14.06. Hochzeitsausklang und Segel-AG!

Am Montag geht das große Aufräumen weiter. Die Pinguin erleidet einen kleinen Seenotfall. Die Fockschot gerät in den Propeller. Das Schiff wird zurückgeschleppt. Der Sohn von Alf geht auf Tauchstation ... Die Gruppe aus Bad Pyrmont läuft ein: 25 Schüler turnen bei böigem Westwind auf den Menhiren. Mit  Jutta, Christof, Björn, Astrid und Susanne sind wir nun dreißig Schüler. Maddel und ich segeln bei den Crews mit, viele zarte, kleine Menschen, die mit dem kräftigen Wind kämpfen müssen. Doch es geht ganz gut, wenn auch ein Vorsegel mit dem Unterliek nach oben gesetzt wird, die Scheuerleisten ihren Dienst tun, und die Halsen ohne Blessuren geschehen. Nachmittags kommen zwei Möwen hinzu, die sich ohne Kenterungen bravurös schlagen.

Heute soll es nach Fehmarn gehen. Mit sieben Menhiren und drei Motorbooten stechen wir in See. Neu ist die Welle für die Kinder, zuweilen verschwinden die Schiffsrümpfe in den Wellentälern.  Fast genauso lange wie die Überfahrt dauert das Anlegen. Dann schutteln wir die Schüler in den Hafen. Nach kurzem Imbiss geht es bei nachlassendem Wind und kleiner Welle gen Klaustorfer Turm. Dann heißt es wieder: kreuzen. Vom Dalben aus geht es gegen den Wind – es dauert wieder seine Zeit, bis alle Schiffe sicher am Steg vertäut sind. Insgesamt eine gelungene Überfahrt.

12.06. Die Hochzeit:

Das nächste Gewitter kündigt sich an, welch ein Glück haben wir doch mit dem Wetter gehabt. Außer einigen wenigen Regentropfen herrschte eitel Sonnenschein mit wolkigen Abschnitten. Die erste kirchliche Trauung am Stegkopf. Auf der Optiinsel spielt die Band die Wunschweisen des Paares, allein der Kontrabass stehe auf dem Steg. Ringe tauschen, Gebete und die Fürbitten einiger Freunde geben der Sache den feierlichen Rahmen. Dann wartet schon das Long-Boat – Jule und Dennis haben ein „just-married-Segel“ samt Mast und Drehvorrichtung gebaut. Mit Anita am Nebelhorn schallt die Verlautbarung ihrer Eheschließung über das Wasser – die meisten grüßen freudig zurück.

Schon vorher gab es einen tollen Sektempfang mit zwei taffen Damen. Für die Kinder hülle ich mich in das Eisbärenkostüm, um Eis zu verteilen. Vor dem Zelt wird die tolle Bettina-Torte angeschnitten. Es gibt lecker italienische Pasta. In der Hütte spielen die Musiker auf – gute Musik findet auch Dennis – gute Sängerinnen, sowohl am Steg als auch hier. Ein kleines Lagerfeuer wird entfacht, die Kinder grillen ein Würstchen ... In der Dunkelheit zeigt sich Stanzerls Wirken: auf dem Gelände leuchten unzählige Ballons mit LED-Lichtern. Der Steg wird zur Landebahn, hat sie doch noch mehr Windlichter gebastelt, die den ganzen Steg illuminieren – mögen hier Anita und Alf einfliegen. Hier hat Stanzerl ein kleines Kunstwerk geschaffen.  Ein Feuerwerk unterstreicht die Glückswünsche. An der Getränkebar geht es – unterstützt vom Schlangenschnaps – weiter bis in den frühen Morgen. Ich bade in den Lobgesängen der Gäste, welch ein besonderer Platz dies doch sei – sie gehen in der Atmosphäre auf. 51 Meldungen zum Lichterlotto, das erst möglich wurde, weil die Erkenntnis sich durchsetzte, dass es einen Anschalter gibt. Dennis vermarktet die Aktion, allerdings gibt es ein Licht zuviel, was Stanzerl huldvoll zugetragen wurde.

0230 im Bett geht es um 7 Uhr auf den Walk. Kleines Frühstück – ich beginne die Schiffe zurück zu bauen, Flaggen runter, drehen, wobei mir Felix, der Sohn von Anita viel hilft. Viele Gäste möchten dann doch segeln – Alf, sein Sohn, Dieter und Matthias helfen, zwischendurch ein Verleih und die Schüler der Vorwoche. Südliche, böige Winde, Anlegen mit Paddel. Immer mehr wollen segeln, so müssen auch Dennis/Jule und Stanzerl dran glauben – sieben Menhire sind zeitweilig mit der netten Gesellschaft unterwegs. Ich versuche die Vorhochzeitordnung der Schiffe wieder herzustellen. Die Rückkehrer werden eingewiesen, sich bündig am Steg zu vertäuen. Bernd aus Lübeck kommt mit Freunden, können einen Menhir gleich übernehmen. Zwischenzeitlich baue ich die Möwen zurück: Kenterbälle neu justieren, Flaggen bergen, pützen und alles Tauwerk hochbinden ... Stanzerl kommt leicht gestresst zurück – Ausbildung ist nicht ihr Ding – da fehlt halt die Routine...

In der ganzen Zeit arbeiten Alf, sein Sohn und Anita unermüdlich, unterstützt von vielen Gästen, die hier eine große Kompetenz an den Tag legen. Fast alle betonen, dass sie durch die Atmosphäre meiner Schule sehr beeindruckt sind. Es wird viel geschwommen, gebadet und mit herzlicher Geste Abschied genommen. Abends kommen Lothar und Peter auf Kurzbesuch, die H-Jolle nimmt Kurs auf den Dalben. Ich nehme im Strandkorb eine Mütze voll Schlaf, sichte die Videoaufnahmen, kann sie nach einigen Schwierigkeiten auf den Rechner überspielen ....

Mit Jule, Stanzerl, Dennis und Lothar nehmen wir bei großer Schwüle Kurs auf die Seebrück – ein Eis lockt. Wir alle hängen nach dem großen Fest etwas durch – doch das war es wert. Die Gruppe, die ab Montag bei uns segelt, meldet sich – das Wetter soll eine unwirtliche Richtung nehmen – ich plane schon den nächsten Tag. Ich glaube, wir haben dem Brautpaar ein schönes Event ermöglicht. Sie haben alles technisch gut vorbereitet – doch Flaggenparade, Illumination und zum Teil Schiffsführer können wir gerne für uns verbuchen.
Es war ein schönes Erlebnis !!!!!!!!!!!!

10.05. Hochzeitsvorbereitungen und Gewitter

Alf wird schon nervös, das Zelt ist noch nicht da. Als es endlich kommt, wird gearbeitet. Heiko, Dennis und Jule dekorieren mit Spinnaker und Kristalllüster. Ich beginne mit dem Setzen der Flaggen – Mareike, Stefan und Jonas – vom Törn zurück und begeistert – helfen. Wilfried, Thomas und Freund tauchen auf, sie wollen einen Törn Richtung Rügen starten, wollen von mir Informationen. Nach einigen sprachlichen Pirouetten, die mein Nichtwissen widerspiegeln sollen, kann Dennis einige Infos einträufeln. Die drei Herren in bester Ferienlaune nehmen diese in sich auf ... oder?

Bühne, Zelt, Getränke, die Hochzeitstorte unter den kundigen Händen von Bettina – alles nimmt seinen Lauf. Dann kommt das Gewitter, der Wind dreht von Ost auf West. Einige Flaggen verheddern sich an den Unterwanten. Das Hauptgebiet ist durchgezogen, ich verbringe mich in die Watthose, um die Möwen nach der neuen Windrichtung auszurichten. Es reicht für die gesamte rechte Stegseite – Dennis und Heiko helfen.

Die ersten Gäste – Anita ist schon eingetroffen – laufen ein. Ich lerne Mutter und andere Verwandte kennen. Ein Ehepaar aus London mit Themenfelder Segelsport und Piraterie. Die ersten Getränke werden gereicht. Dennis zaubert mit helfenden Händen lecker Kartoffelsalat und schmackhaftes Grillfleisch – ein guter Rum danach, dann ruft die Koje. Beim Walk heute Morgen ist der Himmel noch bedeckt – erste Sonnenlöcher am Horizont lassen hoffen.

08.06. Südliche Wind mit etwas Regen und Böen!

Am Dienstag segelt die Gruppe von Meike unter Maddels Regie, Heiko und Stefan springen als Schiffsführer ein, während ich mit Meike, Christoph und Jutta die Halse trainiere. Beim Anlegen, das sie schon selbstständig durchführen entfährt mir ein fürchterlicher Schrei. Christoph düst mit dem Menhir am Steg vorbei, will dann eine Halse wenige Meter vor der Mole hinlegen. Ich höre schon den Kunststoff bersten, da erreicht ihn mein Befehl: „Ruder nach rechts“ ... Puh, das war knapp.

Abends erhole ich mich mit Jean, Matthias und Stefan beim Doko. Ein tolles Blatt auf der Hand, nur Kreuz und Pik 10 als Balast. Da spielt Jean das Herz-As vor, ich werfe eine Zehn ab und verkünde ein Re. Ich spekuliere mit Jean zu spielen, reize weiter und spreche das seltene „Schwarz“ aus! Es klappt und ergibt im Mehrfachbock gute 152 Punkte ...

Am Mittwoch segeln wir nur vormittags, weil der Wind immer garstiger wird. Am Donnerstag kommt Astrid hinzu, die ebenfalls die Binnen-Prüfung für Segeln ablegen möchte. Der Südwester hat die Bucht fast trocken gelegt, selbst Lothar’s Schiff liegt auf Grund. Wir fahren uns auch gleich fest, können uns aber mit dem Bootshaken befreien. Über die Fahrrinne segeln wir zum Dalben. Maddel kommt später mit drei Menhiren im Schlepp nach. Alf ist inzwischen sehr fleißig, die Hütte ist leer geräumt, der Platz für das große Zelt vorbereitet.

Gestern schon ist Bettina – unsere begeisterte Balletttänzerin –eingetroffen. Ob denn genügend Platz für die Hochzeitstorte im Kühlschrank sei ... Der Wettergott scheint ein Einsehen zu haben – schönes Wetter für Samstag ist zu erwarten. Am Nachmittag erkläre ich meiner Crew das BüB, während Maddel mit seiner Truppe das Kentern übt. Mareike und Stefan segeln bei böigen Südwinden ihre Laser….

06.06. Ein ruhiger Montag!

Vormittags führe ich Jutta und Christof in das Segeln ein. Vor sechs Jahren haben sie hier ihren Grundschein gemacht. Bei drehendem, böigem Südoster nähern wir uns den Grundlagen an. Nachmittags kommt Meike aus Berlin dazu. Parallel segeln einige Verleihleute. Nach langer Zeit taucht Burkhard aus Lübeck mit einer kleinen Crew auf. Herr Rohde ruft mich später an, dass er sie in der Orther Bucht auf den Haken genommen haben ... Eine Damencrew mit zwei kleinen Kindern leiht einen Menhir, der später quer am Steg liegt, der Palstek hat wohl nicht gehalten. Steffi und Gerd segeln mit der Möwe. Michael sucht seinen Slipwagen, findet ihn im Seegrashaufen, segelt dann mit seinem Cat in der Bucht. Heiko gesellt sich mit seinem Zugvogel dazu. Dennis beglückt uns mit Wiener Schnitzel und Spargel.

Dann beginnt das Warten. Eine kleine Truppe von jungen Leute, die ihr freiwilliges soziales Jahr machen, soll ankommen. Die Wochenendgäste brechen auf – nur Heiko hält die Stellung. Das Wetter soll kritisch werden, so müssen wir den heutigen Tag – Dienstag – gut nutzen ….

05.06. Pfingstrosen auf dem Wasser!

Heiko und Jannis besuchen uns nach ihrem Törn. Cornelia und Jan beziehen ihre Hütte, während PC-Nils auf dem Steg schläft. Wir haben ein sehr gemischtes Programm: Acht Schüler von Well-Sailing sitzen vor der Tafel, Maddel betreut zunächst sechs, später acht OSG-ler; Gesa kentert mit Rahel; Janis, Kai, Manfred, Sven und Silvia sind auf Prüfungskurs. In der Ausbildung helfen: Nils, Jan, Dieter und Julian, nachmittags Matthias. Ich sitze nach dem Unterricht auf der Möwe, zeige Rahel und Gesa die Wendetechnik.

Abends gehen Jannis, Jan und Julian – die drei (J)ungs auf Fischfang, während der Rest dem Grillen anheim fällt. Kai – unser Chilene – produziert köstliche Pisco sour, Leonie feiert ihren Geburtstag sektisch, unsere Haustruppe – erweitert um das Hochzeitspaar Anita und Alf – frönt Aperol-O-Saft und World’s End-Rum. Nach langer Zeit kommen wieder meine Paprika mit Ingwer auf den Tisch.

Der Sonntag beginnt mit grauem Regenwetter, die Gleiter sind zögerlich, dann betreut Jannis zwei Laser in der Bucht, Maddel zwei Gleiter im Revier. Dennis taucht auf – er war auf einem Konzert in der Elbphilharmonie. Der Wind nimmt zu, wir rüsten teilweise auf Sturmsegel um. Gegen 13 Uhr läuft Axel ein – die Prfung beginnt, während die Anfänger gleichzeitig am Steg üben. Morgens habe ich noch die Bahn verkürzt, die Ostboje nach Westen verholt, bei Dauerberieselung die Grundscheinprüfung bei Benni abgenommen, weil Berit zum Seifenkistenrennen möchte, Theorie an die Tafel gezaubert und Fröhlichkeit gegen die Düsternis gesetzt. Unter Anspannung und kräftigem Wind zeigen die Prüflinge ihre Nervosität – Sven pfählt sich beim Ablegen, Janis zeigt Kamikaze-Halsen und selbst Manfred prescht forsch an den Steg. So kommt es zu einigen Wiederholungen. Die anlegenden Frischlinge werden tiefer an den Steg geleitet – Dieter herrscht über den Steg. In der Theorie gibt es leider einen Durchfall, bei der Scheinverteilung bürokratische Ärgerlichkeiten ... Axel und Dieter bekommen ihren verdienten Zaubertrank – Verabschiedung der Crew. Die Gleiter sind ausgepowert, machen sich ebenfalls auf den Heimweg, bis auf Ines und Boris – das Großfall des 505-ers ist ausgerauscht – hat der Zeppelinknoten doch nicht gehalten.

Das Wetter hat wieder ein Sommergesicht – bei blauem Himmel und vier Windstärken rüsten Springbok, eine Möwe mit Julian, eine mit Nils einhand, ein 470iger mit Jannis und Jan, ein zweiter mit Ines und Boris. Mit Dennis nehme ich das neue Motorboot – wir gehen auf Fototour – allerdings halten wir uns nicht lange genug in der Welle auf – Kritik von Stanzerl! – machen also nur gemäßigte Fotos. Deshalb legt sie noch einen Kopfstand auf dem Contender nach. Haben wir schon an Bord mit einem kleinen Imbiss begonnen, so führen wir ihn an Land fort. Bei mir setzt das große Gähnen ein – ab in die Koje, um am nächsten Morgen um 0430 Uhr den Walk in den Sonnenaufgang zu erleben ...

02.06. Vögel, rudern, segeln und Flaggen!

Silvia und Gesa üben fleißig ihren Prüfungskurs, nachdem wir tags zuvor wegen Starkwind abbrechen mussten. Nachmittags segeln wir zur Osttonne, bei 4 Bft steht noch eine gute Welle, Gesa strahlt ob der Achterbahnfahrt. Alf ist wieder vor Ort, schleift an der Pinguin, säubert den Strand, es treibt ihn um. Maddel kämpft verzweifelt mit einer Curryklemme, deren Schrauben aufgrund einer verrosteten Stahlfeder den Lösungsversuchen lange Widerstand leisteten. Ich setze schon einmal das Flaggenalphabet von Eiche zum gelben Mast und weiter zur Mastaufrichtungsbirke. Maddel flucht abends, weil er mit seinem Laser mit dem Mast hängen bleibt. Matthias und Bollo schauen rein und helfen uns.

Heute herrscht schwacher Wind. Silvia wird ihre ersten Einhanderfahrungen auf dem Menhir machen, Gesa wird sich auf der Möwe vergnügen.

31.05. Abreise-Sonntag

Der Sonntag beginnt müde. Nur schleppend können sich einige aufraffen, in See zu stechen. Maria segelt Laser! Hobbit treffe ich am Morgen beim Start zu meiner Walkrunde. Er sitzt mit zwei weiteren Jungs am Rumtisch. Nach meiner Rückkehr sehe ich ihn noch einmal und er sagt: „Das ist so eine nette Gruppe. Ich solle mich nicht schämen, ihn zu fragen, ob er Ausbildung machen wolle.“ Es beginnt die große Abreise.

Stanzerl und ich sind fast allein, da meldet sich die Pinguin an. Der Einlauf verzögert sich, wir nehmen die Steuerschüssel und fahren ihnen entgegen. Anita und Alf legen ihr Hochzeitsboot – die Saling ist das Kreuz – vor Anker. Am Montag begrüße ich Silvia und Gesa – meine Schüler für die Woche - . Das Flaggenalphabet ist sortiert. Maddel bereitet die Gleiter vor, am Wochenende kommen die OSG, Prüflinge und Schnupperleute ...

27.05. Schöner Segeltag

Am Freitag erkläre ich an der Tafel das An- und Ablegen, wir wollen die Boote selbstständig machen, so dass sie ohne Lehrer auskommen. Auch Springbok läuft aus. Cornelia – sie will im Juni helfen - und Jan besuchen uns, beziehen die hintere Hütte. Vom Boden hole ich die Flaggen – Vorbereitungen für die Hochzeit von Anita und Alf. Stanzerl kommt mit ihrem Contender zurück, zeigt uns ihren Kopfstand an Bord. Die Gleiter machen Ihre Erfahrungen, entdecken den „gemeinen Fahrrinnentaucher, der aufgrund eines genetischen Defektes ständig zu tauchen versucht, was sein natürlicher Auftrieb verhindert.
Gegen frühen Abend veranstalten Folker und Bernd ein weiteres Kentertraining. Stanzerl macht ihre köstlichen Nudeln mit Melone. Auf der Terrasse haben dann Katze, Laura, Stanzerl und ich eine Geheimsitzung.

Am nächsten Tag – es ist wenig Wind vorhergesagt – beschliessen wir eine Revierfahrt zum Dalben. Fast alle Menhir, Möwen und ein 420iger finden sich dort ein. Der Wind ist besser als gedacht, Gummiwurst und das neue Motorboot sind ebenfalls im Einsatz. Ich sitze auf der Steuerschüssel, habe mir aus einem Regen- einen Sonnenschirm gebastelt. Auf dem Rückweg kann ich einige Fotos vom Springbok schießen, Stanzerl versucht sich einbeinig im Trapez. Nachmittags legen wir einen Übungskurs in der Bucht aus. Acht Laser und die Menhir/Möwenflotte treiben sich herum. Ich besuche die Crew Kea und Dio, um ihnen das Auslegerhandling näher zu bringen. So geht ein schöner Segeltag mit hochsommerlichen Temperaturen zu Ende. 

26.05. Schnupperkurs Osnabrück – erster Tag

21 Anfänger sitzen im Schulungsraum: Bernd, Dieter, Hobbit, Maddel, Folker helfen als Schiffsführer, Frauke macht einen eigenen Menhir auf.  Moritz betreut die Auffrischler und Gleiter. Bei kräftigen Winden werden unter Sturmsegeln die ersten Erfahrungen gesammelt. Bei mir an Bord: Kea, Anna und Dio. Am Mittag trifft Heaven mit seinem Ablatus Bruno ein. Katze und ME haben uns besucht. Jonas schaut rein, er macht mit der Uni mit sechs Yachten einen Törn auf der Ostsee. Nachmittags gehen vier Gleiter – Stanzerl vorne weg – und zwei Menhire Richtung Osttonne.

Plötzlich an der Werft: eine Yacht vor uns, eine hinter uns, da schießt auch noch ein schwarzer Rumpf aus der Werft heraus – nur mit Hartruderlage können wir ein Tackling vermeiden. Beim Anlegen ist meine Crew schnell müde, obwohl der Wind noch gut ist. Julian und Bernd veranstalten noch ein Kentertraining, während mich bereits andere Sorgen planen, zeigt mir Maddel doch einen Holzwurmbefall am Haus, Bohlenstücke lassen sich herausbrechen. Schnell erstelle ich einige Fotos, die ich an Lothar und Dennis weiterleite. Mit Kea, Bruno und Stanzerl sitzen wir abends im Freisitz und schwingen die Karten….

25.05. Prüfung

Mit dem ersten Boot segle ich den Kurs vor. Die Halse hat schon brachiale Züge. In den Böen drücken bis 6 Bft in die Segel. Glücklicherweise gibt es kaum Welle. Alle haben sie Respekt vor dem Wind bekommen, einige Tränen können getrocknet werden. Viele lernen in diesen zwei Stunden mehr als in der übrigen Zeit. Die BüB’s sind sehr gut, das Stoppen mit dem Groß hat sich durchgesetzt. Die Anleger sind dafür als sehr forsch einzustufen. Axel und Jan übernehmen die Prüfungsvorsitz, die Theorie beginnt, dann legen bis zu vier Menhire ab – meine Schüler zeigen Nerven und Leistung. Sonja fungiert als Coach. Die praktische Motorprüfung zieht sich in die Länge, es ist schwierig, die Steuerschüssel auf Kurs zu halten. Gegen 14 Uhr können die Führerscheine verteilt werden. Statt Schnittchen gibt es Knoten bei der Arbeit. Fazit: Verdammt kurze Ausbildungszeit und Wetterrisiko, den heutigen Wind hätten wir früher gebraucht. Es bleibt bei allem Erfolg eine amputierte Ausbildung: Kentertraining, Segeln auf der Zweimannjolle, Verkehrserfahrung in der Fahrrinne, Ausflug ins Revier, geschweige denn die Geschwaderfahrt nach Fehmarn. Ich hoffe, einige werden zu einem Auffrischungskurs wiederkommen.

Während noch die letzten ihre Sache packen, läuft Folker schon ein – wir erwarten 30 Leute aus Osnabrück zum Schnupperkurs. Die Staulage führt dazu, dass die Ankunft sich bis in den späten Abend hinzieht. Maria besucht uns seit längerer Zeit wieder. Mit Stanzerl klönen wir zunächst auf der Terrasse, setzten uns dann zu den grillenden Schülern, wo ich viele bekannte Gesichter begrüßen kann. Es geht weiter….

22.05. Ein Sonntag im Mai!

Der Tag beginnt mit einem Test, den einige auch bestehen, andere hängen aber noch bedrohlich in der Wissenskurve. Motorboot und Boje-über-Bord sind angesagt. Dieter übernimmt die Steuerschüssel, kurze Zeit später versagt die Lenkung. Bollo ist zunächst nicht zu erreichen. Als er kommt sagt er uns, er hätte alles erneuer, dieses Kabel jedoch nicht, weil es noch ginge. So kann Maddel – in seinem neuen Sommerlook – dieses noch austauschen. Auch die Gummiwurst hat Startschwierigkeiten – wir brauchen sie aber am WE für die Gleiter.

Flutschfinger geht aus seinen ersten Törn. Die liebe Sonja wird mir eine Flasche Weißwein besorgen ). Abends gibt es die Segelphysik, wo ich Gdanken der Logik zu entfachen versuche. Die Wochenendgäste fahren alle ab – es wird ein ruhiger Abend. Die Schüler gehen mit den Surfbrettern baden – einige versuchen sich am Segelspiel (Brettspiel!)…Henning – mit Familie und Dennis auf Törn – schickt mir die Doppelkopfergebnisliste, klar, dass Vatti vorn ist. Am nächsten Morgen aufwachen, Klo verstopft….die See spiegelglatt – wir hoffen auf Wind.

21.05. Zweiter Ausbildungstag!

Um 0410 Uhr stehe ich an der Uhr, bereit zum Walk um den Binnensee. Auf der Seebrücke herrscht noch Dämmerung, die rot-orange Sonne steht erst am Fischereihafen über der Kimm. Zurück bereite ich die Übungsarbeit vor. Die Schüler haben gestern die zweite Theorieeinheit bekommen, da sie zu Hause schon Vorbereitungen gemacht haben, bin ich auf das Ergebnis gespannt. Der Wind war tagsüber ideal, wir konnten das An- und Ablegen und die Halse lehren. Parallel haben Manfred und Dieter mit der Motorenausbildung begonnen.

Abends haben wir mit Swantje, Hobbit, Mareike, Stefan, Heiko, Stanzerl den Grill verwöhnt. Der Rum wurde dann vor dem Haus mit Seeblick genossen. Dort treffen wir auf Sonja, die Besuch von ihrem Mann und Sohn hat. Jener hat eine Drohne mitgebracht, damit tolle Fotos erstellt. Stanzerl, Mareike und Stefan waren mit den Lasern auf dem Wasser. Es wurde auch wieder Kopfstand geübt, diesmal mit Beingrätsche, fehlt nur noch, dass Emma hindurch springt. So ging  ein schöner Sommertag zu Ende. Erfreut habe ich die Nachricht vom Bestehen meiner See-Schüler erhalten. Nun gilt es bei flautigen Südwinden eine Programm zu gestalten.

20.05. Schulklasse!

Spät am Donnerstag beginnt der Einlauf der Lüneburger unter Sonja. Christiane als Quereinsteigerin kommt hinzu. Am Freitag teilen wir die Gruppe in acht Crews ein. Bei leichten bis flautigen Winden aus Südost beginnen wir unser Training. Unterstützt werden wir von Sonja, Maddel, Dieter, Manfred und meinen drei See-Schülern: Gesa, Lara und Fiete. Immerhin können wir nachmittags mit den ersten Freiflüge starten.

Hobbit bastelt mit Heiko unter Hochdruck an Flutschfinger, können später am Steg anlegen. Abends sitzen wir auf der Terrasse beim heißen Stein, dann droht wieder ein Gewitter, zieht aber vorbei. Wir beschließen den Abend mit einem Memoryspiel, das wir von Ulrike und Achim bekommen haben. Sie haben uns vor einiger Zeit besucht, Bilder, die sie während ihres Aufenthaltes gemacht haben, sind zu einem Memory verarbeitet worden – schöne Idee.

Heute zeigt sich zunächst ein grauer Südwester mit Flachwasser und Böenstruktur….Die Gruppe macht einen guten Eindruck, am Mittwoch wollen sie Prüfung machen – da ist noch viel zu tun.

09.05. Im Durchschnitt mäßiger Wind!

Am Freitag herrscht noch Starkwind, produziert mit seiner Ostmelodie drei Molenküsse. Karin und Sandra wechseln ihr Segelkleid auf Sturm, um dann Axel und Frank Hagen zu zeigen, wie ein Panzer fährt ... Jens fährt als Stabilisator mit. Unter Motor müssen sie bei Seitenwind durch ein Bojentor zirkeln und ungewohnt einen Kopfanleger durchführen, obwohl der Wind auf Stegparallel plädiert. Der Segelschein wird dann ausgiebig gefeiert, das Segeln am nächsten Tag hintenan gestellt.

Am Wochenende herrscht Schwachwind: Henning, Dieter, Maddel und ich übernehmen unsere Well-Sailing-Starter-Crews. Evelyn übt mit Jens auf der Möwe. Es ist eine lustige Gruppe: „Was hast du im Täschchen? – Mein Einkaufstäschchen!“ Abends brennt ein kleines Lagerfeuer, von Henning entfacht, der uns auch kulinarisch vorzüglich versorgt, zum Spargel auch den passenden Wein präsentiert. In der Crew sind auch zwei Chilenen und Benji, der in Bogota gelebt hat – Stoff für Klönschnack.

Hobbit ist mit seiner Helfercrew am Flutschfinger: Julian, Willi und Bernd legen Hand und Geist an. Ich bedauere, dass es noch keine ferngesteuerten Laminierroboter gibt, die sich auch in die kleinsten Winkel vorarbeiten könnten. Seglertonsur: meiner Crew erkläre ich den neuesten Trend: im Nackenbereich wird 5 cm über dem Kragen ein kreisrundes Loch rasiert, um den achterlichen Windeinfall besser spüren zu können.

Am Sonntag schwächelt der Wind: Manfred und Kai: beide konnten ihre Vorkenntnisse nicht geheim halten, finden sich auf der Möwe wieder. Nachdem der Sturm der letzten Woche unseren neuen Eduard gefällt hat, umgebe ich die Optiinsel mit einem Bauzaun, in der Hoffnung, den Fäkalienbelag zu minimieren. Der Montag zeigt wieder Starkwind: mit Jens auf der Möwe – Wendetechnik ohne Standphase und Halsen ohne Krängung, nachmittags segelt er allein unter Großsegel…..

16.04. Ostern!

Kalte Ostern ... Dieter kümmert sich um drei Schüler ... der Rest bemüht sich, das Gelände für die Saison auf Vordermann zu bringen. Wir beginnen, den Vogelschreck zu bauen, der allerdings in den ersten harten Böen nur ein kurzes Dasein führt. Alle Mann an Deck, bzw. an die Optiinsel, sie muss ins Wasser verbracht werden. Da es an Kompetenz nicht mangelt, brechen immer wieder Diskussionswellen wabernd über das Geschehen.

Endlich auf 1-2-3 reduziert, kommen wir zu bewegenden Szenen. In Luv des Steges angelascht, legen heftige Böen den Mast, an dem der neue Eduard schwingt, in die Waagerechte. Dort liegt er dann – an empfindlicher Stelle geknickt. Matthias‘ Frau versorgt die Helfer mit schmackhafter „Chili sin carne“.

Matthias bringt ein Whiteboard in der Küche an, ist auch bei der Wässerung der Insel vorne mit dabei. Stanzerl wirbelt mit Lappen und Wischmob durch die Räume, arrangiert das Einräumen in der Hütte. Eine neue Leuchte wird im Bad von Hobbit und Hardy installiert. Er bringt auch den Vogelabschreck­rotations­körper in die Ruder­anlagen­halterung der Möwe ein. Unsere „Jugend“ nimmt den Strand in Angriff. Ein danieder­liegendes Slipwagen­deichsel­auflager wird neu in das Sandreich eingebracht, bevor die Armee der Sauberkeit mit Harke, Rechen, Forke dem Seegras den Garaus macht. Der Abend klingt mit Spargel und Schinken aus.

16.09.2014 Danke!

An dieser Stelle möchte ich mich für die vielen Schiffsführer bedanken, die mich bei Heikos Schulklasse unterstützen. Nach einem netten Wochenende mit lustigen Schülern und leichten Winden empfängt uns der Montag mit frischem bis starkem Ostwind. Während Maddel 20 Schüler vor der Tafel belustigt, versammle ich 15 übrige Zukunftssegler am Freisitz. Zwölf Menhire werden mit jeweils drei Personen bestückt, die Skipper sind: Paul, Severin, Steffi, Detlev, Heiko, Dieter, Claus, Thorsten, Richard, Flo, Maddel und ich. Teilweise segeln wir nur unter Sturmgroß, üben das Kreuzen, Wenden und die An-/Ableger.

Meine Crew: Laura, Sophia und Lena haben den Schalk im Nacken. Es reift in ihren Köpfen der Plan, in’s Wasser zu springen. Über Mittag besorgen sie sich heimlich Neoprenanzüge, die sie unter ihren Sachen anziehen. Am Ende der Ausbildung wollte ich sie ins Wasser lassen, doch schon am Anfang fällt Lena in die Hängebrücke zwischen Schiff und Steg, wie schon Sonja am We. Da war mir klar, lange kann ich nicht mit ihnen segeln, sonst erkälten sie sich noch. So kommt es in der Südostkurve zum Wasserspaß. Doch zurück am Steg schnell unter die Dusche. Abends zeigen Richard und Thorsten Einsatz auf dem 470iger, während Paul und Severin Havarie auf dem Tornado haben.

Segelschule Ralph Bennewitz | Kapitän-Nissen-Straße 3 | D-23774 Heiligenhafen | segelschule(at)bennewitz.de | Fon 04362 - 2244 | Fax 04362 - 5292