01.07. Wochenausklang

Nachdem unsere drei Lieblingsschüler abgereist sind, schrumpft die Anzahl der zu Betreuenden auf Mutter und Tochter sowie zwei Binnenleute unter der Regie von Niklas. Der franzbrötchenbewehrte Rasenmähermann ist da, tut ein gutes Werk. Maddel nimmt sich die einen Opti vor – die ersten Kurse sind für den 16. Juli geplant. Der Wind ist mäßig, kurzfristig brist er auf, nur, um angesichts der schnell gesetzten Sturmsegel wieder zu schwächeln. Diese Zeit nutzen Maddel, Hardy und Volker. Cata, Christian und Dennis rüsten Gelbfieber auf, genießen die Wiederbelebung von Carstens Traum.

Auf einem Motorroller läuft ein Haufen Elend ein: den Tränen nahe fragt er nach seinem Boot. Es ist nicht mehr da ... gestohlen!! Ein Anruf bei der WaPo bringt nix. Später wird sein Boot auf dem Graswarder entdeckt, wir sollen ihn hinfahren. Ich weigere mich mit Hinweis auf das Naturschutzgebiet, ohne Genehmigung läuft nichts. Am nächsten Tag – ich habe gerade Kundschaft – steht er vor der Tür – er habe jemanden von der Nabu am Telefon. In seiner Scheuklappenwelt existiert nur sein Problem. Widerwillig gebe ich Volker die Erlaubnis das inzwischen aufgelaufene Bergetrio hinzubringen. Zwei Kästen Flens sollten wohl drin sein – er gibt dann ein kleines Geld, das nicht für einen reicht. Ich ärgere mich über die Bootseigner, die illegal außerhalb meines Bojenfeldes liegen, die Wasser- und Schifffahrtsdirektion unternimmt hier nix. Henning und Mattis sind eingelaufen. Abends zaubert die Gemeinde Nudeln und Rindfleischstreifen ....

Der Samstag gehört den Prüflingen. Parallel weist Volker Leon und Frank – zwei neue Binnenleute ein.
So hat Niklas einen freien Tag. Der Wind ist schwach, belebt sich kurzfristig, um dann wieder weg zu blubbern. Dazu kommen Winddreher – ich leide mit den Schülern. Vom Steg aus kontrolliere ich ihre Kurse, überlege, was ich noch verbessern soll, wo ich es lieber laufen lasse, um sie nicht zu verwirren. Es hakt noch an einigen Enden, die Nerven kommen an die Oberfläche ... doch sie halten durch. Gelbfieber geht auf Törn, Stanzerl und Steffi auf Kajaktour. Gegen 16 Uhr gehen wir noch einmal auf das Motorboot – auch hier zeigen sich noch Unsicherheiten – die Sonne scheint mit Kraft – so bin ich abends durch mit Schicht.

Da die Schüler ihre Scheine erst später von der Bundesdruckerei zugeschickt bekommen, erstelle ich vorläufige Bescheinigungen, die der DSV inzwischen auch für 15 € herausgibt ..... Die Gemeinde will ins Tomatsu zum Essen – ich habe keine Lust .... sie fahren mit dem Longboat in den Yachthafen. Gerade als ich entspannt mit meinem Tolino auf der Terrasse sitze, wollen sie mich zum Sonnenuntergangstörn auf Long-Boat überreden – ich ziehe meine Entspannung vor – ob sie mich verstehen??

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