10.06. Die erste Schlacht!

…ist geschlagen. Leicht böiger Westwind treibt zehn Menhire, 37 Schüler und 11 Helfer an. Fine bei mir an Bord, vier Schülerinnen üben Kurshalten, Vorwindkurs und Kreuzen … nachmittags lässt die Konzentration dann schon merklich nach – die Theorie im Freisitz zerbröselt in der Ablenkung. Das Klarmachen der Schiffe zieht sich hin. Maddel schnappt sich meine Damencrew, während mir ein Problemschiff bleibt: drei Jungs, die sich vehement im Weg stehen, können erst nach einer Stunde auf die Bahn gebracht werden. Mangelnde Konzentrationsfähigkeit und pädagogische Taubheit fordern mich heraus …

Am Dienstag fahre ich mit dem Motorboot Sicherung – die Theorie läuft komplett in einem Raum. Nach 16 Uhr wollen einige noch segeln – ich freue mich über das Engagement, erkläre die Windsituation am Steg. Doch dann werden meine Nerven strapaziert – mit dem Ausdruck größter Unschuld krachen zwei Menhire gegen den Steg. Sie sollen die Manöver gleich wiederholen.  Molenlieger – Vorliek des Großsegels wird nicht in den Mast eingeführt es reicht – ich breche die Ausbildung ab ….

Am Mittwoch beruhigt sich die Lage, die Theorie wird ausgebaut – zwei Stunden lang wiederholt Maddel fast den gesamten Stoff. Maddel und Jan arbeiten noch direkt an Bord. Jan verlängert extra um einen Tag, nimmt dann als Bonbon auch noch nacheinander einige Jungs auf den 470iger mit. Trotz aller Appelle wollen die Schüler Grundscheinprüfung machen. Maik gibt sich voll in diese Aufgabe, möchte seine Gruppe nach vorne bringen.

Am Freitag übernimmt Herr Dennis die Begutachtung der gewonnenen Fähigkeiten. Es zieht sich hin, nachdem drei Gruppen ihre Theorie geschrieben haben, nehme ich die Knoten ab. Just in der Zeit schläft der Wind fast ein. Er kommt erst wieder am Ende der Prüfung, ich nutze es zur Wiederholungsprüfung von zwei Wackelkandidatinnen. Leider fallen viele in der Theorie durch, einige müssen sich auch einer Nachprüfung unterziehen, die Maik aber in Lüneburg machen wird. Erschreckend oft wird angekreuzt, dass der Wind beim Segel setzen von hinten kommen soll, der Unterschied zwischen Wende und Halse, die Abfolge beim Ablegen, die Ausweichregeln ….

Eine anstrengende zum Schluss aber auch erfreuliche Woche geht zu Ende. Für den fleißigen Prüfer gibt es Steakstärkung. Zuvor hat er sich noch mit einigen Schülerinnen fotografieren lassen, die sich auf den Laufsteg des Flirtens begeben haben. Am Samstag betreue ich drei Damen auf dem Menhir, nehme am Vormittag einen zukünftigen Hilfssegellehrer mit und am Nachmittag Rolf, der eine Reviereinweisung bekommt. Flutschfinger ist zum Sonnenaufgangssegeln mit Hobbit, Flo und Steffi unterwegs gewesen. Dennis führt das Long-Boat aus und stellt seine Aufenterfähigkeiten unter Beweis, während Stanzerl im Kajak einen rosa Flamingo kapert ....

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