.

Ole übernimmt für Samstag das freie Segeln und den Bootsverleih. Ich werde mit einigen Neuen die Ausbildung starten – Die Segellehrer- und Helfercrew wird wohl ausschlafen, jedenfalls treffe ich sie bei meinem Walk-Start auf Höhe der Autokrafthalle in bester Stimmung.

07.08. Badespaß und Gleiterwind!

Katze, ME, Laura und Stefan samt Kinder zu Besuch. Es wird ein großer Badespaß, bei dem es heißt: Hai Konstanze, hat sie doch von mir eine aufschnallbare Haifischflosse geschenkt bekommen. Hase ist auf ihrer Jolle mit Elisabeth unterwegs. Sie möchte in Zukunft individuelle Segelstunden geben. Sie will Anfänger und Fortgeschrittene ansprechen, dabei selbst mobil sein, um von verschiedenen Standorten aus zu operieren. Meine neue Crew: eine WE-Schülerin, ein Schnupperer und zwei SBI-ler. Später besuchen wir das Kiter-Fest an der Seebrücke.

Am Sonntag kommen Dennis und Philip vom Wacken-Fest zurück, auch Haeven läuft ein. Das Wochenende genießen die Segellehrer samt Anhang beim Gleitersegeln. Meine Schüler trainieren das An- und Ablegen, dann gehen wir auf zwei Menhiren Richtung Dalben. Dort treffen wir auf den Grünen im Schlepp der Gummiwurst. Die Rudersicherung hat sich verbogen und dann die obere Aufhängung. Jan und sein Co-Pilot sind aber sichtlich bemüht der Schäden Herr zu werden. Der Sonntag hat endlich Wind gebracht, schon an der Seebrücke haben die Wellen die Badeplattform überspült.

Der Montag kommt wieder ruhiger daher. In der Jollengruppe tummeln sich 15 Leute, bei den Optis unter der Leitung von Laura – der erste selbstständige Kurs – sind es 6 Kinder und zu meiner ganz persönlichen Freude kommt Roland zum Einsatz. Merle kümmert sich noch einmal liebevoll um Lena und ihre Freundin, endlich wird die Mittelmeerjolle bewegt. Ein lustiger Doppelkopfabend auf der Terrasse beendet den Tag ….

30.07. Ruhiges Wochenende und schönes Walken!

Am Samstag vertue ich mich, bin nicht um 0430 auf Tour sondern um 0330. Es ist noch dunkel, dafür sehe ich den roten Mond und erlebe den Sonnenaufgang nach meiner Rückkehr an der Schule. Der gute Tageswind wird von den Segellehrern und Stanzerl gut genutzt. Laser, 470iger und eine Möwengruppe tummeln sich auf dem Wasser. Hase läuft mir ihrer Jolle ein, baut sie im Laufe des Tages auf. Nacht feiert eine Gruppe bis in der frühen Morgen, da die Wasseroberfläche bei Flaute weit trägt, können wir ihre Stimmen bis zur Terrasse hören – ein ganzer Pulk sitzt später am Stegkopf.

Am Sonntag muss ich sie dann noch einmal wecken. Vom Walk zurück habe ich Stanzer rechtzeitig um 0600 wecken können, sie wollte in den Sonnenaufgang segeln, schmollt aber ob des Schwachwindes. Die letzten Vorbereitungen laufen: erwarten wir doch 27 Piratenkinder.
Andreas kommt aus Lübeck, organisiert die Küche, Elisabeth, Luise, Melissa und Marie helfen. Caro und Saza stehen beratend zur Seite. Die von mir sanft geweckten Segellehrer mit Anhang stehen tatsächlich auf, säubern ihr Schlachtfeld. Hase tauft ihr Schiff, mit dem sie eine mobile Segelschule betreiben möchte. Dann ist es schon soweit: vier Motorboote legen mit den Piraten in den Sonnenuntergang ab.

Unterkategorien

Segelschule Ralph Bennewitz | Kapitän-Nissen-Straße 3 | D-23774 Heiligenhafen | segelschule(at)bennewitz.de | Fon 04362 - 2244 | Fax 04362 - 5292