25.06. Die Segelschule wird türkisch und geht baden !

Niklas holt einen Freund vom Bahnhof ab, Manu, er hat wohl einige Zeit in Istanbul studiert. Gerne lassen wir unsere Vorstellungen mit seinen Erkenntnissen vor Ort überprüfen. Als kleines Gastgeschenk hat er einen Tee von  einem Basar mitgebracht. Er soll von potenter Wirkung sein. Eine entsprechend etikettierte  Thermoskanne steht nun neben der Kaffeemaschine. Am Stegkopf  hängt die türkische Flagge, je nach Richtung, flattert die Regenbogenflagge von St. Pauli im Vorder- oder Hintergrund – in der Fahrrinne läuft gerade ein schwedischer Frachter ein.

Jannis, Jan und Niklas beschließen, mit den Schülern baden zu gehen. Fast alle unterziehen sich dieser Übung, die fleißig fotografiert und gefilmt wird. Der Himmel ist bedeckt, allein mir war es vergönnt, die Sonne zu sehen, die ihr Farbenspiel im Yachthafen aufgeführt hat. Als Neuerung in meiner Walkingrunden, nehme ich mir jetzt immer einen Steg vor. Schiffsnamen und skurille oder einfach nur schöne  Boote finden den Weg in meine Kamera. Eine Yacht mit dem Namen Cassiopeia trägt lediglich das Sternbild auf dem Bug.

Niklas macht Fotos von den Prüflingen, dich ich ausdrucke, er schreibt auch die Führerscheine aus. Anhaltender Wind aus nördlichen Richtungen verhindert den Fehmarntörn, so gibt es nur einen Törn zur Ost-/Nordtonne.

23.06. Flaue Prüfung und Regenstart in die neue Woche!

Die Prüferin kommt, wir machen zuerst Theorie, weil wir hoffen, das Gewitter ist dann vorbei. Tatsächlich ist dann auch der Wind vorbei, also gibt es zuvor die praktische Motorprüfung, während ich den Menhir von Sturm- auf Normalsegel umrüste, dann auch gleich die sich immer verdrehende Großschot umgekehrt einschere. Der blöde Südoster dreht und windet sich. Eine neue Situation für die Schüler, die eine stetige leichte Brise gewohnt sind. Die Krux der Ausbildungsverkürzung, unterschiedliche Bedingungen umzusetzen, dazu fehlt die Routine.
Mit Glück bestehst Du die Prüfung, wirst zum Scheinsegler, lässt Du die Luft der Erfahrung aus dem Ballon, fällt er zusammen im Feld der Selbstüberschätzung. Umso mehr hoffe ich, sie zu einem Auffrischungskurs empfangen zu können. Scheine sind Hüllen, die nur durch Erfahrung Format erlangen. Mit Moritz, der an seinem Laser 5000 bastelt, Lothar, dessen Schiff noch nicht dicht ist, und Stanzerl, die ihr Kajak schon eingepackt hat, geht es Richtung Seebrücke, Eis fassen. Auf dem Rückweg treffen wir auf Jean und Shorty – ich bekomme mein zweites Eis.

Montagmorgen – testen: Ich erfeue die Testerinnen, in dem ich sie in Landessprache, ungarisch und serbisch, begrüße. So kann ich gut gelaunt den Tag beginnen. 12 neue Schüler verteilen sich auf vier Menhire. In mein Aufgabenbereich fallen die Altlasten und zwei Auffrischler. Halsetraining mit Marcelin und Hannes – erfolgreiche Grundlagenforschung bei Nina und Jonah. Am Nachmittag bin ich auf der Möwe, Wendetechnik. Abends Navigation. Thomas H. ist zu Besuch, hat seinen Menhir nach Fehmarn entführt, aber sicher zurückgebracht.

Später kommt Regattafieber auf: vier Laser stehen am Start. Niklas, Jan, Jannis und Nikolaus. Sie wollen ein Rennen bis zur Nordtonne starten. Die Begeisterung ist toll. Mit Philipe organisieren wir den Start. Nikolaus kentert gleich zweimal. Da legt sich schon Beklemmung auf meine Brust. Wie wird er – es ist schon nach 19 Uhr – draußen heil durch kommen. So sitze ich auf der Lästerbank, ärgere mich, nicht schon früher eingegriffen zu haben, bin bereit, das Motorboot klar zu machen ... Da kommen sie heil zurück - es besteht Redebedarf!

Am nächsten Morgen breche ich mit meiner Gruppe Richtung Dalben auf. Marcelin und Hannes auf der Möwe, Nikolaus einhand, Henning, der einen Kurzbesuch bei uns macht, mit Jonah und Nina auf Menhir. Endlich wieder Jollen am Dalben. Dem Wetter geschuldet gebe ich Vollgas, will Crecent ausfahren, da dreht der Motor durch, hohe Drehzahl – keine Leistung. Die Rutschkupplung des Propellers ist hinüber. Nur im Schritttempo geht es vorwärts. Ich lege mich erst einmal vor Anker, bleibe am unruhig, weil ich ja später noch Motorenkunde geben soll. Henning ruft bei Niklas durch, gibt die Situation durch.

Vom Strand aus sind drei bis vier Wing-Surfer unterwegs. Lautlos foilen sie an uns vorbei, balancieren fast elegant ihren Wing bei der Halse über dem Kopf und tragen diesen bei Halbwind einem Schild gleich auf einer Seite. Nur der Start fordert Gelenkigkeit.

Erst auf dem Brett knien, wenn er dann aus dem Wasser kommt, aufspringen und die richtige Haltung einnehmen.

Gegen späten Vormittag brechen wir auf, mein Boot tuckert langsam vor sich hin, während die Jollen im Fahrwasser kreuzen müssen, ohne, dass ich eingreifen kann – ein blödes Gefühl. Jonah ist zur Unterstützung zu Nikolaus gestiegen. Am Steg treffe ich punktgenau auf Bollo, wir haben noch einen Ersatzpropeller, und schon ist Crecent wieder einsatzfähig, danke, Bollo. Niki ist kein, nein, er hat einen schlimmen Finger, Blessur aus dem Laserzirkus. Marcelin hat einen netten Film davon gedreht, bei einer der Kenterungen hat der Mast den Kopf eines anderen Seglers touchiert. Heiko taucht kurz in der Segelschule auf, er macht mit Familie Urlaub auf Fehmarn.

Nach 16 Uhr beginne ich am Außenbordermodell die Motorenkunde mit Gertraud, Alexandra, Nina und Nikolaus. Es zieht sich bis nach 18 Uhr, Kurs halten, gefühlvoll Gas geben und schalten, das dauert halt. Dabei beobachten wir einen Holländer, der unter Vollzeug mit seiner kuttergetakelten Yacht das alte Fahrwasser entlangsegelt und sich in der Ostkurve vor Anker legt. Am Strand bereiten sich Jan, der inzwischen einen Model(l)charakter entwickelt, mit Maddel vor, den Kat zu starten. Mir scheint, die Zeit vor dem Start ist fast länger als die Segelzeit. Jannis rüstet zur Entspannung einen Laser auf. Ich setze mich zu Henning – wir haben es nicht geschafft, eine Doko-Runde zusammen zu bekommen. So klingt der Tag mit dem Ton der zusammenstoßenden Gläser angemessen aus.

20.06. Sommerspiele

Die Pfadfinder schlafen im Freien, aus einer Hängematte ragen ein Fuß und eine Hand. Alle Ventilatoren laufen auf Hochtouren. Mit Leonie und Daniel geht es in die Segelausbildung – Prüfungsvorbereitung. Zuvor haben wir die Motormanöver geübt.  Bei den Urlaubern bricht der Badetrieb durch: Stanzerl und Mareike – sie hat jetzt auch ein Gummikajak – werden von Moritz gekentert, sie üben aus dem Wasser wieder hineinzuklettern. Jan schleppt mit dem Laser zwei Surfbretter, die mit Bikinis und Badehosen belegt sind.

Niklas wird versetzt, der Typ, der die 470iger nehmen wollte, sagt kurzfristig ab. Er ist geknickt, ich nehme ein Pflaster, schreibe Trost darauf und überreiche es ihm. Der Abend klingt mit einem kleinen Grillen aus. Am nächsten Morgen entdecke ich einen Großsegler, in dessen Klüvernetz jemand die Nacht verbringt. An der Seebrücke erwische ich genau den Sonnenaufgang. Schwieriges Wetter erwartet nun die Prüflinge, Flaute, drehende Wind, drohendes Gewitter mit kräftigen Böen. Wir segeln den Kurs einmal ab, greifen aber bei näher kommendem Grollen zu den Paddel – ein kräftiger Regenschauer setzt ein. Nun heißt es: auf die Prüfer warten.

19.06. Hochsommer!

Hohe Temperaturen bei Windarmut. Ronny fungiert als Grundscheinprüfer, Maddel macht ein kleine Nachprüfung, dann kommt die feierliche Verteilung mit kleiner Rede von Jan. Ein Muster des Online-Pullovers kommt an, ich ziehe ihn an. 90 % sind der Meinung, das Wort Wurstpelle benutzen zu müssen, nur 10 % bewerten das figurbetonende XL bei mir als optische Verbesserung. Na, ja, ich hole erst einmal Waschmittel, um das Material zu testen. Ich bringe auch Eis mit, das ich unter die Leute bringe.

Gegen 16 Uhr übernehme ich die Motorenausbildung von Leonie und Daniel, zeige ihnen dann die letzten Knoten. Die Pfadfinder, die letzte Nach schon ein Zelt gegen 0200 Uhr aufgebaut haben – das Hämmern war keine Musik in den Ohren der Schlafenden - , bekommen noch zwei Koten dazu, es füllt sich: Merle und Toni, drei Schnupperer von Jan, die Schwester vom Nikolaus und mehr als 10 Pfadfinder. Moritz macht seinen Laser 5000 klar und Frederico legt bei uns an.

Nach einem tollen Sonnenaufgang bewegen mich Küche und Senioreneck, pädagogisch wirksam zu werden, Fotos zusammenstellen, ausdrucken, ein Spruch dazu und es hängt an der Tafel. Ewig währt der Kampf, doch nimmer lass ich nach!

18.05. Wurzel- und Windarmut!

Ein großes Lob an Jan, Jannis und Niklas, die mir zur Zeit in der Ausbildung helfen. Bei unseren Besprechungen morgens zeigen sie mir ihr Engagement und motivieren mich damit nachhaltig. Die Digitalisierung hält nun auch bei mir Einzug. Das anstehende Jubiläum klopft an die Tür. Viele Freunde der Segelschule können nicht kommen – Hanno gehört dazu, hat aber auch eine tolle Idee. Per Zoom könnte er dann doch seine Rede halten – mal sehen, ob das klappt.

Das Gespräch mit ihm musste ich leider abbrechen, weil mein Chauffeur wartete: es geht nach Neustadt – Wurzelresektion. – Nach Ankunft habe ich Wartezeit, schlafe 2 x ein. Ich bin nun wirklich kein Schmerzheld, habe schon um 0330 den Sonnenaufgang bewundert, bin dann um 0500 auf meine Walkingtour aufgebrochen. Dann kommt der Arzt, wir kennen uns noch von 2017. Betäubung, Lappen über den Kopf, nur der Mund noch frei, es wird gefräst, gebohrt, geschliffen, Blut abgesaugt. Zahnerhalt ist das Ziel, ein Hohlraum wird mit einer Knochenbildenend Substanz verfüllt, eine Wurzel gekappt. Zu Hause: erst einmal Film gucken, Wasser mit dem Strohhalm trinken – eine Ibu 600.  Toll, ich bleibe Schmerzfrei, mache auch zugleich noch einen Kontrolltermin bei meinem Zahnarzt aus. Jetzt nur hoffen, das alles hält, nur Weiches essen, beim Zähneputzen den 5 cm langen Nahtbereich auslassen…..

In der Segelschule wird nach der Ausbildung aufgerüstet. Hobbit lädt auf den Felsen von Gibralta ein, Jan und Jannis bewegen den Kat und Stanzerl macht ihr Kajak klar. Auf See treffen sie auf Maddel, der kräftig gerudert wird (von Grace Prendergast??)

Morgens – ich bin immer noch schmerzfrei – mache meine Walkingrunde und dann geht es mit Stanzerl zum Testen.  Ich habe gedacht, die Helfer kommen aus Ungarn, habe mir einen entsprechenden Spruch herausgesucht. Leider ist sie aber aus Bulgarien. Na, ja, dank Google kann ich das ja auch noch raussuchen. Segellehrerbesprechung – Niklas ist bei Charterzentrum – zwei Gruppen und Grundscheinprüfung stehen an. Maddel hat eine Reperaturidee für das Laserschwert – ich sammle Becher und entsorge den Biomüll 🌿

14.06. Sommertag

0447 Uhr steigt die Sonne an der Seebrücke aus dem Meer, strahlend blauer Himmel ist ihre Bühne. Ein windiges Wochenende ist glücklich zu Ende gegangen. Bei harten Böen segelten die Menhire vormittags noch ohne Fock, konnten später selbstständig unter vollen Segeln An- und Ablegen üben. Jan leitet die Gruppe souverän, er steht später mit Ole am Stegkopf, während unser Dieter bei seiner Crew an Bord blieb. Niklas zeigt seinen drei Schülern, wie ein Opti zu viert gesegelt werden kann. Endlich wieder Segel in der Bucht. Bernd sattelt einen Laser, motiviert so Stanzerl ihm zu folgen. Jannis übernimmt ihren Laser später. Thomas Haverkamp und Familie starten mit ihrem leidlich gerefften Privatmenhir, abends bilden Jan und Mitsch den Abschluss des Segeltages mit dem Kat.

Gegen Mittag Piratencampkonferenz mit Lucia, Melissa, Nils, Laura und Lorenz sowie Anderen. Vorbereitungen, nötige Bestellungen, Hygienevorschriften unter den Coronazeiten – eine entpannte Atmosphäre. Nachmittags geht die mittlerweile gereifte Jugend Richtung Fehmarn, um dort Jojo zu besuchen, der dort auf einem Wakepark arbeitet. Bei ihrer Rückkehr schleppen sie einen Turm Pizzakartons an, haben sogar an die Katcrew gedacht. Dummerweise habe ich von vergangenen Zeiten erzählt, wo Abendsegler bei ihrer Rückkehr auch vom Hunger gequält werden, ohne von der geplanten Mitversorgung zu wissen. Sogleich sprang Niklas auf, ging mit Lennard zum Grill, um zwei Döner zu besorgen.

Abends spielen wir zusammen „Stadt, Land, Vollpfosten“. Ich bade in der guten Stimmung dieser Gemeinschaft, die mir zeigt, wie schön das Leben der Segelschule sein kann. Dieser Gedanke leitet über zum Jubiläum, das wir aufgrund der angespannten Lage nur in kleinem aber feinen Rahmen feiern wollen. Am 10. Juli wollen der inzwischen 51 Jahre gedenken, die die Menhire zu einem Bestandteil der Ostsee gemacht haben.

16.02. Dein Foto gewinnt?!

Fotowettbewerb der Segelschule Bennewitz!

Sicher habt Ihr in Euren Archiven noch tolle Bilder von Eurer Zeit in der Segelschule. Unsere Idee: Ihr reicht das Bild, daß Euch am besten gefällt, bei mir ein. Jede Person bitte nur ein Bild. Einsendeschluss ist der 31. März. 01.Mai

Es ist mir gelungen eine kompetente Jury zusammen zu stellen, die die Bilder mit Punkte von 1 bis 10 bewerten wird. Die Bilder müssen einen eindeutigen Bezug zur Segelschule haben. Sie können bearbeitet sein, es können auch Collagen erstellt werden. Das Bild mit den meisten Punkten gewinnt.

Als Preis stelle ich mir einen 14-tägigen kostenlosen Aufenthalt in der der Segelschule vor. Eventuell ist auch eine andere adäquate Leistung aus unserem Programm möglich. Finanzielle Auszahlungen gibt es nicht. Mit dem Einreichen gebt Ihr mir auch das Recht, die Fotos zu verwerten.

Nun hoffe ich auf eine rege Beteiligung, einreichen bitte unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! um nicht meine Mailbox zu sprengen ...
Euer Ralph! 😇

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Aktuelles

 

Folgende Corona-Regeln sind zu beachten:


1.    Bei Anreise negativen Test vorweisen, nicht älter als „Antigen“ 24 und „PCR“ 48 Stunden
2.    Alle 72 Stunden neu testen:
https://www.heiligenhafen-touristik.de/wichtige-informationen/testmoeglichkeiten/
3.    Aktivitäten nur im Außenbereich, kein Aufenthalt in den Räumen-
4.    Registrieren: Luca oder Zettelbox!
5.    Maskenpflicht und Abstand
6.    Toiletten, Duschen Einbahnstraße!

Unsere Hygieneregeln!

 

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