27.06. Zwei schöne Tage!

Mit Martha, Hanno und Finn segle ich zum Dalben. Eigentlich wollen wir BüB üben, doch ich muss einen Gang zurückschalten, weil sie den Am-Wind-Kurs noch nicht richtig halten können. Ich beauftrage den Vorschoter, die Korrekturen an Hand der Windfäden durchzugeben. Doch der Wind ist zu stark, Martha kann die Schoten nicht halten. So erkläre ich Hanno den doppelten Schotstek, um die Ankerleine am vorderen Festmacher anzustecken. Erst bergen wir die Fock, dann nähern wir uns dem Ufer und werfen Anker. Mit den Sturmsegeln läuft es besser, wir trainieren sogar die Halse. Nach der langen Rückkreuz mit Gegenverkehr auf Höhe der Werft landen wir am Steg. Anette wartet auf ihre Segelphysik – es wird ein Stück Arbeit. Die Kinder fragen, ob jemand Pfannkuchen haben möchte, müssen dann aber bei Annette nachfragen, wie das geht. Später erkläre ich Martha den Bootsmannsmaatenknoten, zeige den Entfesselungstrick und dann spielen wir Activity im Freisitz, binden auch Volker mit ein.

Am nächsten Morgen treffe ich im Hafen auf eine große Ketch aus Norden, die Haithabu – sie dient dem Küstenschutz und wird auch zur Kampfmittelräumung eingesetzt – und die Franzius aus Bremen, ein Plattbodenschiff über 20 Meter lang. Der Tag beginnt bedeckt, erst nachmittags bricht die Sonne durch – es gibt wieder T-Shirt-Wetter. Niklas hat die Ausbildung übernommen, neben unserer netten Kindercrew bereiten sich Nico und Annette auf die Binnenprüfung vor. Mutter und Tochter machen einen Auffrischungskurs. Ein Koch aus Weißenhaus war nur Gestern da, er kann immer nur einen Tag in der Woche, das wird sich wohl bis September hinziehen. Niklas kommt gut bei den Schülern an, meine Wochenenddamen wollen nur noch mit ihm Motorboot fahren. Bei Martha, Hanno und Finn nehme ich eine Grundscheinvorprüfung ab, später werde ich noch Theorie mit ihnen durchgehen. Die Passbilder habe ich schnell gemacht, die Scheine vorgeschrieben, damit Morgen die Stempel trocken sind.

Annette kommt: ihr Vorschoter mag nicht mehr, ob ich Zeit und Lust hätte. Im Prinzip schon, allerdings wollte ich auch beim Kentern Bilder machen. Da der Wind in den Bereichen der unteren Damenbrise weht, zeige ich ihr in Kurzform, wie ein Menhir alleine zu händeln ist. Sie setzt es um, während Niklas das Kentergeschehen am Floß ausrichtet. Vom Steg aus versuche ich, einige Fotos zu schießen. Am Abend richtet Matthias den Menhir her, damit wir mit Volker und Jean bei Windstille und Sonnenuntergang Doppelkopf spielen können.

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